Kanzler deutscher und österreichischer Hochschulen beraten über das Thema FinanzplanungAn der Justus-Liebig-Universität sind am 2. und 3. Februar Kanzlerinnen und Kanzler deutscher und österreichischer Hochschulen zur Tagung „Rücklagenmanagement und Liquiditätssteuerung: Finanzen planen - Hochschulautonomie nutzen“ zusammengekommen. Die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmenden wurde gemeinsam von der Gießener Universität, dem bundesweiten Kanzlerarbeitskreis Fortbildung und dem CHE Gemeinnützigen Centrum für Hochschulentwicklung organisiert. Der Gießener Anzeiger berichtet über die Tagung.
CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele betont gegenüber der Zeitung, dass neue Herausforderungen die Handlungsfähigkeit der Hochschulen immer wieder in Gefahr bringen, ein Beispiel seien die doppelten Abiturjahrgänge, die jetzt an die Hochschulen strömen.
„Hochschulen müssen im Management professionell aufgestellt sein“, lautet Ziegeles Forderung. Denn „Finanzmittel sollen so eingesetzt werden, dass sie der Qualität von Forschung und Lehre dienen.“ Schon jetzt ist für Transparenz gesorgt: „Jedes Vierteljahr geht ein Bericht an das Ministerium, so dass das Land jederzeit mitbekommt, wie die finanzielle Lage ist“, berichtet Michael Breitbach. Wie Dr. Rainer Ambrosy, Kanzler der Universität Duisburg-Essen, anmerkt, lägen Hessen und Nordrhein-Westfalen in puncto Fortschritt bei der Umstellung auf die neue Finanzplanung „mit ganz vorne“, heißt es in dem Artikel.
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"Artikel des Gießener Anzeigers".
Andrea Güttner, Projektmanagerin bei CHE Consult, stellte auf der Tagung erste Ergebnisse einer Umfrage zu Finanzplanung und Rücklagenmanagement an Hochschulen vor. „Der Stellenwert von Rücklagenmanagement und mehrjähriger Finanzplanung ist an den Hochschulen als hoch zu bezeichnen. Allerdings werden die eigenen Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung von Rücklagenmanagement und Finanzplanung als wesentlich verbesserungswürdig angesehen, sowohl was den Grad der Autonomie als auch die Sicherheit der Landesfinanzierung anbetrifft“, machte Güttner deutlich. Die Ergebnisse, die in eine Studie mündet werden im Oktober 2012 veröffentlicht.
Informationen zur Tagung und die Vorträge finden Sie unter der Rubrik "Veranstaltungen".
Das CHE bietet mit seinem "Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement" ein bundesweites, hochschulübergreifendes Management-Fortbildungsprogramm. Die Tagungen und Workshops für Führungskräfte an Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen sollen diese bei ihren Aufgaben in zunehmend autonomer werdenden Hochschulen unterstützen.
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