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Liebe Leserinnen und Leser,
die HRK spricht sich für eine neue Ausrichtung der Qualitätssicherung in den Hochschulen aus. Im Dschungel der Konzepte Programm– und Systemakkreditierung, institutioneller Akkreditierung und Qualitätsaudit ist es schwer den Überblick zu behalten. Sind das Wortspielereien, Ausdrücke zunehmender Bürokratisierung, oder gibt es wirklich substanzielle Unterschiede? Ich denke die Audit–Idee enthält tatsächlich neue Komponenten, die sie von Akkreditierungsansätzen abheben und dadurch einen Mehrwert schaffen. Wesentlich sind die Stärkung des durch Hochschulen selbst gestalteten Qualitätsmanagements und die Orientierung auf Lern– und Verbesserungsprozesse. Auch die Systemakkreditierung geht in diese Richtung, der Audit–Begriff stellt jedoch die veränderten normativen Grundideen klar. In einem CHE–Positionspapier haben wir die Unterschiede herausgearbeitet.
Mehr zur aktuellen Diskussion in dieser Ausgabe.
Ihr Frank Ziegele
F.Ziegele
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Die Minister und Ministerinnen für Wissenschaft, Forschung und Ausbildung aus 47 europäischen Ländern haben am 27. April 2012 in Bukarest ein weiteres Kommuniqué beschlossen, das dem Hochschulsystem bei der Bewältigung der europäischen Finanzkrise eine besondere Rolle zuweist. Die europäischen Hochschulen sollen in ihrem Bemühen gestärkt werden, kreatives, innovatives und kritisches Denken zu vermitteln und Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) begrüßt diese Absicht und befürwortet ausdrücklich das Ziel, den Zugang zu höherer Bildung sozial gerecht zu erweitern, studierendenzentriertes Lernen voranzutreiben und die Übertragbarkeit und unbürokratische Anerkennung von Studienleistungen im europäischen Hochschulraum durchzusetzen. In diesem Sinne wird die HRK ihre Mitgliedshochschulen motivieren, vermehrt gemeinsame Studiengänge und –abschlüsse mit anderen europäischen Hochschulen anzubieten.
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Aus der BMBF–Meldung:
Ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird die Stärkung der internationalen Mobilität der Studierenden sein. Die Minister haben deshalb die Mobilitätsstrategie 2020 verabschiedet. Darin sprechen sie sich nachdrücklich für eine weitere Umsetzung des Europäischen Hochschulraums aus und betonen die Bedeutung von Mobilität für größere Zukunftschancen junger Erwachsener in Europa. Über die Fortschritte der Strategie soll auf der nächsten Bologna–Konferenz 2015 in Armenien Bilanz gezogen werden. "Wir möchten, dass Studierende ins Ausland gehen, sich dort mit einer anderen Kultur auseinandersetzen, die Sprache des Gastlandes lernen und persönliche Kontakte knüpfen", sagte Helge Braun, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Bundesregierung an der Konferenz teilnahm. "Hierfür müssen wir Bologna noch besser erklären. Und wir müssen noch stärker darauf drängen, dass im Ausland erworbene Leistungen an den heimischen Hochschulen anerkannt werden."
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Kommuniqué von der Tagung in Bukarest
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Die HRK–Mitgliederversammlung hat konkrete Vorschläge für die Gestaltung eines "Institutionellen Qualitätsaudits" gemacht. Sie unterstrich damit die Forderung der HRK nach einer Weiterentwicklung des Akkreditierungssystems in Deutschland.
Durch ein Qualitätsaudit wird beurteilt, ob die Strukturen und Prozesse einer Hochschule geeignet sind, die von ihr selbst gesteckten Qualitätsziele in Lehre und Studium zu erreichen. Im Rahmen eines solchen Audits legen Hochschulleitung sowie Fakultäten und Fachbereiche dar, dass sie gemeinsam die Weiterentwicklung der Qualität in Lehre und Studium konsequent verfolgen. Die tritt HRK dafür ein, die Systemakkreditierung zur Stärkung der Eigenverantwortung der Hochschulen in Richtung auf ein Institutionelles Qualitätsaudit weiterzuentwickeln. Die bisherigen Verfahren der Akkreditierung dagegen seien vorrangig auf die Überprüfung von Mindeststandards gerichtet.
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Ein CHE–Positionspapier ordnet die bisherigen Prüfverfahren von der Programm– und Systemakkreditierung bis zu Qualitätsaudits ein und weist auch auf Punkte hin, die im Ausland zur Qualitätssicherung vorzufinden sind.
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Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Gesetzes zur Flexibilisierung von haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen (Wissenschaftsfreiheitsgesetz) verabschiedet. Die Einrichtungen erhalten damit mehr Eigenständigkeit und Flexibilität in ihrer Wirtschaftsführung.
Die Wissenschaftseinrichtungen sollen Globalhaushalte für den Einsatz ihrer Personal–, Sach– und Investitionsmittel führen können. Verbesserte Handlungsmöglichkeiten gibt es auch für Personalentscheidungen: Drittmittel aus nicht–öffentlichen Quellen dürfen eingesetzt werden, um hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher zu gewinnen oder zu halten. Das Gesetz soll auch das Genehmigungsverfahren bei Unternehmensbeteiligungen beschleunigen. Forschungsbauten sollen zügiger verwirklicht werden können. Hierzu erhalten die Wissenschaftseinrichtungen mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung, wenn sie selbst über den für Baumaßnahmen erforderlichen Sachverstand und ein adäquates Controlling verfügen.
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HRK–Präsident Prof. Dr. Horst Hippler, begrüßt die Pläne für das Wissenschaftsfreiheitsgesetz: Länder müssen beim Ausbau der Autonomie für Hochschulen bei Personal– und Haushaltsentscheidungen, bei Baumaßnahmen und Unternehmensbeteiligungen gleichziehen
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Der Wissenschaftsrat sieht in dem Entwurf ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit von Wissenschaft und Forschung. „Der auf Initiative der Bundesministerin für Bildung und Forschung erarbeitete Gesetzentwurf trägt aus Sicht der Wissenschaftsorganisationen dem Umstand Rechnung, dass in Wissenschaft und Forschung auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor werden“, heißt es in der Pressemeldung.
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Baden–Württemberg: Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält mehr Autonomie durch die Verabschiedung des KIT– Weiterentwicklungsgesetzes im baden–württembergischen Landtag. KIT künftig Dienstherr für seine Beamten und Arbeitgeber für seine Angestellten
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Hessen: BAföG–Anträge zukünftig im Online–Verfahren
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Statistisches Bundesamt: Im Prüfungsjahr 2010 beendeten
309 200 Studierende ein Erst–, Zweit– oder Masterstudium. 39 Prozent erwarben den Hochschulabschluss innerhalb der Regelstudienzeit
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Statistisches Bundesamt: Im Jahr 2010 gaben die deutschen öffentlichen und privaten Hochschulen 41,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus
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Statistisches Bundesamt: Im WS 2010/11 wurden rund 200.400 Promovierende von Professor(inn)en an deutschen Hochschulen betreut. Es promovierten neben den 104.000 immatrikulierten Promotionsstudierenden fast genauso viele weitere Personen, ohne an einer Hochschule eingeschrieben zu sein. Erfolgreich abgeschlossen wurden 2010 insgesamt 25.600 Promotionen
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Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 zeigt: Deutschland weist im Vergleich zu den USA etwa doppelt so viele weltmarktrelevante Patente pro Einwohner auf
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Die Alexander von Humboldt–Stiftung erhöht ihre Stipendienbeträge für Forschungsstipendiaten, die nach Deutschland kommen. Insgesamt erhöhen sich ab dem 1. Dezember die durchschnittlichen Raten für ausländische Postdoktorand(inn)en um rund 18 Prozent und für erfahrene Wissenschaftler(innen) um 29 Prozent
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Erste Bewerbungen über hochschulstart.de möglich
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Studienstiftung schließt Doppelförderung mit Deutschlandstipendium aus
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Uni Hohenheim erstellt Weiterbildungsangebot nach den Wünschen der Studierenden: “Seminar on Demand” mit Hochschulperle ausgezeichnet
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Exzellenz und Chancengerechtigkeit: Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder Fachtagung am 18. und 19. Juni 2012
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In seiner neuesten Berechnung zu den Studienabbrecherzahlen kommt HIS zu sehr unterschiedlichen Abbruchquoten bei den Studienanfängern der Jahrgänge 2006/2007 an Fachhochschulen und Universitäten. Während im Bachelorstudium an den Fachhochschulen ein Studienabbruch von 19 Prozent der betreffenden Studienanfänger festzustellen ist, liegt die Quote an den Universitäten bei 35 Prozent. Insgesamt über beide Hochschularten liegt die Quote bei 28 Prozent, drei Prozent höher als die der Studienanfänger von 2004/2005. Die Werte wurden auf Basis des Absolventenjahrgangs 2010 berechnet.
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Das BMBF sieht langfristig einen Rückgang der Zahl der Studienabbrecher: Die Umstellung auf die gestufte Studienstruktur hat an den Universitäten zunächst zu einem Anstieg der Zahl der Studienabbrecher geführt. Nach einigen Jahren sinkt sie jedoch deutlich unter den Ausgangswert: Das zeigt sich an der Entwicklung der Studienabbruchsquote an den Fachhochschulen. Dort wurde der Bachelor früher eingeführt. Mittlerweile hat sich der Anteil der Studienabbrecher an Fachhochschulen mehr als halbiert, und das innerhalb von nur vier Jahren. Hatten bei der Befragung zum Absolventenjahrgang 2006 noch 39 Prozent ihr Bachelorstudium abgebrochen, so sank dieser Wert für den Jahrgang 2010 auf 19 Prozent.
An den Universitäten, wo die Studiengänge in der Regel später als an den Fachhochschulen auf die gestufte Studienstruktur umgestellt wurden, sind die Abbrecherquoten innerhalb von vier Jahren von 25 Prozent auf 35 Prozent angestiegen. (Anfängerjahrgang 2002/3 gegenüber 2006/7). Offensichtlich sind an den Universitäten ähnliche Übergangsschwierigkeiten zu bewältigen wie einige Jahre zuvor an den Fachhochschulen.
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Dem Thema Studienabbruch in MINT–Fächern widmet sich auch das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF). Ergebnisse und weiterführende Informationen sind der Studie „Studienabbruch – was können Hochschulen dagegen tun?“ zu entnehmen.
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Fördergelder als Finanzgrundlage für Forschungsprojekte haben im deutschen Wissenschaftssystem im vergangenen Jahrzehnt erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Wettbewerb um diese Drittmittel von Ministerien und Förderorganisationen wird zunehmend zu einem dominierenden Faktor in Wissenschaft und Forschung und umfasst inzwischen große Teile der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dies geht aus dem neuen „Förderatlas 2012“ hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag, dem 24. Mai 2012, gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin vorstellte.
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Der Bundestag hat das Gesetz zur Umsetzung der
Hochqualifizierten–Richtlinie der Europäischen Union beschlossen.
Das Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten–Richtlinie sieht vor, dass ausländische Studierende während des Studiums künftig 120 statt bisher 90 Tage im Jahr arbeiten dürfen. Nach dem Abschluss dürfen sie nun 18 Monate in Deutschland bleiben, um eine qualifizierte Arbeit zu suchen. Während der Suchphase dürfen sie ohne zeitliche Einschränkung arbeiten. Für ausländische Akademiker soll ein Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche für bis zu sechs Monate eingeführt werden. Wer als Akademiker oder beruflich Qualifizierter einen Arbeitsvertrag vorlegt und ein Mindestgehalt von etwa 44.800 Euro (bei bestimmten Mangelberufen von knapp 35.000 Euro) nachweist, kann künftig mit der „Blue Card“ bis zu vier Jahre in Deutschland arbeiten.
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Die Abschlusstagung der mehrjährigen Projekte „Ungleich besser! Verschiedenheit als Chance“ und „Vielfalt als Chance“ findet am 02. und 03. Juli 2012 in der Berlin–Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt.
Im Projekt „Vielfalt als Chance" werden Analyseverfahren, Wege der Strategiefindung und ein Instrumentarium für das Hochschulmanagement entwickelt. Im Projekt „Ungleich besser" werden auf der Basis eines Benchmarking–Prozesses die Grundlagen für ein institutionelles Audit im Bereich Diversity Management erarbeitet. In beiden Projekten spielen der Wissenstransfer und die Netzwerkbildung über Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Die Tagung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der CHE Consult GmbH, gefördert von der Bertelsmann Stiftung, betrachtet die Potenziale und Chancen von Diversität an Hochschulen.
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Die nächste Veranstaltung:
31.05./01.06.2012:
Modernes Fakultätsmanagement
Ort: Hanns–Lilje–Haus, Hannover
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Schokolade macht dünn! Diese und weitere mediale Aussagen zu Studienergebnissen schauen sich drei Professoren genauer an. Ihre „Unstatistik des Monats“ gibt es seit diesem Jahr gut verständlich aufbereitet jeden Monat im Internet zu lesen. „Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben“, meinen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Bochumer Ökonom Thomas Bauer und der Dortmunder Statistiker Walter Krämer.
Eine mögliche Erklärung für die Tatsache, dass es eine negative Korrelation zwischen dem Body–Mass–Index (BMI) und dem Schokoladenkonsum gibt, liefern die Wissenschaftler dann auch gleich mit: Die Dünneren haben einfach die Currywurst weggelassen.
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Redaktion:
Britta Hoffmann–Kobert
Nina Kothy
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