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News vom 18.04.2016

Neue wissenschaftliche Begleitung des Bund-Länder-Programms „Offene Hochschulen“ nimmt Arbeit auf

Das CHE ist Mitglied eines Konsortiums, welches im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Hochschulprojekte im gesamten Bundesgebiet bei ihrem Bemühen unterstützt, eine größere Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu schaffen. Die Gesamtleitung übernimmt die FernUniversität in Hagen. Weitere Partner sind die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und die Technische Universität Dortmund. Die neue wissenschaftliche Begleitung startete jetzt mit einem Auftaktworkshop ihre Arbeit, welche zunächst bis Sommer 2019 befristet ist.

Die beteiligten vier Institutionen sollen die im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ finanziell geförderten 73 Projekte zum Lebenslangen Lernen in den kommenden drei Jahren wissenschaftlich fundiert beraten und durch eigene Forschung anwendungsorientiertes Know-how zur Verfügung stellen. Die betrifft vor allem den Umgang mit heterogenen Zielgruppen von Studierenden, den Aufbau berufsbegleitender Studiengänge und Studienmodulen sowie unterstützender Angebote und schließlich die Schaffung von Strukturen für die nachhaltige Implementierung der entwickelten Angebote nach Ende der Pilotphase. Darüber hinaus beobachtet und erforscht das Team der wissenschaftlichen Begleitung aus unterschiedlichen Perspektiven die nationalen sowie internationalen Entwicklungen des Lebenslangen Lernens an Hochschulen und speist die Analysen in die Projekte ein.

Im Rahmen ihrer Arbeit identifiziert die wissenschaftliche Begleitung auch Herausforderungen und Barrieren sowie Chancen und Potenziale der entwickelten Konzepte und Formate an den beteiligten Hochschulen. Daraus ergeben sich Vorschläge, wie Lebenslanges Lernen an Hochschulen auf hochschulpolitischer, organisationaler und hochschuldidaktischer Ebene nachhaltig implementiert werden kann.

Folgende Aufgaben stehen im Mittelpunkt der Arbeit der wissenschaftlichen Begleitung:
• wissenschaftliche Beratung und Begleitung der Förderprojekte sowie Sicherung des Informationsaustauschs mit und zwischen den Projekten;
• eigene begleitende Forschungsarbeit zu relevanten Fragestellungen der Projekte und
• Aufbereitung der Ergebnisse für die Förderprojekte, weitere relevante Stakeholder und die interessierte Fachöffentlichkeit.

Die Ergebnisse und Erfahrungen, die gesammelt werden, sollen über den Wettbewerb hinaus einen wichtigen Beitrag zur Profilbildung von Hochschulen hin zu Institutionen des Lebenslangen Lernens leisten – und damit zur Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems beitragen.




Teilnehmer(innen) des Kick-Off-Meetings von FernUniversität Hagen, CHE, TU Dortmund und Universität Oldenburg (Foto: Anja Wetter )

Das Konsortium der wissenschaftlichen Begleitung vereint sowohl Bildungs- als auch Hochschulforschung und bringt viel Expertise in der praktischen Beratung von Hochschulen und ihren Mitgliedern mit. Neben jahrelanger Erfahrung durch die eigene Arbeit mit neuen Zielgruppen von Hochschulen verfügen die beteiligten Institutionen über internationale Kontakte, die für die bildungspolitische Einbettung des Wettbewerbs von Vorteil sind.

Zudem ist das thematische Spektrum der Beruflichen Bildung in die wissenschaftliche Begleitung eingebunden. Damit werden die berufliche und wissenschaftliche Weiterbildung näher aneinander herangeführt, da diese Aspekte in vielen Projekten des Wettbewerbs ineinander greifen. Die auf entsprechenden Forschungsprojekten basierenden Erfahrungen der wissenschaftlichen Begleitung im Umgang mit der Studierendengruppe der beruflich Qualifizierten, können so allen Förderprojekten der ersten und zweiten Wettbewerbsrunde zur Verfügung gestellt werden.

Das nunmehr beauftragte Team unter Leitung von Prof. Dr. Ada Pellert, Prof. Dr. Uwe Elsholz und Dr. Eva Cendon (alle FernUniversität) knüpft an die Arbeit der bisherigen wissenschaftlichen Begleitung (bis Ende 2015 bestehend aus der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Deutschen Universität für Weiterbildung) an. Dr. Sigrun Nickel (CHE) wird mit ihrem Team vor allem das Themenfeld „Heterogenität neuer Zielgruppen“ sowie das Monitoring der geförderten Hochschulprojekte betreuen. Das Team von Prof. Dr. Uwe Wilkesmann (TU Dortmund, Direktor des Zentrums für Hoch-schulBildung), wird insbesondere die wissenschaftliche Expertise zu den Themen Governance der akademischen Lehre, Hochschulen als Organisation und Weiterbildungsmanagement in die wissenschaftliche Begleitung einbringen. Das Team der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, vertreten durch Dr. Annika Maschwitz und Prof. Dr. Karsten Speck, wird die Aktivitäten des Netzwerks Offene Hochschulen unterstützen und zu den Themen Nachhaltigkeit und Transfer der Projektergebnisse tätig. Durch diese Partnerkonstellation wird bei gleichzeitiger partieller Kontinuität des bisherigen wissenschaftlichen Begleitung sichergestellt, dass die Förderprojekte weiterhin bestmöglich unterstützt und begleitet werden.

Bund und Länder haben im Jahr 2008 die Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ gestartet – mit dem Ziel, die Bildungschancen aller Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Der Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ mit einer Laufzeit von 2011 bis 2020 ist Teil davon. Ziel ist es, Konzepte für berufsbegleitendes Studieren und lebenslanges, wissenschaftliches Lernen besonders für Berufstätige, Personen mit Familienpflichten sowie Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer zu för-dern. Außerdem soll eine engere Verzahnung von beruflicher und akademischer Bildung erreicht und neu-es Wissen schnell in die Praxis integriert werden. Diese Intention soll durch eine entsprechende methodisch-didaktische Ausgestaltung innovativer Studienangebote unter Verwendung von modernen Medienkonzepten und einer entsprechend zeitlichen Organisation voran gebracht werden.


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Ansprechpartnerin
Sigrun Nickel
Sigrun Nickelmehr
Telefon: 05241 9761-23
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: sigrun.nickel@che.de
 
Assistenz:
Petra Bischofmehr
Telefon: 05241 9761-42

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