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Pressemitteilungen

Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 148 Ausgabe 02|2012
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1. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

das Urteil des Verfassungsgerichts zur Professorenbesoldung wird auch außerhalb der Hochschulen intensiv diskutiert. Adäquate Bezahlung für die deutschen Professoren, wer sollte da etwas dagegen haben? Die Rückkehr zum alten System stellt aber keine Alternative dar. Denn so mancher übersieht, dass die Berufungszulage in der alten Besoldung ein Privileg der C4–Professoren war und allen anderen verwehrt blieb – hier hat das neue System zu deutlich besseren Bedingungen für viele Wissenschaftler und auch die Fachhochschulen geführt. Ein Knackpunkt ist auch der Vergaberahmen: Solange die für Wissenschaftlergehälter verwendbaren Summen gedeckelt sind, führen höhere Grundgehälter automatisch zu weniger Zulagen. Gerade die Zulagen haben jedoch in den vergangenen Jahren einiges ermöglicht: Gewinnung von Spitzenforschern, Wertschätzung für besondere Leistungen und für die Übernahme zusätzlicher Aufgaben. Statt in eine kleinteilige Vergabepraxis durch die Länder zurückzufallen, sollten wir nach dem Urteil lieber über die Flexibilisierung des Vergaberahmens und transparente hochschulinterne Systeme diskutieren. Standardisierung ist keine Voraussetzung für Transparenz – der Spielraum für die Hochschulen für eine profilgerechte Entlohnung muss erhalten bleiben. Auf die Tagesordnung muss auch wieder das Thema Verbeamtung der Professoren. Mir wäre lieber, die Richter hätten sich in ihrem Urteil auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Hochschullehrer und deren marktgerechte Bezahlung berufen können und nicht auf ein überkommenes Alimentationsprinzip, das die Realität der Hochschulen des 21. Jahrhunderts ignoriert.

Ihr Jörg Dräger

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2. Viele Studienanfänger bis 2025
Nach der jetzt veröffentlichten Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen 2012 – 2025 der Kultusministerkonferenz bleiben die Studienanfängerzahlen bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums deutlich über dem Stand des Jahres 2005. Damit wird die positive Entwicklung der Studienanfängerzahlen an Universitäten und Fachhochschulen voraussichtlich bis weit ins nächste Jahrzehnt auf einem hohen Niveau stabil bleiben und die Zahl der Studienanfänger bis zum Jahr 2019 jeweils deutlich über 450.000 liegen.


Aus der neuen Studienanfängerprognose ergibt sich nach HRK–Berechnungen ein Mehrbedarf von über sieben Milliarden Euro allein für den Hochschulpakt II. Da sich der starke Zustrom an die Hochschulen als langfristiger Trend erweist, forderte HRK–Präsidentin Wintermantel dauerhafte Verbesserungen. Länder und Bund müssten deshalb künftig auch bei der Grundfinanzierung der Hochschulen zusammenwirken.
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3. W2–Besoldung in Hessen verfassungswidrig
Das Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Besoldung der Professoren in Hessen aus der Besoldungsgruppe W 2 gegen das Alimentationsprinzip des
Art. 33 Abs. 5 GG verstößt und daher verfassungswidrig ist. Spätestens bis zum 1. Januar 2013 muss der Gesetzgeber für eine neue Regelung sorgen.


Die „W–Besoldung der Professoren“ gilt seit 2005 für alle neu eingestellten Professor(inn)en.
Der Kläger wurde im Jahr 2005 als W2–Professor in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Er erhob beim Verwaltungsgericht Klage gegen das Land Hessen mit der Begründung, dass seine Alimentation aus der Besoldungsgruppe W2 den verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine amtsangemessene Besoldung nicht genüge.


„Die Hessische Landesregierung wird sorgfältig prüfen, wie unter strikter Beachtung der vom Bundesverfassungsgericht gesetzten Maßstäbe weiterhin eine leistungsbezogene Besoldung für Professoren gewährt werden kann.“ Mit diesen Worten hat Staatsministerin Eva Kühne–Hörmann auf das Urteil reagiert.


HRK–Präsidentin Wintermantel sieht in dem Urteil die Forderung nach einer wettbewerbsfähigen Besoldung ebenso bestätigt wie die Kritik am Vergaberahmen. Der starre Rahmen habe den Spielraum für leistungsangemessene Zulagen von vornherein viel zu eng gesteckt.
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4. Positionspapier: Hochschulräte sind Hüter der Hochschulautonomie
Hochschulratsvorsitzende haben erstmals bundesländerübergreifend Empfehlungen für die Arbeit von Hochschulräten erarbeitet. Die zentrale Forderung lautet, die Hochschulen nicht durch eine Entmachtung der Hochschulräte zu schwächen, denn ohne Hochschulräte würde die Aufsicht wieder an die Ministerien zurückfallen. Das Positionspapier wurde in Berlin auf dem Forum Hochschulräte von Stifterverband, Heinz Nixdorf Stiftung und CHE Centrum für Hochschulentwicklung diskutiert und dort von mehr als 40 aktiven Hochschulratsvorsitzenden als Erstunterzeichner verabschiedet.


„Die Empfehlungen der Vorsitzenden von Hochschulräten für die Gestaltung ihrer Arbeit unterstützen wesentliche Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz zu Struktur und Funktion von Hochschulräten“, erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, zu dem Positionspapier der Vorsitzenden. HRK–Präsidentin Wintermantel unterstrich dabei die notwendige klare Aufgabenteilung zwischen Hochschulrat, Hochschulleitung und Staat: Der Hochschulrat habe eine Unterstützungsfunktion in strategischen Fragen und dürfe nicht in das operative Geschäft der Hochschulen eingreifen.
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5. Ticker
Baden–Württemberg: Landesregierung startet Diskussion über die Einführung der Verfassten Studierendenschaft


Hamburg: HAW Hamburg befürchtet Studienplatzabbau


Niedersachsen: Positives Fazit der ersten fünf Jahre des Professorinnenprogramms – Land würde eine Fortführung über das Jahr 2012 hinaus begrüßen


NRW: Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management (KomDiM) an NRW–Hochschulen gegründet


NRW: 12 Euro Förderung für Fachhochschulen und Universitäten im Programm „NRW.Forschungskooperationen“
Bewerbungen bis 15. Mai möglich


CHE nimmt Stellung zum Landeswissenschaftsplan in Thüringen


Wissenschaftsrat: Kompetenzzentren für Hoch– und Höchstleistungsrechnen etablieren


Wissenschaftsrat: Drei Entscheidungen im Verfahren der Institutionellen Akkreditierung


Kanzlerinnen und Kanzler berieten auf der Tagung „Rücklagenmanagement und Liquiditätssteuerung: Finanzen planen – Hochschulautonomie nutzen“ am 2./3. Februar in Gießen


Fachtagung von HRK, BDA und Stifterverband am 8. März in Berlin: Duale Studiengänge erfolgreich gestalten


Tagung: Auf dem Weg in die Webgesellschaft? Wie verändert Social Media die Gesellschaft und insbesondere die Hochschulen? Vorträge der Tagung stehen im Internet zur Verfügung


Der bundesweit erste regionale Bildungsbericht für die Ruhr–Region ist veröffentlicht


Wissenschaftsjahr 2012 steht unter dem Motto “Zukunftsprojekt Erde”


Deutschlandradio–Sendung am 24. Februar: Hochschulquartett: Schrecken ohne Ende? – „Weiterhin Chaos bei der Hochschulzulassung“
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6. CHE und HoF erforschen Karrierewege von Juniorprofessoren
Im Rahmen eines im April 2012 startenden Forschungsprojekts wird das CHE gemeinsam mit dem Institut für Hochschulforschung Halle–Wittenberg (HoF) traditionelle und neue wissenschaftliche Qualifikationswege in Deutschland analysieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Karriereverläufe von Juniorprofessor(inn)en. Zu diesem relativ neuen wissenschaftlichen Qualifizierungsweg liegen bislang nur wenige abgesicherte Erkenntnisse vor. Hier wollen CHE und HoF bestehende Forschungslücken schließen. Dabei kooperieren sie eng mit der Deutschen Gesellschaft für Juniorprofessur (DGJ). Finanziell gefördert wird das insgesamt zweieinhalb Jahre laufende Projekt von der gewerkschaftsnahen Hans–Böckler–Stiftung.
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7. Einigung beim DQR: Bachelor und Meister auf Niveau 6
Vertreter von Bund, Ländern und Sozialpartnern haben sich am 31. Januar auf einen Kompromiss beim Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) verständigt. Danach sollen die allgemeinbildenden Schulabschlüsse – wie auch das Abitur – zunächst nicht dem Rahmen zugeordnet werden. Zugleich wurde beschlossen, dass zweijährige berufliche Erstausbildungen auf Niveau 3 und drei– und dreieinhalbjährige Erstausbildungen auf Niveau 4 eingestuft werden. Schon zuvor bestand Einigkeit darüber, die Abschlüsse Bachelor und Meister auf Niveau 6 zu verorten.


"Mit dieser Entscheidung haben wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bildungsraum Europa gemacht. ...Unser gemeinsames Ziel ist es, Mobilität und Transparenz in Europa zu fördern, die Gleichwertigkeit von allgemeiner, hochschulischer und beruflicher Bildung zu verwirklichen und die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen zu erhöhen", sagte Bundesministerin Schavan. Nach Einschätzung von Schavan werde die Entscheidung, Meister und Techniker dem gleichen Niveau zuzuordnen wie den Bachelor die größte bildungspolitische Wirkung haben. Denn damit werde deutlich, dass in Deutschland jeder die Chance zum Aufstieg habe, über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung.


Der Präsident der Kultusministerkonferenz und Hamburger Senator Ties Rabe sagte zu dem Kompromiss: „Nun gilt es, die kompetenzorientierten Ausbildungsordnungen der beruflichen Erstausbildung und kompetenzorientierte Bildungsstandards für die allgemeinbildenden Schulabschlüsse zu erarbeiten, um über die Zuordnungen nach Ablauf von fünf Jahren gemeinsam abschließend zu entscheiden.“


Als "wichtigen Meilenstein" für die berufliche Bildung in Deutschland hat Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die Vereinbarung über die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) bezeichnet. "Erstmals wird damit die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung Schwarz auf Weiß festgeschrieben", erklärt der BIBB–Präsident.
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8. Kabinett beschließt Bologna–Bericht: 85 Prozent auf neue Abschlüsse umgestellt
Die Umsetzung des Bologna–Prozesses kommt gut voran. Das geht aus dem Bologna–Bericht hervor, der am 1. Februar vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Nach Meldung des BMBF belege der Bericht, dass die Umstellung der Studiengänge auf Master und Bachelor weitgehend abgeschlossen ist. Im Wintersemester 2011/2012 waren bereits 85 Prozent der über 15.000 Studiengänge auf die neuen Abschlüsse umgestellt. Die
Auslandsmobilität der Studierenden steigt – rund jeder dritte Absolvent kann einen studienbezogenen Aufenthalt im Ausland vorweisen. Bei mehr als einem Viertel betrug dieser Aufenthalt mindestens drei Monate. Der Bologna–Bericht wurde vom Bund und der Kultusministerkonferenz (KMK) unter Mitwirkung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des DeutschenAkademischen Austauschdienstes (DAAD), des Akkreditierungsrates, des
freien zusammenschlusses von studentInnenschaften (fzs) und den Sozialpartnern erstellt. Er dient dazu, dem Deutschen Bundestag jeweils vor den europäischen Bologna–Ministerkonferenzen über den Stand der Umsetzung in Deutschland zu informieren. Die nächste Bologna–Ministerkonferenz findet am 26. und 27. April 2012 in Bukarest statt.
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9. DIW–Studie: Absolventen ostdeutscher Hochschulen zufriedener
Die Hochschulen im Osten und Westen Deutschlands liegen gleichauf, wenn es um Studienbedingungen, Betreuung, Ausstattung und Berufsvorbereitung geht. Allerdings sind Absolventen in den ostdeutschen Bundesländern mit ihren Hochschulen etwas zufriedener und würden diese auch häufiger wieder besuchen als die Absolventen westdeutscher Hochschulen. Das zeigt eine Studie, die DIW econ im Auftrag der Hochschulinitiative Neue Bundesländer durchgeführt hat. Ein Ergebnis ist aber auch, dass die ostdeutschen Hochschulen sich noch intensiver als bisher mit der Wirtschaft vernetzen müssen.
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10. HRK: Hochschulkompass jetzt mit Tipps für Studieninteressierte
Im Hochschulkompass der HRK werden mittlerweile Selbstauskünfte der Hochschulen zu über 16.000 Studienangeboten erfasst und Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt. Jetzt wurde der Hochschulkompass weiter ausgebaut und mit Tipps angereichert zu Fragen wie: Wie orientiere ich mich am besten, bevor ich mich für ein Studium entscheide? Welche Voraussetzungen brauche ich zum Studieren? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Und wie funktioniert eigentlich die Zulassung?
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11. Sieger im Wettbewerb „Karrierewege“ stehen fest
Der Wettbewerb „Karrierewege – kennen, eröffnen, kommunizieren“ der Hochschulinitiative Neue Bundesländer ist zu Ende gegangen. Insgesamt vergab die Hochschulinitiative 900.000 Euro. In der Kategorie „Gesamtkonzept“ wurden die Universitäten Potsdam und Rostock sowie die Hochschule Magdeburg–Stendal und die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden mit insgesamt 460.000 Euro prämiert. Elf weitere Hochschulen aus den neuen Bundesländern erhielten in der Kategorie „Teilkonzept“ jeweils 40.000 Euro für die Umsetzung ihrer Ideen.
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12. Tagung: IMPI–Toolbox für die Internationalisierung
Am 10. Mai 2012 wird auf einer öffentlichen Tagung in Brüssel die IMPI–Toolbox für Internationalisierung vorgestellt und diskutiert. Die Toolbox ist das zentrale Ergebnis des IMPI–Projekts (Indicators for Mapping and Profiling Internationalisation). Sie dient dazu, mit einer Reihe von Indikatoren die Internationalisierungsaktivitäten europäischer Hochschulen zu kartieren sowie individuelle Profile der Internationalisierung abzubilden und Ergebnisse mess– und vergleichbar zu machen.
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13. Zum guten Schluss
Das langsamste Experiment der Welt, von manchen auch das langweiligste Experiment der Welt genannt, findet seit 1927 an der University of Queensland statt. Der Physiker Thomas Parnell wollte damals seinen Studierenden demonstrieren, dass Pech auch bei Zimmertemperatur viskos ist. Dazu füllte er heißes Pech in einen geschlossenen Trichter, ließ es drei Jahre lang abkühlen, öffnete den Trichter und wartete. Und wartete. Und wartete. Denn erst nach acht Jahren löste sich der erste Tropfen. Bedauerlicherweise war Parnell nicht anwesend, und auch die folgenden Tropfen wurden bis heute von niemandem gesehen. Mittlerweile hat das „Pitch Drop Experiment“ eine eigene Webcam und kann Tag und Nacht über das Internet beobachtet werden. Doch auch der letzte Tropfen im Jahr 2000 blieb ungesehen, da es Probleme mit der Kamera gab. Aktuell formt sich der neunte Tropfen, Sie können also ihr Glück versuchen und das Experiment über die Kamera beobachten. Professor Mainstone, der das Experiment heute betreut, tippt aber, dass erst im Jahr 2013 der nächste Tropfen fallen wird. Wir halten Sie auf dem Laufenden!


Eine etwa 15 minütige Erläuterung zu dem Experiment gibt es auch in der ZDF Mediathek.
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14. Impressum
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