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News vom 29.06.2016

Zahl der Studienkredite nimmt deutlich ab

Die Zahl der 2015 abgeschlossenen Studienkreditverträge ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent gesunken. Das mögliche Kreditvolumen wird von Studierenden dabei ohnehin nur selten ausgeschöpft. Der Studienkredit-Test 2016 des CHE Centrum für Hochschulentwicklung hat 39 Angebote analysiert und zeigt, worauf Studierende bei der Angebotswahl achten sollten.

Bei einer Finanzierungslücke im Studium, die durch BAföG, Stipendien oder Nebenjob nicht gedeckt werden kann, helfen Studienkredite oder Bildungsfonds. Nachdem die Kundenzahlen über Jahre hinweg kontinuierlich wuchsen, machen aktuell weniger Studierende in Deutschland von dieser Möglichkeit Gebrauch. 2015 betrug die Anzahl der neu abgeschlossenen Studienkreditverträge rund 53.000, ein Rückgang von fast 6.000 gegenüber dem Vorjahr. Für das dominierende Angebot, den KfW-Studienkredit, bedeutet das ein Minus von rund 10 Prozent.

„Angesichts der weiterhin steigenden Studierendenzahlen ist es bemerkenswert, dass die Nutzungszahlen bei Studienkrediten insgesamt deutlich zurückgehen“, sagt Ulrich Müller. Der Leiter des Bereichs politische Analysen beim CHE sieht hier ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: „An der BAföG-Erhöhung kann es nicht liegen; die greift erst im Herbst. Ein Grund könnten aber die vorgenommenen Flexibilisierungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen, etwa bei den Anwesenheits- oder Regelstudienzeiten, sein. Vielleicht ziehen doch viele Studierende den Nebenjob der Verschuldung vor.“

Zudem beobachtet der Studienkredit-Experte generell einen zurückhaltenden und weitsichtigen Umgang der Studierenden beim Thema Schulden. So liegt das durchschnittlich beanspruchte Kreditvolumen beim Marktführer, dem KfW-Studienkredit, bei 521 Euro von möglichen 650 Euro monatlich.

Große Sorgen um die Qualität der Angebote müssen sich Studierende laut dem aktuellen CHE Studienkredit-Test 2016 nicht machen. Unter den 39 untersuchten Studienkrediten, Studiendarlehen und Bildungsfonds erreichten viele Spitzenergebnisse in mehreren der fünf Bewertungskategorien (Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität).

Dennoch rät Ulrich Müller genau zu prüfen, welches Angebot am besten zu den individuellen Anforderungen passe. „Bei manchen Anbietern wird z.B. der Zinssatz der Rückzahlungsphase erst nach dem Studium vereinbart. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Absolvent aber nicht gerade in einer komfortablen Verhandlungsposition, denn die Rückzahlungsverpflichtung besteht ja bereits.“ Der CHE-Experte empfiehlt daher, bereits bei Vertragsabschluss Klarheit über die Rückzahlungsmodalitäten zu schaffen. Immerhin beziehe sich der Zinssatz für die Rückzahlungsphase auf die gesamte bis dahin ausgezahlte Darlehenssumme – und die Rückzahlung dauere in der Regel deutlich länger als die Auszahlung.

Über den CHE-Studienkredit-Test
Der CHE-Studienkredit-Test 2016 entstand in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt und erscheint in diesem Jahr in seiner elften Auflage. Er bewertet anhand von 21 Kriterien Vor- und Nachteile von 39 aktuell verfügbaren Studienkreditangeboten. Datenbasis sind Selbstauskünfte der Anbieter. Mit seinen zahlreichen Detailinformationen bietet er eine transparente Marktübersicht für Studierende und Studieninteressierte. Zusätzlich kann man anhand von Tabellen eine eigene Bedarfskalkulation erstellen. Der CHE-Studienkredit-Test ist frei verfügbar unter www.che-studienkredit-test.de


Weitergehende Informationen finden Sie in der angegebenen Publikation.

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