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Liebe Leserinnen und Leser,
der sogenannte „Studentenberg“ wird uns in Deutschland auch zukünftig beschäftigen. Die Zahl der Studierenden steigt weiter, so dass die HRK und die Wirtschaft nun auch eine Aufstockung des Hochschulpakts fordern. Zudem werden immer mehr Sekundäreffekte sichtbar: In Österreich intensiviert sich die Diskussion, wie man dort mit den vielen deutschen Studienbewerber(inne)n umgehen will. Auch die Schweiz führt einen flächendeckenden NC für deutsche Studienbewerber ein. Und die deutschen Hochschulen versuchen die wachsenden Studierendenzahlen durch Einstellung von Lehrbeauftragten aufzufangen – mit noch unklaren Folgen für Qualität und Beschäftigungsperspektiven. Zu allem Überfluss ist es weiterhin unklar, ob die Probleme bei der Studienplatzvergabe über hochschulstart.de endlich gelöst werden.
Lesen Sie mehr darüber in dieser CHEckpointausgabe.
Ihr Jörg Dräger
Jörg Dräger |
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In einer Sonderauswertung zur ersten Phase des Hochschulpakts hat das CHE die Entwicklung der Betreuungsrelationen untersucht. Die deutliche Zunahme der Studierenden zwischen 2007 und 2010 ist demnach in wesentlichem Umfang durch Lehrbeauftragte kompensiert worden. „Inwiefern mit dieser Strategie Aspekte der Qualitätssicherung in der Lehre und qualifikationsadäquate Beschäftigungsperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbunden sind, kann die Datenanalyse nicht zeigen. Dies muss aber diskutiert werden“, sagt Christian Berthold, Geschäftsführer von CHE Consult.
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Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) appellieren an Hochschulen, Unternehmen und Politik, die gestiegene Zahl an Studierwilligen als Chance wahrzunehmen und ausreichend Studienplätze zur Verfügung zu stellen. Sie fordern Bund und Länder auf, das Finanzvolumen für den Hochschulpakt II kurzfristig zu erhöhen. Für das kommende Studienjahr bestehe zusätzlicher Bedarf in Höhe von gut 300 Millionen Euro.
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In den österreichischen Medien wird der erwartete Studienanfänger–Ansturm an die Universitäten im Nachbarland erörtert. Für die Universität Salzburg melden Zeitungsberichte mehr Voranmeldungen aus Deutschland als aus Österreich. Da in Deutschland die Studienplätze in diesem Jahr knapp und zulassungsbeschränkt sind, rechnen CHE–Experten damit, dass im kommenden Semester noch mehr Studierende nach Österreich ausweichen.
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Einige Hochschulleitungen fordern nun Zulassungsquoten– oder finanzielle Unterstützung. „Das im Herbst zusätzlich zu den fast 7.000 deutschen StudienanfängerInnen (= 18 % aller StudienanfängerInnen in Österreich) weitere 10.000 StudienanfängerInnen aus Deutschland an die österreichischen Universitäten kommen werden, hat nichts mit Internationalisierung zu tun, sondern mit Kapazitätsengpässen und der Flucht vor dem "numerus clausus" an deutschen Universitäten", sagt Gerald Bast, Vizepräsident der Universitätenkonferenz in Österreich in einer Pressemitteilung. Er fordert die österreichischen Politiker dazu auf, entweder eine Zulassung zum Studium nur für Personen mit einem Studienplatz in ihrem Heimatland zu ermöglichen oder EU–Strukturförderungsmittel für die vom Zuzug deutscher Studienanfänger besonders betroffenen Universitäten bereit zu stellen.
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In Deutschland ist man derweil besorgt, dass trotz des massiven Bewerberandrangs Studienplätze nicht belegt werden, weil durch Mehrfachbewerbungen mehrere Nachrückverfahren an den Hochschulen eingeleitet werden müssen. Nachdem der Start für das zentrale Bewerbungsportal hochschulstart.de verschoben wurde, ist weiterhin offen, ob und wann die Anbindung an die Softwaresysteme der Hochschulen funktioniert.
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Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die fünfte Ausschreibungsrunde gestartet: 730 Millionen Euro stehen für Nachwuchsforscher(innen) bereit
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Bundesregierung unterstützt im Rahmen der Hightech–Strategie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft mit der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich–private Partnerschaften für Innovationen“
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Niedersachsen: Hochschulen erhalten eine Million Euro für Studierendenförderung – Landesstipendium Niedersachsen 2011
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Jeder 20. Bachelor geht für den Master ins Ausland – auch die Zahl der Ausländer, die in Deutschland studieren, steigt. Zusammen mit den USA, Großbritannien, Frankreich und Australien zieht Deutschland die meisten Studierenden aus anderen Ländern an
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14. Jahrestagung der DeGEval vom 14. – 16. September in Linz: “Partizipation – dabei sein ist alles!?”
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Ausstattungs–, Kosten– und Leistungsvergleich für Fachhochschulen von HIS erschienen
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Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen bei der Errichtung von Stiftungsprofessuren veröffentlicht
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IHF– Beiträge zur Hochschulforschung: Kosten für Bachelor– bzw. Diplomstudienplatz im Vergleich – Bildungsrenditen von Lehrern und anderen Akademikern
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Familie in der Hochschule: Anmeldung für den Fachtag am 20. Oktober in Berlin jetzt möglich
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HRK: Internationale Konferenz zu Masterprogrammen in Europa am 25./26. Oktober 2011 in Berlin: „New Perspectives for Master Study Programmes in Europe. Implementing the Second Cycle of Bologna – A European Success Story?“
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Hochschulquartett: Was tun die Hochschulen, wenn die Schulen versagen? – Live–Diskussion im Deutschlandfunk am 26.08.11 um 19:15 Uhr, u.a. mit Dr. Jörg Dräger, Prof. Dieter Lenzen, Prof. Alexander Markschies und Prof. Monika Bessenrodt–Weberpals
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Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt. Sachsen lag bereits in den vergangenen Jahren auf dem Spitzenplatz. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg–Vorpommern (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland–Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibe die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik, heißt es in der Pressemitteilung.
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Das Bildungssystem in Deutschland ist hervorragend, die persönliche Sicherheit groß und die Studienkosten sind erträglich. Das sind die wichtigsten Gründe, warum sich ausländische Studierende und Graduierte für eine deutsche Hochschule entscheiden. Diese Ergebnisse ergaben Umfragen im Auftrag des Hochschulkonsortiums GATE–Germany, einer Initiative des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der HRK. Die stark aufgefächerten Resultate vom „International Student Barometer“ und „Student Pulse“ liefern deutschen Hochschulen Informationen darüber, wo und wie sie ihre Zielgruppen am besten erreichen und langfristig an sich binden können.
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Das EU–Programm Tempus unterstützt seit 1990 die
Modernisierung der Hochschulsysteme in den Nachbarregionen der Europäischen Union. Während der aktuellen Runde der laufenden vierten Programmphase (2007 – 2013) sind die deutschen Hochschulen erneut die engagiertesten Vertragsnehmer: Von 63 ausgewählten Projekten koordinieren sie 10 und sind an 15 weiteren als Partner beteiligt. Insgesamt stehen über 52 Millionen Euro für diese neuen Projekte zur Verfügung. Für den nächsten Aufruf soll das Tempus–Budget auf über 82 Millionen Euro angehoben werden.
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Die Kosten für berufliche Erstausbildung und Erststudium können nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) nun unmittelbar nach Schulabschluss in voller Höhe abziehbar sein.
Der BFH hat mit Urteilen vom 28. Juli 2011 VI R 38/10 und VI R 7/10 entschieden, dass das seit 2004 geltende Abzugsverbot für Kosten eines Erststudiums und einer Erstausbildung der Abziehbarkeit beruflich veranlasster Kosten für eine Erstausbildung oder für ein Erststudium auch dann nicht entgegensteht, wenn der Steuerpflichtige diese Berufsausbildung unmittelbar im Anschluss an seine Schulausbildung aufgenommen hatte.
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Was Studierende nun beachten müssen, hat u.a. das Magazin Spiegel in einem Artikel zusammengestellt
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Vor 40 Jahren wurde das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) in Westdeutschland beschlossen. Am 1. September 1971 trat das Gesetz in Kraft und wurde erstmals im Oktober 1971 an Empfänger ausgezahlt. Bis heute hat dieses bewährte Instrument der staatlichen Studienfinanzierung etwa vier Millionen jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet.
Ulrich Müller, Studienfinanzierungsexperte des CHE, sieht neben einem positiven Rückblick aber auch Grund zu einer kritischen Reflexion des bisher Erreichten. Müller: „Kleinere Schönheits– und Verjüngungskuren können auf Dauer nicht überdecken, dass inzwischen eine grundlegendere Neuausrichtung nötig ist. Unterschiedliche Beschwerden deuten auf eine drohende „Midlife Crisis“ des BAföG hin.“ So berücksichtigt auch das neue BAföG nicht unterschiedliche Bildungsbiographien der Studierenden. BAföG–Strukturen erlauben z.B. keinen Wechsel zwischen einem voll– und teilzeitorientiertem Studium und sehen keine Finanzierung weiterbildender Studiengänge vor.
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Das Deutsche Studentenwerk hat einen Rückblick auf 40 Jahre BAföG in einer kleinen Festschrift zusammengestellt
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Eine neu überarbeitete Auflage der BAföG–Textausgaben mit Erläuterungen gibt den heutigen Stand nach der BAföG–Novelle im Jahr 2010 wieder und ist beim Deutschen Studentenwerk zu beziehen.
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Das gemeinsame Symposium des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des CHE beschäftigt sich am 29. und 30. November 2011 in Berlin mit der Frage, welche Rolle Service– und Beratungsangebote für Studierende in den strategischen Überlegungen der Hochschulen spielen. Wie können die Studentenwerke die Hochschulen in ihren Strategien und ihrer Profilbildung unterstützen? Dabei geht es auch darum, wie Hochschulen und Studentenwerk ihre verschiedenen Service– und Beratungsangebote gemeinsam und abgestimmt an die Zielgruppen adressieren können. Anmeldungen sind ab jetzt möglich.
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Die Dynamik beim Hochschulmarketing scheint enorm, aber ein aktueller Überblick über den Entwicklungsstand fehlt. So ist unklar, mit welcher Intensität mittlerweile die neuen Medien für das Hochschulmarketing eingesetzt werden oder in welcher Größenordnung Marketingbudgets an den Hochschulen zur Verfügung stehen. Damit für die Entscheidungen über die Verwendung der Marketingbudgets zukünftig die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen, befragt das CHE im Rahmen einer Studie Hochschulen zu der Verteilung der Mittel auf die verschiedenen Instrumente sowie den Einsatz der „New Social Media“.
Eine Teilnahme an der Befragung ist noch möglich. Für die beteiligten Hochschulen wird eine individuelle Auswertung der Daten erstellt, die auch einen Vergleich mit den übrigen Hochschulen einschließt, so dass der Stand der eigenen Aktivitäten eingeordnet werden kann.
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Die nächste Veranstaltung
15./16. September 2011:
Einführung der Trennungsrechnung vor dem Hintergrund des EU–Beihilfeverbots
Ort: Hotel Lindenhof, Bielefeld
Referent(inn)en: Andrea Güttner (CHE Consult), Dr. Jutta Fedrowitz (Projektleiterin, CHE), Klaus Finis (Koordinator Controlling, Uni Duisburg–Essen), N.N.
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Für das Wintersemester findet sich das Kursprogramm unter
www.hochschulkurs.de
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Für alle, die in der Schulzeit immer mit Bauchschmerzen in die Mathe–Stunde gegangen sind und auch später noch mit mathematischen Themen auf Kriegsfuß standen, gibt es jetzt Linderung. Eine US–amerikanische Studie an der John Hopkins University in Baltimore hat herausgefunden, dass mathematisches Können vorbestimmt ist. Entweder man wird damit geboren oder eben nicht. Für die Studie wurden mit 200 Vierjährigen verschiedene Test durchgeführt, um ihr mathematisches Verständnis vor dem Einfluss des schulischen Mathe–Unterrichts zu erforschen. Dabei ist auch herausgekommen, dass mathematisches Können nicht mit der allgemeinen Intelligenz einer Person zusammenhängt. Noch eine gute Nachricht für alle Nicht–Mathematiker.
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Redaktion:
Britta Hoffmann–Kobert
Nina Kothy
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