Vertrauen, Rückendeckung, Empowerment: Ob der Rückbau von Bürokratie tatsächlich gelingt, hängt davon ab, welchen Rahmen Führungskräfte dafür schaffen.
Bürokratische Prozesse sind ein notwendiges und schützenswertes Element unserer Demokratie. Gleichzeitig stehen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Verwaltungsabläufe so zu gestalten, dass sie die wissenschaftliche Arbeit nicht unnötig belasten. Steigende externe Anforderungen, etwa durch Compliance-Vorgaben und Drittmittelregularien, verschärfen diesen Zielkonflikt zusätzlich.
Umso wichtiger ist es, interne Abläufe bewusst zu hinterfragen und effizient auszurichten.
Als Führungskraft spielen Sie dabei eine zentrale Rolle:
- Sie setzen Prioritäten und treffen Entscheidungen
- Sie prägen durch Ihr Verhalten den Umgang mit bürokratischen Regeln
- Sie beeinflussen, wie viel Bürokratie in Ihrem Verantwortungsbereich entsteht oder vermieden wird
Bürokratierückbau ist daher nicht nur eine Frage von Prozessen. Es ist eine Frage von Führung, Haltung und Organisationskultur, welche Sie maßgeblich gestalten.
Dieser Workshop bietet einen praxisorientierten Rahmen, um die eigenen Handlungsspielräume zu reflektieren und gezielt zu erweitern. Es wird an konkreten Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag gearbeitet, ebenso werden Ansätze zur Verwaltungsvereinfachung in Ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich entwickelt.
Der ganz konkrete Nutzen für Sie
Der Workshop stellt Ihre Verantwortungsbereiche in den Mittelpunkt:
Sie als Teilnehmer*in
- lernen praxiserprobte Methoden kennen, um Bürokratie systematisch zu analysieren, Vereinfachungspotenziale zu identifizieren und priorisiert umzusetzen;
- gewinnen Klarheit über ihre eigenen Entscheidungsspielräume und Hebel als Führungskraft im Spannungsfeld von Compliance, Steuerung und Entlastung;
- reflektieren, wie bürokratische Belastungen auch durch Routinen, Auslegungen und Organisationskultur entstehen und wie diese gezielt verändert werden können;
- entwickeln Strategien, um Mitarbeitende einzubinden, Widerstände konstruktiv zu bearbeiten und Unterstützung in der Organisation zu sichern;
- lernen zentrale Erfolgsfaktoren kennen, um Initiativen zum Bürokratieabbau nachhaltig zu verankern;
- und erarbeiten einen konkreten, umsetzbaren Action Plan für ihren eigenen Arbeitsbereich.
Zielgruppe
Führungskräfte in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen, insbesondere Dezernats- und Abteilungsleitungen in der Verwaltung, Geschäftsführungen von Fakultäten
Das Trainer*innen-Team
Dr. Christina Reinhardt bringt über 17 Jahre Erfahrung als Kanzlerin an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt auf Personal und Organisationsentwicklung sowie der Begleitung von Führungskräften in komplexen Veränderungsprozessen. Heute unterstützt sie als Beraterin und Coach Organisationen dabei, Strukturen zu vereinfachen und wirksam zu führen. Ihr besonderes Anliegen ist es, Bürokratie abzubauen und so Freiräume für das Wesentliche in Wissenschaft und Arbeit zu schaffen.
Dr. Oliver Fromm ist seit über einem Jahrzehnt Kanzler der Universität Kassel und engagiert sich als Vorsitzender des bundesweiten Arbeitskreises zur Entbürokratisierung aktiv für moderne Verwaltungsstrukturen. Mit seiner Erfahrung in strategischer Entwicklung, Innovation und Transfer setzt er sich konsequent dafür ein, Verwaltung einfacher, effizienter und zukunftsfähig zu gestalten.
Agnes Kaase leitet den Veranstaltungsbereich im CHE und verantwortet die Weiterentwicklung des Führungskräfteportfolios. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Organisationsentwicklung sowie der Begleitung und Coaching von Führungskräften verbindet sie strategisches Denken mit einem klaren Blick für die Herausforderungen moderner Führung und schafft Räume für Reflexion, Austausch und nachhaltige Entwicklung.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Anmeldeschluss: 21. September 2026, 12:00 Uhr


