3. Internationale Bildungsindikatoren im Bundesländervergleich 2019
Die Veröffentlichung „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ ergänzt die OECD–Publikation „Education at a Glance“. Aufbauend auf der OECD–Veröffentlichung präsentiert der Verbund der Statistischen Ämter zusätzliche Informationen zum Bildungssystem auf nationaler und Länderebene.
Die Analysen zeigen, dass der Anteil der Hochqualifizierten an der Bevölkerung zwischen 2005 und 2018 von 25 Prozent auf 29 Prozent gestiegen ist. Allerdings nimmt der Anteil Hochqualifizierter nur im Westen zu, alle östlichen Flächenländer weisen einen Rückgang der entsprechenden Anteile auf.
Ein Vergleich der Anfängerquoten an der altersspezifischen Bevölkerung für den Tertiärbereich – dazu gehören Bachelor– oder gleichwertige Bildungsprogramme (z. B. Meister, Techniker), Master sowie Promotion – für das Jahr 2017 mit denjenigen von 2006 zeigte in allen Ländern steigende Anfängerquoten.
In neun Ländern war die Fächergruppe Wirtschaft, Verwaltung und Recht und in sieben Ländern die Fächergruppe Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe die beliebteste Fachrichtung.
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Einige Pressemeldungen aus den Ländern:

Berlin–Brandenburg: 2017 nahmen in Brandenburg 47 Prozent der altersspezifischen Bevölkerung ein (Fach–) Hochschulstudium oder eine hochqualifizierte Ausbildung auf, zehn Jahre zuvor waren es knapp 26 Prozent. Zeitgleich lag in Berlin die Anfängerquote im Tertiärbereich bei 52 Prozent und erhöhte sich bis 2017 auf 92 Prozent, davon waren 9,3 Prozent berufsorientiert. Die Hauptstadt wie auch Hamburg oder das Land Sachsen profitieren beim Zuwachs der Studienanfänger(innen) maßgeblich von den vielen Interessierten aus anderen Bundesländern sowie aus dem Ausland, sodass der Anteil der aus dem jeweils eigenen Bundesland stammenden Personen ein Drittel kaum übersteigt.
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Baden–Württemberg: Von den Anfänger(inne)n im Tertiärbereich hatten 2017 in Baden–Württemberg rund 42 Prozent einen Bildungsgang in den zum MINT–Bereich zählenden Fächergruppen »Naturwissenschaften, Mathematik und Statistik«, »Informatik und Kommunikationstechnologie« sowie »Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe« begonnen. Dieser Anteil ist fast 3 Prozentpunkte höher als auf Bundesebene, meldet das dortige statistische Landesamt.
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Nordrhein–Westfalen: Die Studienanfängerquote in hochqualifizierenden Bildungsgängen ist in NRW mit 63,7 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt
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Hamburg–Schleswig–Holstein: Jüngere haben höheren Anteil an hochqualifizierenden Bildungsabschlüssen als Ältere
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