3. CDU und FDP in NRW wollen ein Promotionskolleg für angewandte Wissenschaften
Die Fraktionen von CDU und FDP haben im NRW–Wissenschaftsausschuss einen Änderungsantrag zum Entwurf des Hochschulgesetzes eingebracht. Einzelnen Fachbereichen eines neu zu gründenden „Promotionskollegs“, denen Professoren von Fachhochschulen angehören, soll das Promotionsrecht verliehen werden. Dieses Promotionskolleg soll aus dem heutigen Graduierteninstitut NRW (GI NRW) hervorgehen. Eine externe Evaluation soll die Qualität sicherstellen. Die qualitative Beurteilung soll über den Wissenschaftsrat erfolgen.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=9974

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen und Rektor der FH Aachen, Prof. Dr. Marcus Baumann, begrüßt die Initiative zum Promotionsrecht. „Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Weiter waren wir noch nie“, erklärt, Baumann. Die NRW–Fachhochschulen hatten zuletzt gegenüber Landtag und Ministerium mehrfach ein eigenes Modell für die Promotion vorgeschlagen, bei dem das GI NRW ein konditioniertes Promotionsrecht verliehen werden sollte, das weiterhin die Beteiligung von Universitätsprofessor/innen vorsieht. „Die Regierungsfraktionen haben sich nun für ein vergleichbares Modell entschieden, das genauso die Möglichkeiten zur Promotion deutlich verbessern wird. Wir können daher sehr froh sein über den eingeschlagenen Weg“, erläutert Baumann.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=7856

Der Landesverband Nordrhein–Westfalen im Deutschen Hochschulverband (DHV) lehnt den Vorstoß, das GI NRW in ein Promotionskolleg zu überführen, ab. "Das ist ein falsches Signal und eine nicht notwendige Regelung, die keineswegs die Qualität der Promotionen sichert, sondern die bestehende hohe Qualität der Promotionen in Nordrhein–Westfalen in Zukunft ohne Grund verwässert", erklärte der Vorsitzende des DHV im Landesverband Nordrhein–Westfalen, Professor Dr. Christian von Coelln. "Das Promotionsrecht muss Alleinstellungsmerkmal der Universitäten und ihr gleichstehender Hochschulen bleiben."
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=9975