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| Das Bundeskabinett hat den 18. Bericht zum Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) verabschiedet, der die Entwicklung der Ausbildungsförderung in dem Zeitraum 2005 bis 2008 analysiert. Nachdem die Zahl der Geförderten in den Jahren 2006 und 2007 gesunken war, stieg sie im Jahr 2008 auf insgesamt 333.000 an. Zugleich erhöhten sich die durchschnittlichen monatlichen Fördersätze von 375 auf 398 Euro monatlich. Auch der Anteil weiblicher BAföG–Empfänger, der bei Studierenden zuletzt 54 Prozent und bei Schülern sogar 62 Prozent betrug, hat sich vergrößert.
Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6532 Bildungsministerin Schavan kündigte die Vorlage eines Gesetzentwurfs mit Anpassungen der BAföG–Sätze für den Herbst dieses Jahres an. Dabei sollen die Freibeträge um drei Prozent die Bedarfssätze um zwei Prozent angehoben werden. Darüber hinaus sind auch strukturelle Änderungen vorgesehen: Die Erhöhung des Eintrittsalters für den Beginn eines Masterstudiums soll auf 35 Jahre angehoben werden. Damit sollen die Studierenden ermutigt werden, den frühen berufsqualifizierenden Bachelor–Abschluss für den Berufseinstieg zu nutzen, ohne sogleich die Chance auf Förderung eines später aufgenommenen Masterstudiums zu verlieren. Zudem soll künftig der Nachweis von Leistungspunkten nach dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) auch für das Ausbildungsförderungsrecht genügen. Bildungsministerin Schavan hob hervor, dass das geplante nationale Stipendienprogramm nicht zu Lasten des BAföG gehen werde: "Bei der Förderung der Studierenden setzen wir auf einen Dreiklang aus BAföG, Stipendien und Bildungsdarlehen. Junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien werden sich auch künftig auf ausreichende finanzielle Unterstützung durch das BAföG verlassen können." Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6533 Das CHE begrüßt prinzipiell die Anhebung der BAföG–Fördersätze, hält aber eine finanzielle Erhöhung allein nicht für ausreichend. Vielmehr muss eine strukturelle Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen eines modernen Hochschulsystems und an gesellschaftliche Zielstellungen erfolgen. An verschiedenen Stellen ‚klemmt‘ es mit dem BAföG, denn es hat mit den Entwicklungen im Hochschulsystem nicht Schritt gehalten. Nötig ist eine umfassende strukturelle Anpassung an das Bachelor–Master–System und an gesellschaftliche Zielstellungen – mit einem "neuen" BAföG könnten etwa gezielt Anreize für ein Studium gesetzt werden. Ansatzpunkte für eine grundlegende strukturelle Reform zeigt die CHE–Studie "Neue Wege für das BAföG" auf. Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6513 Neben einer grundlegenden Überprüfung der BAföG–Berechtigungskriterien spricht sich der RCDS (Ring Christlich–Demokratischer Studenten) auch für ein elektronisches Antragsverfahren aus. "Es kann nicht sein, dass wir im Zeitalter des Web 2.0 noch immer auf die Zettelwirtschaft und die damit verbundene lange Wartezeit und Fehlerhäufigkeit der Landesbehörden angewiesen sind. Es bleibt also viel zu tun für die nächste BAföG–Reform", so Gottfried Ludewig vom RCDS Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6514 Der studentische Dachverband fzs (Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften) reagiert enttäuscht auf die Ankündigungen Schavans: "Eine Erhöhung der Bedarfssätze von zwei Prozent gleicht noch nicht mal die Inflation seit der letzten Änderung im Januar 2008 aus. Die Erhöhung der Freibeträge um drei Prozent wird die Zahl der BAföG–Berechtigten nicht merklich erhöhen, sondern bestenfalls verhindern dass Kinder aus Familien mit einem Einkommen an der Freibetragsgrenze ihren Anspruch verlieren." Link: http://www.che.de/newsletter/link.php?linkid=6515 |
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