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News vom 16.10.2013

Umfassende „Bundesstudienförderung“ statt kleinteiliger BAföG-Reform

Eine große Koalition wird immer wahrscheinlicher. Alle daran beteiligten Parteien streben eine BAföG-Reform an. Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung hält jedoch punktuelle Änderungen allein für unzureichend. Die Lösung ist nach Ansicht des CHE eine „Bundesstudienförderung“, die die isolierten Instrumente der Studienfinanzierung unter einem Dach zusammenführt.

Das bisherige System der Studienfinanzierung in Deutschland ist kompliziert und zersplittert: Zu den staatlichen Instrumenten zählen BAföG, KfW-Studienkredit, Abschlussdarlehen des Bundesverwaltungsamtes, Deutschlandstipendium, Stipendien der Begabtenförderwerke und Beitragsdarlehen der Länder. Hinzu kommen indirekte Förderungen wie Kindergeld oder Kinderfreibeträge.

„Dieses komplexe und intransparente Finanzierungssystem benachteiligt insbesondere Studieninteressierte mit bildungsfernem Hintergrund“, konstatiert CHE-Projektleiter Ulrich Müller. „Immer neue staatliche Finanzierungsinstrumente sind hinzugekommen, diese sind aber bis heute überhaupt nicht aufeinander abgestimmt, schließen sich zum Teil sogar gegenseitig aus. Die kommende Regierung sollte dafür sorgen, dass wieder ein Gesamtbild erkennbar ist.“





Videoclip

Das Durcheinander der jeweils nur für bestimmte Zielgruppen oder bestimmte Studienphasen geltenden Finanzierungsangebote möchte das CHE Centrum für Hochschulentwicklung mit seinem Modell der „Bundesstudienförderung“ beenden. Ziel ist ein konsistentes Gesamtsystem staatlicher Studienförderung, wie es beispielsweise bereits in den 80er Jahren in den Niederlanden eingeführt wurde.



Die Kernidee: Bislang indirekte staatliche Unterstützung wie Kindergeld oder Kinderfreibeträge fließen in einen pauschalen Sockelbetrag, der unabhängig vom Einkommen der Eltern zeitlich befristet direkt an alle Studierenden ausgezahlt wird. Zusätzlich werden Zuschüsse nach Einzelfallprüfung vergeben. Diese stellen, wie der Zuschussteil beim bisherigen BAföG, eine staatliche Förderung ohne Rückzahlungsverpflichtung für bestimmte Zielgruppen dar, etwa für Bedürftige und Studierende mit Kindern. Als dritter und letzter Teil der "Bundesstudienförderung" ist ein flexibler Darlehensteil vorgesehen. Dieser kann je nach der speziellen Lebenssituation (Auslandsaufenthalt, Verlängerung des Studiums, Zweitstudium) beansprucht werden.


Weitergehende Informationen finden Sie in den angegebenen Publikationen.

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Ansprechpartner
Ulrich Müller
Ulrich Müllermehr
Telefon: 05241 9761-56
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Ulrich.Mueller@che.de
 
Assistenz:
Anita Schmitzmehr
Telefon: 05241 9761-41

Link
Das Modell der "Bundesstudienförderung" als Erklärvideo auf YouTubemehr

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