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News vom 11.06.2013

Studienkredite in Deutschland: „Nicht alles Gold, was glänzt“

Insgesamt 850 Millionen Euro stehen in Deutschland für Studienkredite zur Verfügung. Das ist ein Ergebnis des aktuellen CHE-Studienkredit-Tests 2013. Er zeigt auch auf, worauf Studierende achten sollten, bevor sie einen Studienkredit-Vertrag unterschreiben.

Kein Stipendium in Sicht, die BAföG-Förderung ist ausgeschöpft, ein Nebenjob ist neben dem Studium nicht leistbar und die Unterstützung durch die Eltern hat auch ihre Grenze erreicht? In einer solchen Situation schließen pro Jahr 50.000 Studierende einen Studienkredit-Vertrag neu ab, um trotz finanzieller Engpässe einen erfolgreichen Studienabschluss sicherzustellen.

Insgesamt stehen in Deutschland ungefähr 850 Millionen Euro für Studienkredite zur Verfügung. Sie werden bereitgehalten von staatlichen Anbietern, Studentenwerken, bundesweit tätigen Banken, regional verankerten Sparkassen und Volks-/Raiffeisenbanken sowie Bildungsfonds. Am beliebtesten sind, mit weitem Abstand, zwei staatliche Angebote: Die Hälfte aller Vertragsabschlüsse entfiel 2012 auf den KfW-Studienkredit, der mit maximal 650 Euro pro Monat jetzt auch Zweitstudiengänge, Weiterbildung und Promotionsvorhaben finanziert. 19.000 Abschlüsse verzeichnete der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes, der in fortgeschrittenen Studienphasen einen Abschluss ermöglichen soll.

Die verschiedenen Studienkredit-Angebote unterscheiden sich bei Zinssätzen zwischen 1,33 % und 8,90 % (effektiv) nicht nur auf der Kostenseite deutlich, sie sprechen auch ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Ulrich Müller, Projektleiter beim Centrum für Hochschulentwicklung: „Bei Studienkrediten ist nicht alles Gold, was glänzt. Interessierte sollten genau prüfen, ob die angebotenen Konditionen zu den individuellen Bedürfnissen passen und das Kleingedruckte sehr sorgfältig studieren.“

Der Zinssatz der Rückzahlungsphase etwa wird bei manchen Anbietern erst nach dem Studium vereinbart. Die Deutsche Bank sowie die Sparkassen Essen, Herford, Leipzig, Lübeck und Bodensee lassen die Rückzahlungsmodalitäten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses offen und legen die Zinshöhe erst bei Fälligkeit des Kredits fest. Der Zinssatz für die Rückzahlungsphase ist allerdings eine entscheidende Stellschraube: Er bezieht sich auf die gesamte bis dahin ausgezahlte Darlehenssumme, und die Rückzahlung dauert deutlich länger als die Auszahlung Ulrich Müller: „Hier braucht ein Kreditnehmer von Anfang an Klarheit und Sicherheit. Nach dem Studienabschluss sollten Absolventen sich auf den Berufseinstieg konzentrieren können.“

Der CHE-Studienkredit-Test 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt erarbeitet und veröffentlicht. Er bewertet anhand von 21 Kriterien Vor- und Nachteile der existierenden Studienkredit-Angebote für verschiedene Zielgruppen. Er dient v.a. interessierten Studierenden und Studieninteressierten als Entscheidungshilfe, schafft darüber hinaus aber auch eine Transparenz des Studienkreditmarkts für alle Beteiligten.


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