CHE
     
Über uns
Themen
Personen
Projekte
Publikationen
Jobs / Praktika
Fortbildungen

Dialog
Archiv
CHEck up
CHEckpoint
RSS

Presse
Logo
Pressemitteilungen

News vom 30.09.2011

Forschungsergebnisse zeigen: Bologna-Reform geht in die richtige Richtung

Viel Kritik hat die Umstellung des Studiensystems in deutschen Hochschulen bislang geerntet. In zahllosen Büchern und Artikeln wird der Rückgang der Studienqualität beschworen, ausgelöst durch die Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen. Doch empirisch lässt sich dieses pauschale Negativurteil nicht halten, so das Gesamtfazit einer neuen Publikation, welche das CHE im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt hat.

Unter dem Titel „Der Bologna-Prozess aus Sicht der Hochschulforschung – Analysen und Impulse für die Praxis“ sind 21 Beiträge versammelt, die Einblick in den derzeitigen Stand der nationalen und internationalen Forschung zum umfassendsten Studienreformprojekt in den zurückliegenden 50 Jahren geben. Die Publikation liefert empirische Evidenz, wo bislang subjektive Eindrücke überwogen. Sie leistet damit einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte und gibt zugleich Hinweise zur Verbesserung der Hochschulpraxis.

Der Bologna-Prozess ist weit mehr als eine bloße Studienstrukturreform, nämlich ein tief greifender Organisations- und Personalentwicklungsprozess in Universitäten und Fachhochschulen eingebettet in eine europäische Umbruchsituation. Dies spiegeln auch die fünf Themenschwerpunkte des 293 Seiten starken Bandes wider:
- Deutschland und Europa im Vergleich
- Studiengestaltung und Studierverhalten
- Lehrkompetenz und Kompetenzentwicklung bei Studierenden
- Institutionelle Rahmenbedingungen
- Qualitätsentwicklung und -steuerung

Alles in allem zeigen die Analysen, dass die tatsächliche Studienqualität in deutschen Hochschulen weit besser ist als die kursierenden Meinungen und Stimmungsbilder oft vermuten lassen. Gleichwohl – und auch das belegen die empirischen Ergebnisse in dem Band – gibt es im Zuge der Umstellung auf die Bachelor-/Masterabschlüsse noch eine Reihe problematischer Baustellen. Zu diesen gehören in besonderer Weise der wachsende Druck auf Studierende und Lehrende durch das studienbegleitende Prüfungssystem und die zum Teil noch nicht ausreichende Anpassung der Studieninhalte an die gestufte Studienstruktur. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Auch die durch den Bologna-Prozess ausgelöste Überbürokratisierung ist eine Gefahr. Das betrifft vor allem den Bereich der Qualitätsentwicklung von Lehre und Studium. Dieser hat im Zuge des Bologna-Prozesses zwar erheblich an Gewicht gewonnen, geht aber einher mit einer hohen Regelungsdichte und einem immensen hochschulinternen Aufwand. Die Publikation zeigt hier wirkungsvolle Ansatzpunkte wie z.B. die engere Verbindung von Qualitätssicherung und Hochschuldidaktik, die Gestaltung von Einstiegsphasen für neuberufene Professor(inn)en und der Mittelvergabe. Kritisch reflektiert werden finanzielle Anreize für Hochschullehrer(innen) und andere Verfahren der Qualitätssteuerung.

Die Publikation steht als kostenlose Download-Version zu Verfügung und ist darüber hinaus auch als Print-Version gegen eine Gebühr von 20 Euro + Versandkosten beim W.Bertelsmann Verlag zu bestellen.


Weitergehende Informationen finden Sie in der angegebenen Publikation.

Publikation zu dieser News

Projekt zu dieser News
Druckversion

Ansprechpartnerin
Sigrun Nickel
Sigrun Nickelmehr
Telefon: 05241 9761-23
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: sigrun.nickel@che.de
 
Assistenz:
Petra Bischofmehr
Telefon: 05241 9761-42

Link
CHE Arbeitspapiere beim W. Bertelsmann Verlagmehr

Themen

Projektpartner
BMBFmehr

© CHE Centrum für Hochschulentwicklung 2019Sitemap   Datenschutz  Impressum