7. KMK: Vorschlag für Studienplatzvergabe im Zentralen Vergabeverfahren für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie
Die Kultusministerkonferenz hat einen Entwurf für die Neuregelung der Vergabe von Studienplätzen im Zentralen Vergabeverfahren vorgelegt. In das Zentrale Vergabeverfahren sind die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie einbezogen. Die nach Abzug von Vorabquoten verbleibenden Studienplätze an jeder Hochschule werden – bei zukünftiger Abschaffung der Wartezeitquote – nach neu geordneten Hauptquoten vergeben. Die Abiturbestenquote wird dabei von 20 auf 30 Prozent erhöht. Neu eingeführt wird eine "zusätzliche Eignungsquote" im Umfang von 10 Prozent. Sie eröffnet Bewerber(inne)n Chancen unabhängig von den im Abitur erreichten Noten. Für die Auswahl kommen hier nur schulnotenunabhängige Kriterien in Betracht. Übergangsweise wird bei Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin in dieser Quote für einen Zeitraum von zwei Jahren und mit abnehmendem Gewicht die Wartezeit ergänzend neben anderen Auswahlkriterien berücksichtigt.

Das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) bleibt im bisherigen Umfang von 60 Prozent erhalten. Hochschulen müssen künftig neben der Abiturnote mindestens ein schulnotenunabhängiges Auswahlkriterium berücksichtigen, bei Medizin mindestens zwei. Ein fachspezifischer Studieneignungstest für Medizin wird als verbindliches Kriterium für die Auswahlentscheidung vorgegeben.
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Baden–Württemberg will die landesrechtlichen Spielräume nutzen, um die Allgemeinmedizin zu stärken, heißt es in einer Pressemeldung.
„Das neue Verfahren eröffnet geeigneten und motivierten Bewerberinnen und Bewerbern vielfältige Chancen auf einen Studienplatz. Es ermöglicht die Auswahl einer Studierendenschaft, die den unterschiedlichen Anforderungen und Fachrichtungen gerecht wird – in der Medizin etwa vom Praktischen Arzt bis zum Forscher. Und es belässt uns die notwendigen Spielräume, flexibel auf Weiterentwicklungen und Schwerpunktsetzungen zu reagieren. Ich denke hier insbesondere an die Allgemeinmedizin“, sagt Baden–Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.
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