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Pressemitteilungen

Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 244 Ausgabe 10|2019
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1. Editorial
Jörg Dräger (Foto: David Ausserhofer) Liebe Leserinnen und Leser,

Studierwillige finden mittlerweile ein vermeintlich unüberschaubares Angebot an Studiengängen vor. Aus über 20.000 Bachelor– und Masterangeboten sollen sie die richtige Wahl treffen. Die Zahl ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Manche kritisieren sie als „Wildwuchs“, dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass allein mit der Umstellung der Diplom– und Magisterstudiengänge auf die Bachelor– und Masterstudiengänge quasi eine Verdopplung einherging. Zudem hat die steigende Zahl an immer heterogeneren Studieninteressierten zu einer größeren Zahl an Studienangeboten geführt. Fächergrenzen werden überwunden zugunsten breiterer Qualifikationen, es kommt aber auch zu einer Diversifizierung und Spezialisierung an Studiengängen. Neue akademische Felder führen zu neuen Studiengängen, besonders im Bereich Gesundheit. Insgesamt empfinde ich das Angebot als eine gute Vielfalt. Aber nur, wenn es für diese Vielfalt auch gute Orientierungshilfen für Schulabgängerinnen und Schulabgänger und ebenso für Bachelorabsolventen gibt, damit niemand im Dschungel der Optionen verloren geht.

Lesen Sie mehr dazu und zu weiteren Themen in diesem CHEckpoint.

Interessante Lektüre wünscht,

Ihr Jörg Dräger

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2. Mehr als 20.000 Studiengänge in Deutschland
Noch nie zuvor konnten Studierende in Deutschland aus einer so großen Zahl an Studienangeboten wählen. Die Anzahl der Studiengänge an deutschen Hochschulen ist seit dem Jahr 2014 um 17 Prozent gestiegen. Im Mai 2019 verzeichnete der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erstmals mehr als 20.000 Angebote für Studierende. Fünf Jahre zuvor waren es noch rund 17.000. Eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung blickt auf die Entwicklungen hinter dieser Gesamtzahl und zeigt u.a. ein starkes Wachstum besonders bei den weiterführenden Studiengängen und im Bereich Gesundheit.


Cort–Denis Hachmeister erläutert im Deutschlandfunk in der Sendung "Campus und Karriere" die Ergebnisse der aktuellen CHE Analyse zur Vielfalt der Studiengänge.
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3. Michael Hoch ist Hochschulmanager des Jahres 2019
Prof. Dr. Dr. hc Michael Hoch (Rektor), Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn [Foto: Volker Lannert/Uni Bonn]Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Rheinischen Friedrich–Wilhelms–Universität Bonn, ist „Hochschulmanager des Jahres 2019“. Die Wochenzeitung DIE ZEIT und das CHE Centrum für Hochschulentwicklung würdigen mit der Auszeichnung Leiterinnen und Leiter deutscher Hochschulen, die durch eine herausragende Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben. Die Ehrung fand im Rahmen der ZEIT Konferenz Hochschule & Bildung am 23. Oktober in Berlin statt.
Mit 35.000 Studierenden und einer über 200–jährigen Tradition ist die Universität Bonn eine der traditionsreichen und größten Universitäten in Deutschland. In diesem Jahr konnte sie sich in der Exzellenzstrategie mit sechs Clustern behaupten und als Exzellenzuniversität durchsetzen.
Der herausragende aktuelle Erfolg beruht maßgeblich auf einer Profilschärfung in der Forschung, die Michael Hoch als Rektor der Rheinischen Friedrich–Wilhelms–Universität angestoßen hat.
Die Jury sieht den Erfolg eng verbunden mit Hochs Führungsstil. Ihm sei es gelungen, Fakultätsgrenzen zu überwinden und interdisziplinäre Zusammenarbeit in den neuen Forschungsbereichen zu initiieren.


Mit Michael Hoch waren in diesem Jahr fünf weitere Finalist(inn)en aufgrund ihrer außergewöhnlichen Führungsleistung für die Auszeichnung „Hochschulmanager(in) des Jahres 2019“ nominiert:
Prof. Dr. sc. agr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim;
Dr. Muriel Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck;
Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth;
Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich–Heine–Universität Düsseldorf;
Prof. Dr. Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg.


Die Finalist(inn)en wurden in mehreren Stufen ermittelt. Die Entscheidung über die Nominierungen und den Preisträger wurde im letzten Schritt von einer Expertenjury getroffen, der unter anderem die ehemalige Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka angehörte.
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4. Animierte Zukunftsvisionen für Familie in der Hochschule 2030
Eltern–BAföG und Pflegeplätze für Angehörige auf dem Campus – so sieht die Zukunftsvision für Familie in der Hochschule im Jahr 2030 aus, die auf der Jahrestagung in Saarbrücken in Bild und Ton vorgestellt und diskutiert wurde.
„Quo vadis? Familie in der Hochschule 2030“ lautete der Titel der sechsten Jahrestagung des neu eingetragenen gemeinnützigen Vereins Familie in der Hochschule. Unter der Schirmherrschaft der Saarländischen Familienministerin Monika Bachmann stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von Visionen und Utopien für einen familienfreundlichen Campus der Zukunft.


Eine optimistische Zukunftsvision steuerte die AG familiengerechte Studienbedingungen in einem animierten Video bei.
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5. Ticker
BMBF: Fördergelder für Bürgerwissenschaften soll zwischen Wissenschaft und zivilgesellschaftlicher Forschung von Bürgern (Citizen Science) Zusammenarbeit verbessern


BMBF: Deutschland und Frankreich wollen gemeinsame Forschung zu Klima und Künstliche Intelligenz enger verzahnen


NRW: Neues Hochschulgesetz zum 1. Oktober in Kraft getreten


U–Multirank: Neuer Blog startet mit einem Beitrag von Andreas Schleicher, Director for the Directorate of Education and Skills bei der OECD


HRK: Preis für Hochschulkommunikation 2019 geht an die TU Chemnitz und die Frankfurt University of Applied Sciences – Lob für Folkwang–Uni


HRK: Audit–Zertifikatsverleihung an sieben Hochschulen im Rahmen der HRK–EXPERTISE–Fachtagung 2019 zum Thema „Internationalisierung der Lehre: Erfahrungen aus der Hochschulpraxis“


DFG: Senatskommission veröffentlicht Empfehlungen zur Stärkung der Universitätsmedizin


Hochschulforum Digitalisierung: Tagungsteilnehmer fordern auf dem Netzwerktreffen des HFD die Finanzierung datensicherer Tools zur Online–Zusammenarbeit


CEWS: Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 vom Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung erschienen


KMK: IQB– Bildungstrends 2018 zeigen stabile Leistungen für Mathematik und in den Naturwissenschaften bei Neuntklässler(inne)n


Hochschulstreik: Wissenschaftler(innen) wollen regulären Lehrbetrieb im November bestreiken, um Gelegenheit für Diskussion und Aktionen gegen die Klimakrise zu geben
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6. Kanzler–Erklärung zu befristeten Beschäftigungen an Universitäten
Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands kamen zu ihrer jährlichen Tagung in Bayreuth zusammen. In einer „Bayreuther Erklärung“ stellten sie verschiedene Forderungen rund um die Diskussion um befristete Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen Mittelbau auf. Aus ihrer Sicht handelt es sich bei Universitäten in Bezug auf den wissenschaftlichen Bereich um Qualifizierungssysteme. Vor diesem Hintergrund fordern sie bei der Diskussion über befristete Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen Mittelbau:
1. Die Anerkennung der besonderen Rolle und Aufgabe des Beschäftigungssystems im wissenschaftlichen Mittelbau der Universitäten als Qualifizierungssystem. 2. Den Erhalt und die Entwicklung von Befristungsmöglichkeiten für wissenschaftlich Tätige entsprechend den angestrebten Qualifizierungszielen.
3. Eine nachhaltige Finanzierung der Universitäten zum Erhalt und zur Förderung verlässlicher und planbarer Qualifizierungschancen der nächsten Generationen.


Rückschau auf die 62. Jahrestagung der Kanzlerinnen und Kanzler am 19. und 20. September 2019 in Bayreuth


Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert die Haltung der Kanzler und Kanzlerinnen zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen. „Was wir brauchen, ist ein angemessenes Verhältnis von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen“, sagt Andreas Keller, stellvertretender GEW–Vorsitzender.
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7. Hochschulforum Digitalisierung: Auf der Suche nach Lernräumen der Zukunft
Heutige Hörsäle und Seminarräume bremsen innovative, digitale Lehre oft aus anstatt sie zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe Lernarchitekturen des Hochschulforums Digitalisierung veröffentlicht zwei Arbeitspapiere, die zeigen, wie Lösungen für neue Lernräume aussehen können.
Die Berliner CODE University of Applied Sciences ist ein Beispiel, das zeigt, wie zukunftsorientierte Lernräume aussehen können: Die private Fachhochschule ist eingebettet in den Bürocampus des Coworking Spaces Factory. Hier mietet die CODE University eine Etage und nutzt weitere Räume und Veranstaltungsflächen der Factory flexibel. Die Arbeitsgruppe appelliert an Entscheidungsträger aus dem Hochschulmanagement, nicht nur auf moderne Technik zu schauen. Vielmehr brauche es ein architektonisches Konzept, das den pädagogischen Blick mit einbezieht.


In zwei Arbeitspapieren stellt die Arbeitsgruppe ihre Thesen und Handlungsempfehlungen zur Gestaltung von Lernräumen im digitalen Wandel vor. Das Papier „Zukunftsfähige Lernraumgestaltung im digitalen Zeitalter“ stellt die Thesen und Empfehlungen der AG in den Fokus.


Darauf aufbauend zeigt die zweite Veröffentlichung „Lernräume der Zukunft – Vier Praxisbeispiele zu Lernraumgestaltung im digitalen Wandel“, wie die Umsetzung aussehen kann.
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8. Debatte über neue Abschlussbezeichnungen in der beruflichen Bildung
Der Bundestag hat am 24. Oktober 2019 die Novelle des Berufsbildungsgesetzes beschlossen. Mit dem Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) am 1. Januar 2020 sollen die Bezeichnungen „Bachelor Professional“ etwa für die beruflichen Abschlüsse Meister oder für Fachwirte und der „Master Professional“ etwa für geprüfte Berufspädagogen eingeführt werden. Am 16. Oktober gab es dazu eine Anhörung im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, in der Achim Dercks vom Deutschen Industrie– und Handelskammertag, DIHK, die neuen Abschlussbezeichnungen lobte.


In Übereinstimmung mit dem Bundesrat und einer Vielzahl von Organisationen aus Wirtschaft und Wissenschaft hatte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Vorfeld dringend an den Deutschen Bundestag appelliert, von der Verwendung der geplanten Abschlussbezeichnungen für die berufliche Bildung abzusehen.


Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sprach sich ebenfalls vehement dagegen aus. In einem HRK–Beschluss heißt es dazu: „Abschlussbezeichnungen müssen transparent und eindeutig sein; in der vorgeschlagenen Novelle werden jedoch ganz unterschiedliche Bildungswege mit fast identischen Bezeichnungen belegt. Dies erzeugt Intransparenz, denn die eindeutige Zuordnung einer Abschlussbezeichnung zum wissenschaftlichen oder berufsbildnerischen Bereich ist essenziell für beide Bereiche.“ Der Gesetzentwurf erzeuge auf diese Weise Unklarheit bei der Berufsorientierung Jugendlicher, aber auch in Stellenausschreibungen und bei der Personalsuche der Unternehmen.


Auch aus Sachsen wird Kritik an den Abschlussbezeichnungen geübt.


Das Gesetz muss nun noch durch den Bundesrat.
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9. CHE Ranking: Ausstattung der Hochschulen im Ost–West–Vergleich
Ob Hörsäle, Bibliotheken oder WLAN: Studierende an ostdeutschen Hochschulen beurteilten vor zehn Jahren ihre Ausstattung oft besser als Studierende in Westdeutschland. Zwischen 2008 und 2010 erreichte mehr als die Hälfte der Fachbereiche an Hochschulen im Osten deutlich überdurchschnittliche studentische Bewertungen für Ausstattung und Zustand ihrer Lehr– und Lernräume. So wurden etwa in mehr als 80 Prozent aller Fälle die Ausstattung der Praktikumslabore an Hochschulen in Brandenburg und Sachsen–Anhalt beim CHE Hochschulranking in die Kategorie „Spitzengruppe“ einsortiert.
Mittlerweile hat sich das Bild etwas gedreht. Dies zeigt eine Auswertung aus Daten des CHE Hochschulrankings. Die Studierendenurteile zu den gleichen Faktoren zwischen 2017 und 2019 haben sich mittlerweile angeglichen. Der Anteil an Spitzengruppen–Bewertungen im Bereich Ausstattung ging in allen ostdeutschen Ländern um 6 bis 28 Prozentpunkte zurück. In zehn der elf übrigen Bundesländer gab es dagegen deutlich häufiger positive Urteile als noch zehn Jahre zuvor. Gleichwohl schneiden die ostdeutschen Länder mit zwischen 27 Prozent und 40 Prozent Spitzengruppenplatzierungen weiterhin gut ab – nur nicht mehr so viel besser als die übrigen Bundesländer, wie dies noch knapp 10 Jahre zuvor der Fall war.
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10. Veranstaltungen, CHE–Foren und Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement
Mit einer gemeinsamen Tagung möchten das CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Mercator Research Center Ruhr sowie der Stifterverband die Governance von Hochschulverbünden in den Blick nehmen:
“Gemeinsam besser – Governance von Hochschulverbünden“
am 11. Dezember 2019 (ganztägig)
in der Philharmonie Essen.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteure in Wissenschaft, Politik und Verwaltung, die in Hochschulverbünden wirken, sie führen, steuern oder ihre Rahmenbedingungen gestalten.

Das Tagungsprogramm (auch als pdf–Download) und das Online–Anmeldeformular finden Sie unter folgendem Link: http://www.che.de/Governance–Tagung–2019.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie per Mail organisatorische Hinweise.

Das komplette Veranstaltungsprogramm des CHE
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11. Zum guten Schluss
So einiges haben wir Menschen mit den Ratten gemeinsam. Zum Beispiel gerne mal das Auto zu nutzen, um den nächsten Gourmettempel – quasi „drive through“ – anzusteuern. Psychologen der University of Richmond konnten nun zeigen, dass auch Ratten kleine „Autos“ steuern können, um an Nahrung und Trinken zu gelangen. Aber während uns Menschen die Zeit hinter dem Steuer oft stresst und wir von selbstfahrenden Autos träumen, genießen die Ratten offenbar die Möglichkeit, den fahrbaren Untersatz zu steuern.
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12. Impressum
Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert

Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare: mailto:che.ckpoint@che.de

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Britta Hoffmann-Kobertmehr
Telefon: 05241 9761-27
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: britta.hoffmann-kobert
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