6. BAföG–Fördersätze müssen erhöht werden
Der Referentenentwurf des BMBF für die Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes liegt vor. Ab Wintersemester 2019/2020 sollen die Verbesserungen durch das 26. BAföGÄndG unter anderem den Rückgang der Zahl der BAföG–Geförderten stoppen und die Mittel an die gestiegenen Lebenserhaltungskosten für Studierende anpassen. Die Einkommensfreibeträge werden dafür in 2019 um zunächst 7 Prozent und in 2020 um 3 Prozent sowie in 2021 um weitere 6 Prozent angehoben.
Die Bedarfssätze sollen jeweils zu Beginn des Wintersemesters 2019 um 5 Prozent und 2020 um 2 Prozent angehoben werden. Der Wohnzuschlag für auswärts wohnende Studierende beträgt dann 325 Euro. Zudem soll stärker als bisher die Angst vor Verschuldung aufgefangen werden, indem eine etwaige Restschuld nach 20 Jahren verfällt. Für Studierende steigt der Vermögensfreibetrag von 7.500 Euro auf künftig 8.200 Euro.
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Nach Ansicht des Deutschen Studentenwerks (DSW) müssen die BAföG–Fördersätze für Studierende stärker angehoben werden, als von der Bundesregierung derzeit geplant, um die immer höheren Ausgaben der Studierenden abdecken zu können. Grundlage für die Forderung ist eine neue Studie, die das Deutsche Studentenwerk beim Forschungsinstitut für Bildungs– und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin beauftragt hat.
Im Vergleich zu einer Vorgänger–Studie von 2017, die damals auf Daten aus den Jahren 2012 und 2013 basierte, seien in den Jahren 2012 bis 2016 die Gesamtausgaben zum Beispiel für alleine, in einer WG oder einem Wohnheim lebende, unter 25–jährige Studierende seitdem im Schnitt um bis zu 18 Prozent gestiegen. Für Studierende, die zu den 15 Prozent mit den geringsten Einnahmen gehören, sogar um bis zu 31 Prozent. Überproportional stark angestiegen sind die Ausgaben für Miete (um bis zu 55 Prozent), Gesundheit (um bis zu 41 Prozent) und Fahrtkosten (um bis zu 38 Prozent).
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Zur Studie von FiBS
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