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Pressemitteilung vom 17.02.2017

EU-Projekt zum dualen Studium in Afrika gestartet

Mit einem zweitägigen Workshop an der Donau-Universität Krems/Österreich startete jetzt ein EU-Projekt, welches den Aufbau und die Weiterentwicklung dualer Studiengänge in Südafrika und Mozambique befördern soll. Ein 40-köpfiges Team aus 16 europäischen und afrikanischen Partnerorganisationen wird in den kommenden drei Jahren unter dem Titel “LaTFURE – Learning and Teaching Tools Fuelling University Relations with the Economy in Mozambique and South Afrika” gemeinsam daran arbeiten. Hauptziel ist, die institutionellen und staatlichen Rahmenbedingungen für eine enge Verzahnung von akademischer und beruflicher Bildung in den beiden afrikanischen Ländern zu reflektieren und zu verbessern.

Aus Deutschland beteiligt sich an dem internationalen Vorhaben neben dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) auch die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Als weitere europäische Partner fungieren die finnische Universität Tampere, die österreichische Fachhochschule (FH) Joanneum in Graz und die Donau-Universität Krems, eine ausschließlich auf Weiterbildungsstudiengänge spezialisierte Einrichtung, welche auch die Gesamtkoordination des Konsortiums übernommen hat. Auf afrikanischer Seite arbeiten vor allem Universitäten mit wie beispielsweise die Eduardo Mondlane University und die Unversity of Zambese in Mozambique oder die University of the Western Cape und die University of Limpopo in Südafrika.

Bei dem Auftaktworkshop am 13./14. Februar 2017 in Krems wurden zunächst vor allem die unterschiedlichen wirtschaftlichen und bildungspolitischen Verhältnisse deutlich. Das zeigte nicht nur ein Vergleich zwischen den europäischen und afrikanischen Partnerorganisationen, sondern auch zwischen Südafrika und Mozambique. So verfügt Südafrika bereits über eine breite Palette an Angeboten, die eine Berufsausbildung mit einem Studium oder eine Berufstätigkeit mit einer wissenschaftlichen Weiterbildung kombinierbar machen. Demgegenüber steht Mozambique hier noch am Anfang. Eine wesentliche Herausforderung des LaTFURE-Projekts wird deshalb darin bestehen, Lösungen zu generieren, die zu den unterschiedlichen Gegebenheiten passen. Dazu gehört auch die Bildung gemeinsamer Begriffsdefinitionen. So lässt sich das vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitete Verständnis vom „dualen Studium“ nicht ohne weiteres auf den internationalen Kontext übertragen. Sowohl in anderen Ländern Europas als auch in Afrika ist dieser Begriff häufig sehr viel weiter gefasst. Hier ist eher „professional higher education“ gemeint, also die Verbindung von Theorie und Praxis im Studium oder lebenslanges Lernen in Form von Fortbildungsprogrammen.

Bis zum Frühjahr 2020 wird der europäisch-afrikanische Verbund eine Fülle von Aktivitäten umsetzen. Dazu gehören u.a. Workshops mit Vertreter(inne)n aus Wirtschaft, Politik und Hochschulen in Mozambique und Südafrika, ein internationales Benchmarking sowie die Entwicklung von Angebotskonzepten, Lehrmethoden sowie die Schulung von Lehrkörpermitgliedern. Das CHE hat in diesem Rahmen die Federführung bei der Erarbeitung von Qualitätsstandards übernommen, welche Modelle aus Europa auf die Anforderungen der afrikanischen Partnerländer hin modifiziert. Das LaTFURE-Projekt wird aus dem EU-Programm Erasmus+ in der Sektion „Capacity Building in the field of Higher Education“ gefördert.



Am 13./14. Februar 2017 trafen sich Vertreter(innen) aus 16 afrikanischen und europäischen Partnerorganisationen im österreichischen Krems zum Kick-Off des LaTFURE-Projekts.


Projekt zu dieser Pressemitteilung
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Ansprechpartnerin
Sigrun Nickel
Sigrun Nickelmehr
Telefon: 05241 9761-23
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: sigrun.nickel@che.de
 
Assistenz:
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Telefon: 05241 9761-42

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