• Britta Hoffmann-Kobert
  • 14. Oktober 2019
  • Sonstiges

Prof. Dr. Micha Teuscher (Präsident), HAW Hamburg [Foto: Paula Markert/HAW Hamburg]
Seit 2017 ist der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Micha Teuscher Präsident der HAW Hamburg. Bis 2016 war Teuscher über drei Amtszeiten Sprecher der Fachhochschulen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie deren Vizepräsident. Seit Mai 2019 ist er Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Hamburg.

Er hat bis 2017 über 10 Jahre die Hochschule Neubrandenburg als Rektor geleitet. Mit dem Wechsel an die HAW Hamburg kam er an eine der größten Fachhochschulen Deutschlands, die sich nach ihrer Aussage auf der Homepage als Ziel gesetzt hat, nachhaltige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu entwickeln.

Teuscher übernahm sein Amt an der HAW Hamburg in einer Situation, als die Hochschule von einer Führungskrise durchgeschüttelt war. „Keine leichte Aufgabe“, hebt die Jury hervor. Sie ist jedoch der Meinung, dass Micha Teuscher schon in Neubrandenburg bewiesen hat, wie gut er eine Hochschule steuern und nach vorn entwickeln kann. „Micha Teuscher fordert viel und treibt an, auch die Politik. Präsidium, Hochschulsenat und Hochschulrat stehen hinter ihm. Er hat noch viel vor und ist auf einem guten Weg“, heißt es aus der Jury.

Er beschreibt seinen Führungsstil selbst als „fordernd-partizipativ“. Sein Ziel ist, die Verbindung angewandter Forschung und kompetenzorientierter Lehre in der HAW Hamburg strategisch als Profil zu stärken und in ihrem Gesellschaftsbezug eng aufeinander zu orientieren. Dafür will er die Kreativität des gesamten Kollegiums nutzen. Selbstbewusst hat er bereits einige Pflöcke gesetzt: Er hat im Präsidium eine Stelle für Digitalisierung geschaffen und dafür – eher ungewöhnlich – eine Professorin aus der Sozialen Arbeit vorgeschlagen. Das Thema Third Mission hat er als „Chefsache“ selbst übernommen, den Bereich Weiterbildung will er ausbauen.

Notwendige – nicht immer konfliktfreie Entscheidungen – zur Entwicklung der W-Besoldung an der HAW Hamburg hat er durch einen transparenten und partizipativen Prozess herbeigeführt, bei dem alle relevanten Akteure und Gremien frühzeitig eingebunden und die Prozesse transparent gehalten wurden. Von seinem Leitungskollegium wird er als dynamisch, kooperativ, vertrauensvoll und anspruchsvoll beschrieben. Die Modernisierung der Hochschule treibe er mit der Digitalisierung strategisch voran. Dazu identifiziere er mit den betroffenen Bereichen die wichtigen Projekte und verfolge deren Umsetzung stringent.

Erläuterung des Verfahrens

Die nominierten Finalisten und Finalistinnen für die Hochschulmanagerin oder den Hochschulmanager des Jahres 2019 wurden in drei Stufen ermittelt.

Vorauswahl: Über eine datengestützte Vorauswahl, bei der unter anderem Daten vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Alexander von Humboldt- Stiftung und dem CHE Hochschulranking ausgewertet wurden, wurden Hochschulen identifiziert, die besonders starke positive Veränderungen aufweisen und daher als besonders entwicklungsstark anzusehen sind. Der Betrachtungszeitraum reicht hierbei insbesondere bei den dynamischen Indikatoren bis ins Jahr 2014 zurück.

Befragungen: Im Rahmen der zweiten Auswahlstufe wurden alle in der Vorauswahl identifizierten Hochschulleitungen zu ihrem Führungsverständnis und zu verschiedenen Führungsaktivitäten befragt. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf dem strategischen Potenzial der Digitalisierung für die Hochschulen und die Rolle der Hochschulleitungen in diesem Zusammenhang. Um die so gewonnenen Erkenntnisse mit weiteren Perspektiven spiegeln zu können, wurden ebenfalls die jeweiligen Prorektor(inn)en bzw. Vizepräsident(inn)en und die Hochschulratsvorsitzenden sowie die Kanzler(innen) bzw. Vizepräsident(inn)en für Verwaltung zu der Führungsleistung ihrer Hochschulleitungen befragt.

Jurysitzung: Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Vorauswahl und den Befragungen bestimmte eine Jury aus anerkannten Expertinnen und Experten sechs Finalist(inn)en.

Die Auszeichnung „Hochschulmanager(in) des Jahres“ wird bereits seit 2008 verliehen, seit 2013 gemeinsam von der Wochenzeitung DIE ZEIT und dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Britta Hoffmann-Kobert

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