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News vom 31.01.2012

CHE und HoF erforschen Karrierewege von Juniorprofessoren

Im Rahmen eines im April 2012 startenden Forschungsprojekts wird das CHE gemeinsam mit dem Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) traditionelle und neue wissenschaftliche Qualifikationswege in Deutschland analysieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Karriereverläufe von Juniorprofessor(inn)en. Zu diesem relativ neuen wissenschaftlichen Qualifizierungsweg liegen bislang nur wenige abgesicherte Erkenntnisse vor. Hier wollen CHE und HoF durch ihre Untersuchung bestehende Forschungslücken schließen. Dabei kooperieren sie eng mit der Deutschen Gesellschaft für Juniorprofessur (DGJ). Finanziell gefördert wird das insgesamt zweieinhalb Jahre laufende Projekt von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Die Bedingungen für eine akademische Karriere in Deutschland werden derzeit kritischer denn je diskutiert. Neben Studienreform und Überlegungen zur Neugestaltung der Promotionsphase stehen auch tradierte Prinzipien der Qualifikation zur Professur seit einigen Jahren auf dem Prüfstand. Die Juniorprofessur sowie die Leitung von Nachwuchsgruppen stellen (neben C1/C2-Auslaufstellen) die einzige Personalkategorie an Hochschulen dar, bei der von einer gezielten Personalentwicklung/-rekrutierung für die zukünftige Besetzung frei werdender bzw. neu begründeter Professuren gesprochen werden kann. Das Projekt realisiert eine umfassende vergleichende empirische Untersuchung der traditionellen und neuen Qua-lifikationswege zwischen Promotion und Professur. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts haben Dr. Sigrun Nickel vom CHE sowie Dr. Anke Burkhardt und Dipl. Soz. Robert Schuster vom HoF Wittenberg.

Ein Hauptaugenmerk wird auf der Frage liegen, inwiefern bedeutende Unterschiede in der Ausgestaltung der verschiedenen Stellenstrukturen für den Hochschullehrernachwuchs bestehen. Ferner wird erforscht, ob es neue Weichenstellungen an Hochschulen bezüglich der Ausgestaltung der neu berufenen Juniorprofessor(inn)en gibt. Insgesamt soll gezeigt werden, welche Vor- und Nachteile sich durch den noch verhältnismäßig neuen Qualifizierungsweg „Juniorprofessur“ ergeben haben und welche Verbesserungsnotwendigkeiten daraus folgen. Die Gendersperspektive sowie der Zusammenhang zwischen Qualifikationswegen und sozialer Herkunft werden sich als Querschnittsthemen durch die gesamte Untersuchung von CHE und HoF ziehen.




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Sigrun Nickel
Sigrun Nickelmehr
Telefon: 05241 9761-23
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: sigrun.nickel@che.de
 
Assistenz:
Vanessa Henrichsmehr
Telefon: 05241 9761-39

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