Hochschulen wollen Digitalisierung gezielt zur Verbesserung ihrer Lehre nutzen. Doch mit welchen Zielen und Herausforderungen verbinden die Hochschulen den dazugehörigen Strategieprozess? Dieser Frage widmet sich ein neues Diskusionsspapier des Hochschulforums Digitalisierung und zeigt deutliche Tendenzen auf.

Das Diskussionspapier strategische Weiterentwicklung von Studium und Lehre im digitalen Zeitalter: Handlungsfelder und Herausforderungen (HFD-Diskussionspapier Nr. 6) fasst die wichtigsten Ergebnisse einer quantitativen und qualitativen Auswertung von Interessensbekundungen zur Peer-to-Peer-Strategieberatung in acht Thesen zusammen.

Die Auswertung zeigt, dass viele Hochschulen ähnliche Ziele und Herausforderungen mit der Digitalisierung der Hochschulbildung verbinden. Die Vorbereitung auf eine digitale Arbeitswelt und Internationalisierung sind hierbei wichtige Themen für Hochschulen, die mit Hilfe von Digitalisierung adressiert werden sollen. Jedoch hat sich auch gezeigt, dass viele Hochschulleitungen sich noch schwertun, eine klare inhaltliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Digitalisierung für die Hochschullehre bleibt zum Teil noch aus.

“Die strategische Auseinandersetzung mit Digitalisierung der Hochschulbildung stellt für viele der Hochschulen eine Herausforderung dar. Mit dem Beratungsprogramm haben wir anscheinend einen Nerv getroffen”, so Jannica Budde, Projektmanagerin im CHE Centrum für Hochschulentwicklung und verantwortlich für die Strategieberatung im Hochschulforum Digitalisierung.” Dies zeigt sich auch in dem Interesse der Hochschulen an dem Programm: Insgesamt haben sich in allen drei Runden 99 Hochschulen beworben, einige sogar mehrfach. Dies macht es umso wichtiger, ergänzende Angebote zu schaffen, von denen alle Hochschulen profitieren können”, so Budde weiter.

Die Peer-to-Peer-Strategieberatung des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein Entwicklungsinstrument für Hochschulen, die Lehre und Lernen strategisch für ein digitales Zeitalter (weiter-)entwickeln wollen. Für die Auswertung wurden die eingereichten Interessensbekundungen der Jahrgänge 2017/18 und 2018/19 berücksichtigt. Rund 60 Prozent der Hochschulen hatte einer Auswertung zugestimmt, das entspricht 48 Interessensbekundungen. Ziel der Analyse war es, zentrale strategische Handlungsfelder bzw. Zielsetzungen und Herausforderungen von Hochschulen zu identifizieren. Autorin des Diskussionspapiers ist Ann-Kathrin Watolla wissenschaftliche Mitarbeiterin im iTBH Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik der Technischen Universität Hamburg. Sie hat die Auswertung im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung durchgeführt.

Die Publikation kann beim Hochschulforum Digitalisierung heruntergeladen werden. Zum Download

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist eine gemeinsame Initiative des CHE Centrum für Hochschulentwicklung mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Als zentraler Impulsgeber im Diskurs zur Hochschulbildung im digitalen Zeitalter informiert, berät und vernetzt es seit 2014 Akteure aus Hochschulen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Weitere Informationen zum Hochschulforum Digitalisierung finden Sie hier.

Jannica Budde

Projektmanagerin

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