Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 237 Ausgabe 05|2019
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1. Editorial
Prof. Dr. Frank Ziegele (Foto: David Ausserhofer)Liebe Leserinnen und Leser,

das CHE Hochschulranking wurde Anfang Mai mit den neuen Daten zu Studium, Lehre und Forschung und vielen weiteren Informationen über die Studienangebote in Deutschland veröffentlicht. Und es zeigt sich wieder, dass Fachbereiche jeweils in unterschiedlicher Weise spitze sind. Das hilft denjenigen, die für sich die richtige Wahl der Hochschule treffen wollen, denn sie können herausfinden, welche Hochschule zu ihnen passt. Aber auch den Fachbereichen, wenn sie daran interessiert sind, wo sie im Vergleich zu anderen noch Verbesserungspotential entfalten können. Es bleibt unsere Devise: Es gibt nicht die eine „beste“ Hochschule, sondern die Beurteilung, ob gut oder schlecht, muss der Nutzer selbst treffen können.

Die vielfältigen Leistungen der Hochschulen gerade in der Lehre bekommen durch die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz über die Fortsetzung der Pakte zum Glück auch eine finanzielle Grundlage.

Lesen Sie mehr dazu in diesem CHEckpoint.

Interessante Lektüre wünscht,

Ihr Frank Ziegele
Frank Ziegele: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6401
 
 
2. CHE Ranking 2019: Deutschlands umfassendster Hochschulvergleich mit neuen Daten
Das CHE Hochschulranking ist mit über 150.000 befragten Studierenden und mehr als 300 dargestellten Universitäten und Fachhochschulen der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr neu untersucht wurden die Fächer Anglistik/Amerikanistik, Architektur, Bau– und Umweltingenieurwesen, Biotechnologie, Chemieingenieurwesen/Angewandte Chemie, Elektrotechnik und Informationstechnik, Energietechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Maschinenbau, Mechatronik, Physikalische Technik, Psychologie, Romanistik, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik sowie Werkstofftechnik/Materialwissenschaft. Studieninterssierte können mit zahlreichen interaktiven Suchmöglichkeiten das Ranking nach ihren individuellen Studienbedürfnissen nutzen, um die passende Hochschule zu finden.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10051

Das vollständige CHE Hochschulranking ist auf ZEIT CAMPUS ONLINE abrufbar
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10052
 
 
3. Einigung bei den Wissenschaftspakten: Bund bringt dauerhaft Mittel für Lehre und Forschung ein
Am 3. Mai haben sich Bund und Länder in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) auf die Nachfolge des Hochschulpakts, des Qualitätspakts Lehre und des Pakts für Forschung und Innovation ab 2021 geeinigt. Damit stehen langfristig Mittel für die finanzielle Planungssicherheit an den Hochschulen fest.

Der neue „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ folgt dem Hochschulpakt 2020. „Durch geeignete Übergangsregelungen werden die bestehenden Studienkapazitäten bedarfsgerecht gesichert“, betont die GWK–Vorsitzende und Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, Prof. Dr. Eva Quante–Brandt. Der Bund stellt von 2021 bis 2023 jährlich 1,88 Mrd. Euro und ab dem Jahr 2024 dauerhaft jährlich 2,05 Mrd. Euro bereit. Die Länder tragen mit zusätzlichen Mitteln in derselben Höhe bei, sodass durch den Zukunftsvertrag bis 2023 jährlich eine gemeinsame Milliardeninvestition in Höhe von rund 3,8 Mrd. Euro und ab 2024 jährlich insgesamt 4,1 Mrd. Euro zur Förderung von Studium und Lehre zur Verfügung stehen wird.

Durch die dauerhafte Förderung ab dem Jahr 2021 kann insbesondere der Ausbau unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse des mit Studium und Lehre befassten Personals an den Hochschulen unterstützt werden. Darin sehen Bund und Länder einen wesentlichen Faktor für die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre. Dies ist ein ausdrückliches Ziel des Zukunftsvertrags, so die GWK.
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10053

Die Bund–Länder–Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ soll die durch den Qualitätspakt Lehre begonnenen Anstrengungen zur Förderung und Verbreitung innovativer Hochschullehre fortsetzen. Bund und Länder stellen jährlich bis zu 150 Mio. Euro zur Förderung der Innovation in der Hochschullehre bereit. Die Finanzierung erfolgt in den Jahren 2021 bis 2023 durch den Bund und ab 2024 gemeinsam, wobei der Bund 110 Mio. Euro und die Länder 40 Mio. Euro jährlich aufbringen werden.
Vorgesehen ist die dauerhafte Einrichtung einer – rechtlich nicht selbständigen – Organisationseinheit unter dem Dach einer bestehenden Institution. Sie soll durch entsprechende Förderformate Anreize für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie für Hochschulleitungen setzen, sich weiterhin verstärkt für Qualitätsverbesserungen in Studium und Lehre einzusetzen und den Austausch und die Vernetzung relevanter Akteure unterstützen.
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10054

Darüber hinaus wurde die Fortschreibung des Pakts für Forschung und Innovation in den Jahren 2021 bis 2030 auf den Weg gebracht.
Die vierte Fortschreibung des erstmalig 2005 beschlossenen Pakts für Forschung und Innovation sieht eine jährliche Steigerung der Zuwendungen an die außeruniversitären Wissenschaftsorganisationen in den Jahren 2021 bis 2030 um drei Prozent vor. Der Pakt für Forschung und Innovation IV gilt für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die vier großen Forschungsorganisationen: Fraunhofer–Gesellschaft, Helmholtz–Gemeinschaft, Leibniz–Gemeinschaft und Max–Planck–Gesellschaft.
Bund und Länder stellen den Forschungseinrichtungen von 2021 bis 2030 allein durch den jährlichen Aufwuchs insgesamt zusätzlich rund 17 Mrd. Euro zur Verfügung.
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10055

Die von der GWK getroffenen Vereinbarungen werden den Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern zur abschließenden Entscheidung am 6. Juni vorgelegt.
 
 
4. Reaktionen auf die Entscheidung zu den Wissenschaftspakten
HKR–Präsident Professor Dr. Peter–André Alt kommentiert die Entscheidungen: „Die Hochschulpakte haben den Hochschulen geholfen, die nötigen zusätzlichen Studienplätze zu schaffen und zu erhalten. Es war aber über insgesamt 13 Jahre hinweg eine ständige Fahrt auf Sicht, ein immer neues Bangen um die stets befristeten Mittel. Der ‚Zukunftsvertrag‘, auf den sich Bund und Länder nun verständigt haben, schafft hoffentlich die Grundlage für wesentlich mehr Planungssicherheit in den Hochschulen.
Ein stetiger Aufwuchs der Mittel gleich von Beginn an ist zwar nicht erreicht worden. Bund und Länder haben jedoch durch die nunmehr verbindlich festgelegte Erhöhung für das Jahr 2024 grundsätzlich anerkannt, dass Kostensteigerungen insbesondere durch Inflation und Tariferhöhung berücksichtigt werden müssen. Wir gehen daher von regelmäßigen adäquaten Anpassungen des Zukunftsvertrages an die Kostenentwicklung aus.“
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10056

Kritik an den neuen Vereinbarungen übt der Deutsche Hochschulverband. Enttäuschend sei, dass dem einhelligen Wunsch aus der Wissenschaft, die Hochschulpaktmittel jährlich um drei Prozent zu dynamisieren, nicht gefolgt worden sei. Außeruniversitäre Forschungsorganisationen garantierten Bund und Länder dagegen über den Pakt für Forschung und Innovation auch weiterhin jährliche Etatsteigerungen von drei Prozent, so DHV–Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und weiter: „Über kontinuierliche Aufwüchse kann sich die außeruniversitäre Forschung seit der Föderalismusreform des Jahres 2006 freuen, die Universitäten haben dagegen weiterhin das Nachsehen. Die Schere zwischen außeruniversitärer Forschung und Universitäten geht damit weiter auseinander.“
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10061

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die fehlenden Dauerstellen.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10057

Der fzs (freier zusammenschluss von studentinnenschaften) begrüßt die Entscheidung zu den Wissenschaftspakten, bedauert jedoch, „dass an der Hochschullehre gekürzt wurde. Auch der Qualitätspakt Lehre hätte mit mindestens gleichen Mitteln fortgesetzt werden müssen.“
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10058

Der Bundesrechnungshof berichtet dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über die Ergebnisse seiner Prüfungen zu den vorausgegangenen Pakten, dem „Programm zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger“ (erste Säule des HSP) und zum „Qualitätspakt Lehre“ (dritte Säule des HSP) und nennt Kritikpunkte bei der Verwendung und Kontrolle der Mittel.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10059

Dem Vorwurf des Rechnungshofs, der Hochschulpakt habe sein Ziel verfehlt, weil er die Betreuungsverhältnisse an den Universitäten nicht verbessert habe, habe Staatssekretär Thomas Rachel aus dem BMBF im Haushaltsausschuss entschieden widersprochen, berichtet Korrespondentin Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Ministerium stelle die Sinnhaftigkeit des Hochschulpakts auch nach der Kritik des Bundesrechnungshofs nicht in Frage, der Pakt habe 900.000 zusätzlichen Studienanfängern ein Studium ermöglicht. Die Vergabe der neuen Mittel unterliege zudem strengen Auflagen.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10062
 
 
5. Ticker
Bundestag: Gesetzentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung vorgelegt
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10066

HRK: Carola Jungwirth zur HRK–Vizepräsidentin mit Verantwortung für Forschung und Lehre gewählt
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10067

HRK: Sorge um Hochschulautonomie in Brasilien
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10067

Statistisches Bundesamt: Zahl der Deutschlandstipendien 2018 um 5 Prozent gestiegen. 27 200 Studierende erhielten eine Förderung nach dem Stipendienprogramm–Gesetz. Anteil der Geförderten im Saarland am höchsten
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10068

N2: Promovierenden Netzwerk legt Positionspapier zu Machtmissbrauch in der Wissenschaft vor
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10069

HRK: Preis für Hochschulkommunikation 2019 ausgeschrieben
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10070

Bundestag: Europäische Kommission arbeitet an der "Einrichtung einer europäischen Plattform für digitale Hochschulbildung". Damit soll der Austausch von Studentendaten innerhalb Europas und insbesondere zwischen Europäischen Hochschulen ermöglicht werden, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10071

Hochschulforum Digitalisierung: Sechs Hochschulen werden für ein Jahr durch den Stifterverband und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung sowie Experten des Hochschulforums Digitalisierung bei ihrer strategischen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung in Studium und Lehre begleitet
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10072

Forum Hochschulräte: Neuer Newsletter Update bündelt die Ergebnisse der Diskussion von rund 40 Hochschulratsvorsitzenden im März in Berlin
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10073

DAAD: Neue OECD–Studie bewertet die Attraktivität von Ländern für mobile Talente – Deutschland liegt bei den Studierenden unter den ersten Drei
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10074
 
 
6. BAföG–Novelle im Bundestag
Die Bundesregierung will zum Wintersemester 2019/20 die BAföG–Sätze sowie die Einkommensfreibeträge erhöhen. Die geplante BAföG–Novelle war am 8. Mai Gegenstand einer öffentlichen Anhörung. Die Mehrzahl der Sachverständigen lobte den Vorstoß der Bundesregierung zwar, kritisierte aber, dass die Reform nicht weit genug geht.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10063

Auf Bitten des Bundestages nahm auch das CHE Centrum für Hochschulentwicklung im Bildungsausschuss in Berlin Stellung zur geplanten BAföG–Reform. Ulrich Müller, Leiter politische Analysen beim CHE, sieht ein grundsätzliches Problem im bestehenden BAföG–System: So sinken die Förderzahlen trotz stetig steigender Studierendenzahlen konstant, die Zahl der Geförderten fiel von 2012 bis 2017 von 440.000 auf 364.000 im Monatsdurchschnitt. Andere Bausteine der Studienfinanzierung wie Studienkredite oder Stipendien gleichen laut einer Analyse des CHE die schrumpfende Zahl der BAföG–Empfänger(innen) nicht aus. Ulrich Müller zieht deshalb das Fazit: „Das BAföG verliert immer mehr an Relevanz. Es erfüllt seinen Zweck, chancengerecht ein Hochschulstudium zu ermöglichen, nicht mehr ausreichend. Das BAföG muss neu erfunden werden. Es ist dringend nötig, staatliche Studienförderung in einem größeren Horizont zu denken – und statt des vorgesehenen Reförmchens eine echte Reform zu konzipieren und umzusetzen.“ Dabei müsse auch das zentrale strukturelle Problem des Studienfinanzierungssystems angegangen werden, die Fragmentierung der staatlichen Studienförderung. Deutschland brauche ein zeitgemäßes, übergreifendes, in sich flexibles Gesamtmodell der staatlichen Studienfinanzierung.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10064

Das Deutsche Studentenwerk betont in seiner schriftlichen Stellungnahme zur Bundestagsanhörung die Forderung nach einer Verlängerung der Förderungshöchstdauer, die Abschaffung der Altersgrenzen und die Förderung auch im Teilzeitstudium sowie eine kontinuierliche Anpassung auf der Basis des gesetzlich vorgeschriebenen Turnus des BAföG–Berichts.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10065

Am 16. Mai hat der Bundestag das Gesetz zur Reform des BAföG beschlossen. Die Änderungen sollen zu Schuljahres– bzw. Semesterbeginn im Herbst 2019 in Kraft treten.
 
 
7. Anstieg bei Promotionen von FH/HAW–Absolventen
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat an Universitäten nach Promotionen von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) gefragt, sowie nach Promotionen in kooperativen Promotionsverfahren, jeweils für die Prüfungsjahre 2015 bis 2017.

Die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Promotionen von FH/HAW–Absolventinnen und Absolventen ist demnach seit den 90er Jahren kontinuierlich gestiegen. Für die Jahre 2015 bis 2017 meldeten die Universitäten 1.575 abgeschlossene Promotionen. Das ist ein Anstieg von über 26 Prozent gegenüber den Jahren 2012 bis 2014. Die tatsächliche Zahl liegt möglicherweise noch höher, da nur 78 Prozent aller angeschriebenen Universitäten rückgemeldet haben. Die meisten Promotionen von FH/HAW–Absolventinnen und Absolventen wurden in den Ingenieurwissenschaften abgeschlossen.
92 Prozent der Universitäten haben nach ihren Angaben inzwischen in den einschlägigen Hochschulordnungen Regelungen festgeschrieben, die einen Zugang von FH/HAW–Absolventinnen und Absolventen zur Promotion gewährleisten sollen.
Einen erheblichen Anstieg verzeichnen auch die in einem kooperativen Verfahren abgeschlossenen Promotionen. Ihre Zahl liegt für den Zeitraum 2015 bis 2017 bei 551 und ist im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum um rund 47 Prozent gestiegen. In diesen Verfahren sind Professorinnen und Professoren von Fachhochschulen/HAWs als Betreuer, Gutachter und/oder Prüfer beteiligt.
Seitens der beteiligten Universitätsleitungen betrachten es 89 Prozent als möglich, FH/HAW–Professorinnen und –Professoren in dieser Weise an Promotionsverfahren zu beteiligen. Die befragten Fakultäten und Fachbereiche bejahten dies jedoch nur zu gut 57 Prozent.
„Die gesamte Entwicklung stellt sich sehr positiv dar. Die HRK–Befragung zeigt aber, dass es offenbar eine deutliche Diskrepanz gibt zwischen dem erklärten Willen der Universitätsleitungen und der Realität in den Fakultäten und Fachbereichen. Offenbar braucht es da noch genauere Ursachenanalysen und viel Überzeugungsarbeit“, so HRK–Präsident Professor Dr. Alt.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10075

Download der Publikation „Promotion von Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Promotionen in kooperativen Promotionsverfahren.“
PDF: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10076
 
 
8. Kabinett beschließt steuerliche Forschungsförderung
Deutschland gehört zu den fünf der 36 OECD–Länder, die Forschung und Entwicklung (FuE) bisher nicht steuerlich fördern. Das ist ein wesentlicher Nachteil im internationalen Standortwettbewerb um innovative Unternehmen und FuE–Personal. Das Bundeskabinett hat daher beschlossen, Forschung und Entwicklung ab dem 1. Januar 2020 steuerlich zu fördern.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10077
 
 
9. Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) im Bundeskabinett beschlossen
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die Novelle des Berufsbildungsgesetzes beschlossen. Abschlüsse der Berufsbildung sollen künftig die Bezeichnungen „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“, „Bachelor Professional“ oder „Master Professional“ tragen. Mit der BBiG–Novelle will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Attraktivität der beruflichen Bildung steigern und die Gleichwertigkeit von beruflicher Fortbildung und Studium verdeutlichen.
„Die Entscheidung zwischen beruflicher Aus– und Fortbildung oder Studium ist keine Frage eines Mehr oder Weniger. Es ist eine Auswahl zwischen zwei gleichwertigen Wegen zum beruflichen Erfolg“, so Karliczek.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10078

HRK–Präsident Prof. Dr. Peter–André Alt warnt jedoch vor einer Begriffskonfusion: „Die im Zuge der Novellierung geplanten neuen Bezeichnungen für berufliche Abschlüsse dürfen so nicht stehen bleiben. Die gute Absicht, den Stellenwert der beruflichen Bildung zu betonen und zu stärken, würde durch die Nachahmung hochschulischer Abschlussbezeichnungen geradezu konterkariert. Warum für die international überaus anerkannte berufliche Bildung nicht ihre eigenen, eindeutigen Marken wie ‚Meister‘, ‚Technikerin‘ oder ‚Fachwirt‘ mit ihren spezifischen Kompetenzen weiter stärken?
Jugendliche, Arbeitgeber und Öffentlichkeit brauchen eindeutige Informationen, die die Qualität und den Chancenreichtum aller Ausbildungs– und Karrierewege verdeutlichen. Die vom Kabinett verabschiedete Novelle muss deshalb in diesem Punkt überarbeitet werden.“
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10079
 
 
10. KMK–Vorausberechnung: Studienanfängerzahl bleibt in den nächsten Jahren bundesweit stabil
Die Studienanfängerzahlen bleiben bis zum Jahr 2030 auf hohem Niveau stabil, das ergibt eine neue Vorausberechnung der Kultusministerkonferenz. Für das Jahr 2030 wird mit rund 510 300 Studienanfängerinnen und Studienanfängern gerechnet.

Die Zahl der Studienanfänger und Studienanfängerinnen an Universitäten und Fachhochschulen im Jahr 2018 lag bundesweit bei 510 400 (Vorbericht des Statistischen Bundesamtes vom 27.02.2019). Für das Jahr 2019 werden 514 000 Studienanfänger und Studienanfängerinnen an Universitäten und Fachhochschulen erwartet. Im Jahr 2024 sind Studienanfängerzahlen von 505 200 zu erwarten, bevor sie im Jahr 2025 insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Verlängerung der Schulzeit (G 9) auf knapp 490 600 absinken und anschließend wieder im Jahr 2030 auf 510 300 Studienanfängerinnen und Studienanfänger ansteigen.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10080

Dokumentation sowie Grafiken und Tabellen
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10081
 
 
11. Veranstaltungen, CHE–Foren und Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement
Sechste Jahrestagung Familie in der Hochschule e.V.:
„Quo vadis? Familie in der Hochschule 2030“
Termin: 1. Oktober 2019
Ort: Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Saarbrücken.
Die Jahrestagung 2019 befasst sich mit der Zukunft der Familienorientierung an Hochschulen im deutschsprachigen Raum und den Herausforderungen der Vision „Familie in der Hochschule 2030“.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10082

Hochschulkurs "Zertifikatsprogramm Professionalisierung im Projekt– und Changemanagement an Hochschulen"
27. Oktober 2019 – 29. September 2020, Stadthotel am Römerturm, Köln.
Das Jahresprogramm richtet sich an Mitglieder von Hochschulleitungen, Stabsstellen–Mitarbeiter(innen), Dezernent(inn)en und andere Personen, die ein hochschulweites Veränderungsvorhaben planen oder bereits begonnen haben. Ziel ist eine praxisorientierte Qualifizierung im Projekt– und Changemanagement speziell an und für Hochschulen. Im Mittelpunkt des Jahresprogramms stehen daher die Vermittlung von anwendbarem Fachwissen und die Entwicklung praktischer Kompetenzen in den Feldern Changemanagement, Projektmanagement, Führung und Kommunikation im Hochschulkontext.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=9887

Weitere Workshops im Programm „Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement“ sowie das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=9646
 
 
12. Zum guten Schluss
So anregend und hintergründig kann fernsehen sein: Laut SPEKTRUM der Wissenschaft brachte die Fernsehserie „Big Bang Theory“ mit einer Folge amerikanische Mathematiker ins Grübeln. »Welches ist die beste Zahl, die bekannt ist?«, fragt Sheldon Cooper in einer Folge. »Es ist die 73«, sagt der geniale, aber wenig lebenstaugliche Physiker letztlich selbst.
Sheldons Begründung ist ein Fest für Zahlenfans: »73 ist die 21. Primzahl, ihre Spiegelzahl – die 37 – die 12., und deren Spiegelzahl (die 21) ist das Produkt der Multiplikation von – haltet euch fest: 7 und 3.« Die Mathematiker stellten sich daraufhin die Frage: “Gibt es noch mehr so genannte Sheldon–Primzahlen, die genau solche Eigenschaften teilen?“
Die Antwort lautet nein. Dafür schaffte es die Arbeit von Carl Pomerance und Christopher Spicer in eine erstmals im April 2019 ausgestrahlte Folge: In einer Szene steht im Hintergrund ein Whiteboard, das Ausschnitte einzelner Berechnungen von Pomerances und Spicers Arbeit enthält. »Es ist wie eine Show innerhalb der Show«, sagte Pomerance laut einer Mitteilung des Dartmouth College dazu. »Es hat nichts mit dem Plot der Folge zu tun, und es lässt sich auch nur schwer im Hintergrund erkennen. Wenn man aber weiß, wonach man sucht, entdeckt man unsere Veröffentlichung!«
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=10083
 
 
13. Impressum
Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert

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V.i.S.d.P.: die CHEckpoint–Redaktion