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News vom 29.05.2009

Studierende profitieren von der Finanzkrise – Studienkredite werden günstiger

Die aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten haben bei einigen Studienkredit-Angeboten zu deutlich gesunkenen Zinssätzen geführt. Zu diesem Ergebnis kommt der vierte CHE-Studienkredit-Test, der 33 Studiendarlehen vergleicht und aus Kundensicht bewertet.
[Bitte beachten Sie aufgrund der Vielzahl telefonischer Anfragen folgenden Hinweis: eine individuelle Beratung zu Studienfinanzierungsfragen ist uns leider nicht möglich. Für eine seriöse Hilfestellung ist ein umfassender Einblick in die jeweilige Situation nötig, dies ist in einem kurzen Telefonat nicht leistbar.
Alle relevanten Informationen haben wir aber hier gebündelt aufbereitet. Der CHE-Studienkredit-Test bewertet alle bekannten Angebote und ermöglicht Ihnen, eine angemessene Entscheidung zu treffen.]

Lediglich drei Anbieter, die Deutsche Kreditbank, die PSD-Bank und die VR-Bank Rothenburg ob der Tauber, haben gegen den Trend die Zinsen erhöht. Die Deutsche Bank und die Dresdner Bank haben keine Zinsanpassung vorgenommen. Insbesondere das Angebot der KfW, die Studienbeitragsdarlehen der Länder und die Kreditmodelle einiger regionale Anbieter (Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken) sind von den Kosten her allerdings deutlich attraktiver als noch vor einem Jahr.

Projektleiter Ulrich Müller: "Die Finanzkrise hat, anders als vereinzelt befürchtet, keine negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Studienkrediten in Deutschland. Es ist weder eine zurückhaltende Vergabe von Studienkrediten noch eine Verschärfung der Auswahlverfahren festzustellen. Im Gegenteil führt die Finanzkrise vielfach zu günstigeren Konditionen."

Eine aktuelle Auswirkung ergab sich jedoch nach Abschluss der Erhebung. "Laut einer Pressemitteilung vom 28. Mai 2009 hat die Deutsche Bildung Gruppe für drei Gesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt. Sie gibt aber an, die bereits geförderten Studierenden seien nicht betroffen und Bewerbungen weiter möglich," ergänzt Müller.

Ulrich Müller warnt davor, Studienkredite ausschließlich unter Kostengesichtspunkten zu bewerten: "Entscheidend ist nicht nur der Zinssatz." Die unterschiedlich ausgestalteten Kreditangebote sind für verschiedene "Studierendentypen" unterschiedlich attraktiv. Wer beispielsweise besonderen Wert auf Flexibilität legt oder ein Auslandsstudium plant, muss eventuell höhere Zinssätze in Kauf nehmen.

Die Finanzierung eines kompletten Auslandsstudiums ist nur bei wenigen Anbietern möglich. Bundesweit sehen u.a. CareerConcept, Deutsche Bildung, Deutsche Kreditbank und Dresdner Bank (nur für deutsche Staatsangehörige und nur für bestimmte Zielländer) diese Möglichkeit vor. Immerhin zeigen sich hier einige lokale Banken flexibel (nach eigener Angabe die Bad Waldseer Bank, Raiffeisenbank Lohr am Main, Sparkasse Herford, Sparkasse zu Lübeck sowie die Nord-Ostsee-Sparkasse - letztere aber nur bei Bestandskunden). Bei der Sparkasse Dortmund und der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig ist eine Lösung in Einzelabsprache möglich. Die Finanzierung von ein oder zwei Auslandssemestern ohne parallele Immatrikulation in Deutschland ist dagegen in den meisten Fällen möglich, häufig sogar mit der Möglichkeit zusätzlicher Auszahlungen.

Insgesamt hatten die Anbieter von Studienkrediten, -fonds oder -darlehen im Jahr 2008 über 60.000 Vertragsabschlüsse zu verzeichnen. Allein Nordrhein-Westfalen hat 2008 über 17.000 Studienbeitragsdarlehen neu vergeben. Bei den bundesweiten Angeboten verzeichnet der KfW-Studienkredit die stärkste Nachfrage, er wurde 2008 über 15.000 Mal neu in Anspruch genommen. Der "Bildungskredit" des Bundesverwaltungsamtes wurde ebenfalls über 12.000 Mal zur Finanzierung des Studienabschlusses genutzt.

Eine Lücke im Angebot sieht Ulrich Müller bei aller Vielfalt aber dennoch: "Es fehlt ein maßgeschneidertes Modell für Weiterbildungsstudiengänge". Viele Anbieter sehen zwar prinzipiell auch eine Förderung z.B. eines MBA vor, allerdings ist das vorgegebene Finanzvolumen meist nicht ausreichend für die anfallenden höheren Studiengebühren und die (z.B. aufgrund einer Familie) gewachsenen Lebenshaltungskosten. Ulrich Müller: "In Bezug auf weiterbildende und berufsbegleitende Studiengänge hält leider kein Anbieter ein überzeugendes, profiliertes Kreditmodell bereit."

Der CHE-Studienkredit-Test 2009 listet als Entscheidungshilfe die wesentlichen Konditionen auf und weist auch auf versteckte Haken und Ösen hin. Kernergebnisse präsentiert auch die Financial Times Deutschland in ihrer Ausgabe vom 29. Mai 2009.


Weitergehende Informationen finden Sie in der angegebenen Publikation.

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Ulrich Müllermehr
Telefon: 05241 9761-56
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Ulrich.Mueller@che.de
 
Eine telefonische Beratung zu individuellen Studienfinanzierungsfragen ist leider nicht möglich. Alle relevanten Informationen finden Sie aber hier leicht verständlich zusammengefasst.
 
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