2. CHE: Rund 60.000 Studierende ohne Abitur
2017 studierten so viele Menschen ohne Abitur wie noch nie an deutschen Hochschulen. Mit aktuell rund 60.000 Personen, hat sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Auch bei den Studienanfänger(inne)n ohne Abitur ist die Tendenz steigend. Aktuell liegt deren Anteil an allen Studienanfänger(inne)n in Deutschland bei 2,9 Prozent, was rund 14.600 Personen und damit ebenfalls einem neuen Höchststand entspricht. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Berechnungen des CHE Centrum für Hochschulentwicklung. Die meisten Studienanfänger(innen) ohne Abitur oder Fachhochschulreife schreiben sich anteilig in Hamburg, Bremen und Nordrhein–Westfalen ein.

„Es war richtig und wichtig, den Campus auch für Studieninteressierte ohne formale Hochschulreife zu öffnen“, bilanziert CHE Geschäftsführer Frank Ziegele den erneuten Rekordwert. „Immer mehr Menschen sind zum lebenslangen Lernen bereit, dafür muss es flexible Wege geben.“ Hierfür sprechen auch die bemerkenswert gestiegenen Absolventenzahlen. Waren es 2007 nur knapp 1.900 Personen, die ohne Abitur oder Fachhochschulreife einen Studienabschluss erwarben, ist deren Zahl nun ebenfalls auf den vierfachen Wert auf 8.100 angewachsen. „Die konstant steigenden Zahlen von Absolventinnen und Absolventen sind ein Indiz dafür, dass die oft zitierte Studierfähigkeit nicht allein vom Abiturzeugnis abhängt“, bewertet Sigrun Nickel, Leiterin Hochschulforschung beim CHE, diese Entwicklung.
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