2. HRK–Senat zur künftigen Finanzierung der Hochschullehre
Im Jahr 2020 laufen sowohl der Hochschulpakt als auch der Qualitätspakt Lehre aus. Im Rahmen der Neuverhandlungen zum Hochschulpakt fordert der HRK–Senat, dass Bund und Länder die Mittel für die Hochschulen jährlich jeweils um drei Prozent steigern. Die Länder sollten den Hochschulen gemeinsam mit dem Bund die gleichen Planungsmöglichkeiten einräumen wie der außerhochschulischen Forschung – auch mit Hilfe eines möglichst einfachen, bedarfsorientierten Schlüssels für die Mittelverteilung. Nach Auffassung der Hochschulvertreter darf das geplante Kriterium „Studierende in der Regelstudienzeit plus zwei Semester“ nicht dazu führen, dass in den Hochschulen Auslandsaufenthalte oder innovative Konzepte für die Studieneingangsphase unter Druck geraten. Ein weiteres potenzielles Problem sei der bürokratische Aufwand zur Berechnung der Mittelflüsse aufgrund unterschiedlicher Kriterien sowie Übergangs– und Sonderregelungen.

Für die Weiterentwicklung des Qualitätspakts Lehre (QPL) ist unter anderem auch eine eigenständige externe Förderorganisation in der Diskussion. Eine solche Organisation lehnte der Senat ab. Der entscheidende Faktor, um die Qualität der Lehre zu sichern und innovativ weiter zu entwickeln, sei eine starke Grundfinanzierung.
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