• Britta Hoffmann-Kobert
  • 14. Oktober 2019
  • Sonstiges

Prof. Dr. Stefan Leible (Präsident), Universität Bayreuth [Foto: Universität Bayreuth]
Seit Juli 2013 leitet Prof. Dr. Stefan Leible als Präsident die Universität in Bayreuth. Zuvor war der Professor für Zivilrecht und internationales Wirtschaftsrecht Vizepräsident für Internationale Beziehungen und Außenkontakte.

Die Universität Bayreuth gehört zu den jüngeren Universitäten in Deutschland. Gegründet 1975 zeichnet sie sich durch ihre dynamische Entwicklung mit interdisziplinären Forschungsschwerpunkten aus. Prof. Dr. Stefan Leible steht dabei für eine starke Interdisziplinarität von Forschung und Lehre, die Bildung von strategischen Allianzen und die Ansiedlung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Unternehmen in der Region ist ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

Kommunikation und Teambildung sind die Maxime seines Führungsstils. Möglichst frühzeitig verschiedener Anspruchsgruppen in Entscheidungsprozessen einbinden, dass ist sein Schlüssel dafür, Entscheidungen zu legitimieren und gleichzeitig alle Beteiligten zu motivieren. In seiner bisherigen Amtszeit konnte Präsident Leible wegweisende Weichenstellungen für den Universitätsstandort Bayreuth und die Region erreichen: die Ansiedlung der „Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit“ in Kulmbach und des Instituts für Fränkische Landesgeschichte in Thurnau sowie die Gründung des Bayerischen Polymerinstituts im Rahmen der Nordbayern-Initiative der Bayerischen Staatsregierung. Weitere Projekte sind die Einrichtung des Medizincampus Oberfranken, des Bayerischen Batteriezentrums (BayBatt) und des Instituts für Entrepreneurship und Innovation an der Universität Bayreuth.

Bei der Exzellenzstrategie konnte die Bayreuther Afrikaforschung im letzten Jahr überzeugen und ein Exzellenzcluster „Africa Multiple“ einwerben. Universitätspräsident Leible sieht damit die Profilfeld- Strategie und die Internationalität bestätigt. „Schon seit Gründung unserer Universität vor knapp 45 Jahren zählen Interdisziplinarität und starke Vernetzung mit Forschungspartnern zu unseren Kernkompetenzen und bereits seit ebendieser Zeit forschen wir auf dem Profilfeld Afrikastudien.“ Die Jury schätzt ihn – im positiven Sinne – als überzeugenden „Antreiber“ ein, der klare Zukunftsszenarien im Blick hat. Er hat aus Sicht der Jury die Universität insgesamt auf einen guten Weg gebracht.

Seine Vizepräsident(inn)en und der Hochschulratsvorsitzende beschreiben ihn als „mitnehmend“, zielstrebig und offen. Mitnehmen will er auch alle Universitätsmitglieder bei der Digitalisierung, die schon jetzt im aktuellen Struktur- und Entwicklungsplan verankert und in vielen Bereichen bereits umgesetzt ist. Würden zusätzlich Mittel zur Verfügung stehen, würde er sich dafür einsetzen, in jeder Fakultät eine Professur Künstliche Intelligenz (KI) einzusetzen. Digitalisierung werde als Treiber in der Forschung, z.B. als wesentliches Merkmal im Exzellenzcluster, im eigenen Forschungsdatenmanagement oder High Performance Computing genutzt, erklärt Leible, die wichtigste strategische Entscheidung hierbei war in seinen Augen, einen neuen Vizepräsidenten für Digitalisierung einzusetzen, der diese vorantreibt und vermittelt.

Erläuterung des Verfahrens

Die nominierten Finalisten und Finalistinnen für die Hochschulmanagerin oder den Hochschulmanager des Jahres 2019 wurden in drei Stufen ermittelt.

Vorauswahl: Über eine datengestützte Vorauswahl, bei der unter anderem Daten vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Alexander von Humboldt- Stiftung und dem CHE Hochschulranking ausgewertet wurden, wurden Hochschulen identifiziert, die besonders starke positive Veränderungen aufweisen und daher als besonders entwicklungsstark anzusehen sind. Der Betrachtungszeitraum reicht hierbei insbesondere bei den dynamischen Indikatoren bis ins Jahr 2014 zurück.

Befragungen: Im Rahmen der zweiten Auswahlstufe wurden alle in der Vorauswahl identifizierten Hochschulleitungen zu ihrem Führungsverständnis und zu verschiedenen Führungsaktivitäten befragt. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf dem strategischen Potenzial der Digitalisierung für die Hochschulen und die Rolle der Hochschulleitungen in diesem Zusammenhang. Um die so gewonnenen Erkenntnisse mit weiteren Perspektiven spiegeln zu können, wurden ebenfalls die jeweiligen Prorektor(inn)en bzw. Vizepräsident(inn)en und die Hochschulratsvorsitzenden sowie die Kanzler(innen) bzw. Vizepräsident(inn)en für Verwaltung zu der Führungsleistung ihrer Hochschulleitungen befragt.

Jurysitzung: Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Vorauswahl und den Befragungen bestimmte eine Jury aus anerkannten Expertinnen und Experten sechs Finalist(inn)en.

Die Auszeichnung „Hochschulmanager(in) des Jahres“ wird bereits seit 2008 verliehen, seit 2013 gemeinsam von der Wochenzeitung DIE ZEIT und dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Britta Hoffmann-Kobert

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