2. OECD–Studie: Deutschland ist international führend in MINT
Bildung zahlt sich aus je höher der Abschluss, desto besser im Schnitt die Berufs– und Verdienstaussichten. Das gilt für Deutschland und OECD–weit, so die aktuelle Ausgabe der OECD–Studie Bildung auf einen Blick, deren Ergebnisse für Deutschland am 10. September in Berlin vorgestellt wurden. Die wachsende Nachfrage nach akademischer Bildung ist laut OECD eine positive Entwicklung, die allerdings durch geeignete Maßnahmen für die Zukunftsfähigkeit der verschiedenen Bildungsangebote begleitet werden sollte.
Mit 88 Prozent ist die Beschäftigungsquote junger Erwachsener zwischen 25 und 34 Jahren mit Masterabschluss oder vergleichbarem Abschluss in Deutschland sehr hoch. Aber auch für junge Erwachsene mit mittlerem Bildungsabschluss (abgeschlossene Berufsausbildung, Abitur, nicht–tertiärer Bildung nach dem Sekundarbereich) sind die Beschäftigungsaussichten gut. Ihre Beschäftigungsquote hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 78 auf 84 Prozent erhöht, wobei hier auch konjunkturelle Einflüsse eine Rolle spielen. Absolventen der Geistes– und Sozialwissenschaften, des Journalismus und Informationswesens verdienten im Schnitt 33 Prozent mehr als Menschen mit höherer Sekundarbildung. Absolventen aus dem Bereich Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe sogar durchschnittlich 116 Prozent mehr.

Immer mehr Bildungseinrichtungen schaffen flexible Wege in die tertiäre Bildung, verbinden akademische und praktische Wissensvermittlung, arbeiten enger mit Arbeitgebern, Industrie und Weiterbildungseinrichtungen zusammen. Die duale Ausbildung und das duale Studium sind lange praktizierte, erfolgreiche Verknüpfungen von Theorie und Praxis in Deutschland. Aber auch hier kann nach Ansicht der OECD–Autoren noch mehr getan werden, beispielsweise indem der Übergang zwischen dualer Ausbildung und Hochschule erleichtert wird.
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Ländernotizen aus Deutschland
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Deutschland ist international führend in MINT, ist das Fazit des BMBF aus dem OECD–Vergleich. In keinem anderen OECD–Land entscheiden sich insgesamt mehr Anfängerinnen und Anfänger im Tertiärbereich für ein MINT–Fach als in Deutschland. Zu den MINT–Fächern zählen die Naturwissenschaften, Mathematik und Statistik, Informatik und Ingenieurwissenschaften.
Mit einem Anteil von 40 Prozent bei den Bachelor– und entsprechenden beruflichen Programmen nimmt Deutschland im internationalen Vergleich den Spitzenplatz ein. Auf dem zweiten
Platz folgen Österreich, Griechenland und Südkorea mit jeweils 34 Prozent. Der OECD Durchschnittswert liegt bei 27 Prozent.
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