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Pressemitteilungen

Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 85 Ausgabe 5/2007
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1. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

der Mai hatte es hochschulpolitisch in sich: in London versuchten die Bildungsminister von 46 europäischen Staaten, den gemeinsamen Hochschulraum weiter voran zu bringen; die Bundesregierung beschloss, das Hochschulrahmengesetz fallen zu lassen, und die Hochschulen hatte sich gleich mit zwei neuen Rankings auseinander zu setzen, dem des Focus und dem CHE– HochschulRanking. Während dort immer noch Einzelkriterien zusammengemixt und die beste Hochschule gekürt wird, halten wir an der Multidimensionalität von Hochschulen fest. Während dort die Befragung von Dekanen und Personen der Wirtschaft die wesentliche Rolle spielt, ist die Reputation in der Fachcommunity (für deren Ausweis wir oft gescholten werden) beim CHE nur einer von über 30 Indikatoren. Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden. Ich danke jedenfalls all denen herzlich, die auch öffentlich bekundet haben, sie halten das CHE–Ranking für seriöser und qualifizierter.

Mehr zu diesen und weiteren Themen lesen Sie in diesem CHE.ckpoint.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Ihr Detlef Müller–Böling (mailto:d.mueller–boeling@che.de) und die CHE.ckpoint–Redaktion

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2. CHE–Studie zeigt: Mehrheit zufrieden mit Juniorprofessur
Die Juniorprofessur hat sich aus Sicht der Stelleninhaber als Qualifizierungsweg bewährt. Mehr als zwei Drittel sind eher oder sehr zufrieden mit ihrer Situation. 71 Prozent der Befragten würden sich noch mal für eine Juniorprofessur entscheiden. "Das Ergebnis zeigt, dass die Einführung dieses Qualifikationswegs richtig war. Er wird von den Universitäten genutzt, um exzellente Nachwuchskräfte zu rekrutieren und ist besonders geeignet, innovative Forschungsfelder zu besetzten", sagt der Leiter der Studie Gero Federkeil. Bei der Berufung von Juniorprofessoren werden weitgehend die gleichen Verfahren eingesetzt wie bei der Besetzung von Lebenszeitprofessuren.


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3. CHE–HochschulRanking 2007 erschienen
Die Ergebnisse von über 250 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE am 8. Mai im Internet publiziert. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet. In diesem Jahr sind es Anglistik/ Amerikanistik, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro– und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichte, Maschinenbau, Psychologie und Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen. Neu aufgenommen wurde das Fach Romanistik.


Die Universitäten aus Österreich und der Schweiz sind seit 2004 bzw. 2005 im HochschulRanking dabei. Nunmehr werden Tests für niederländische und flandrische Hochschulen durchgeführt, die sich ebenfalls dem internationalen Vergleich stellen wollen.


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4. Kapazitätsplanung in gestuften Studienstrukturen
Die Bundesländer müssen bei ihrer Kapazitätsplanung bei der Umstellung auf gestufte Studiengänge abwägen zwischen den Zielen, ausreichende Studienkapazitäten für das Erststudium bereitzustellen, attraktive Masterstudienplätze anzubieten und eine möglichst hohe Betreuungsintensität im Erst– und Zweitstudium zu gewährleisten. Eine CHE–Studie zeigt, dass die meisten Länder die Priorität auf die Sicherung eines annähernd konstanten Angebots an Studienkapazitäten im Erststudium legen. Zugleich wird versucht, die Qualität der Betreuung zu verbessern. Für die Einrichtung von Masterangeboten verbleiben unter diesen Bedingungen nur begrenzte Spielräume.


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5. Ticker
EU–Forschungsminister sehen zukünftiges EIT als Netzwerk zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie weiteren Akteuren aus den Bereichen Bildung und Innovation


Wissenschaftsminister von Bund und Ländern haben den Hochschulpakt 2020 gebilligt. Regierungschefs entscheiden im Juni


Bundeskabinett beschließt Aufhebung des Hochschulrahmengesetzes


Die Studierendenorganisation "fzs" kritisiert die Pläne zur Abschaffung des HRG und befürchtet Kleinstaaterei im Hochschulwesen


Aufnahme der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) in die gemeinsame Bund–Länder–Förderung


HRK spricht sich für einen früheren Semesteranfang aus


HRK sieht mit dem Hochschulpakt unkalkulierbare Risiken auf die Hochschulen zukommen


NRW: Expertenkommission legt Empfehlungen für die Reform der Lehrerausbildung in konsekutiven Studiengängen vor. Die Reform soll im WS 2008/09 an den Universitäten des Landes umgesetzt werden.


Niedersachsen: Reden, Statements und Diskussionen vom hochschulpolitischen Kongress der Niedersächsischen Landesregierung am 23. April jetzt online


Universitäten Halle–Wittenberg, Jena und Leipzig schließen Kooperationsvereinbarung über gemeinsame Forschungsverbünde und die gemeinsame Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Verbundstudiengänge sind darüber hinaus angedacht


HRK–Präsidentin Wintermantel fordert, die Kommunikationslücke zwischen universitärer Forschung und möglichen Anwendungsbereichen in der Wirtschaft zu schließen


Prof. Dr. Wilfried Müller und Prof. Dr. Dieter Lenzen ab August neue Vizepräsidenten der HRK


Zahl der Erstabsolventen in 2005 wieder gestiegen. Statistisches Bundesamt legt aktualisierte Broschüre "Hochschulen auf einen Blick" vor


Wissenschaftsrat analysiert Prüfungsnoten: Notengebung zu wenig differenziert


DFG: Dorothee Dzwonnek wird neue Generalsekretärin


CHE–Forum Immobilienmanagement für Hochschulen: Vorträge jetzt online


HIS–Publikation: Public Private Partnership im Hochschulbau – Möglichkeiten für Neubau und Sanierung (PDF 127 Seiten)


Beiträge zu Hochschulforschung 1/2007erschienen. Themenschwerpunkt: Was wird aus Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt?


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6. Stifterverbands–Fellowship Wissenschaftsmanagement
Erstmalig schreibt der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft das Stifterverbands–Fellowship Wissenschaftsmanagement aus. Das Stipendienprogramm soll exzellente Nachwuchskräfte in der Hochschul– und Wissenschaftsverwaltung bei ihren Professionalisierungs– und Weiterbildungsbemühungen unterstützen. Bewerben können sich bis zum 20. Juni Personen, die im deutschen Wissenschaftssystem arbeiten oder eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben.


Die Donau–Universität Krems vergibt einen Hochschulmanagement–Preis für innovative Projekte aus der Hochschulverwaltung im deutschsprachigen Raum: Bewerbung bis 30. Juli


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7. Bologna–Folgekonferenz in London – Bachelor im Vormarsch
Am 17./18. Mai kamen in London die Bildungsminister der 46 teilnehmenden Mitgliedsstaaten zur Bologna– Nachfolgekonferenz zusammen. Ziel der Konferenz war es, die noch offenen Punkte in der Umsetzung bis 2010 für die nächsten zwei Jahre festzulegen und die Weichen für die Zeit nach 2010 zu stellen. Verabschiedet wurde ein London Communiqué.


Das nächste Treffen wird am 28./29. April 2009 von den Beneluxländern in Leuven/Louvain–La–Neuve ausgerichtet


Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat zum Abschluss der Bologna–Konferenz in London davor gewarnt, bei der Reform des europäischen Hochschulraums zu starren Regelungen zu folgen: "Ziel des Bologna–Prozesses ist die Gestaltung von Vielfalt, nicht Harmonisierung", sagte die Ministerin.


Kritik am London Communiqué kommt von 4ing – Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V. Nach ihrer Meinung bedarf der Bologna–Prozess, dessen Notwendigkeit nicht bestritten wird, einer neuen Richtung. Insbesondere solle mehr Rücksicht genommen werden auf erhaltenswerte nationale Kulturen und Fächerkulturen.


Laut einer Studienanfängerbefragung von HIS haben sich in Deutschland im Wintersemester 2006/07 48 Prozent in einen Bachelorstudiengang eingeschrieben. Unabhängig von Geschlecht, Hochschulart oder Fächergruppe – ausgenommen Rechtswissenschaften, Medizin und die Lehramtsstudiengänge – sei der Bachelor damit die Abschlussart mit den größten Anteilen.


Die HRK hat zur Bildungsministerkonferenz in London eine Veröffentlichung herausgegeben: Fit für die Welt – Die deutschen Hochschulen auf dem Weg zum europäischen Hochschulraum.


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8. Befragung von Fakultätsmanagern
Eine aktuelle Befragung zeigt, dass mindestens drei Typen von Fakultätsmanagern sich derzeit an deutschen Hochschulen herausbilden, von denen zwar sehr ähnliche Qualifikationen verlangt werden, die aber in unterschiedlichem Maße in die Fakultätsabläufe eingebunden sind und auch unterschiedliche Entscheidungs– und Gestaltungsspielräume haben. Schon 2004 hat das CHE in einer ersten Befragung von Fakultätsmanagern diese neue Form von Hochschulmanagern unter die Lupe genommen. Die aktuelle Studie zeigt, dass Stellen mit überwiegender Assistenzfunktion häufiger von Frauen besetzt sind. Ansonsten macht es bei der Stellengestaltung keinen Unterschied, ob sie von einer Frau oder einem Mann besetzt ist.


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9. Mehr Mobilität für Studierende
Deutsche Studierende sollen mit dem Programm "go out – studieren weltweit" mobiler werden. Denn laut HIS waren im WS 2006/07 nur 23 Prozent während des Erststudiums im Ausland. 26 Prozent planen einen Studienaufenthalt im Ausland, 35 Prozent lehnen ihn für sich ab.


Nach einem Bericht des DAAD nimmt die Internationalisierung der deutschen Hochschulen erfreulich zu. Die Kampagne "go out – studieren weltweit" sei 2006 gemeinsam mit dem BMBF ins Leben gerufen worden, um 50 Prozent der Studierenden zu einem Teilstudium oder Praktikum im Ausland zu bewegen. Zurzeit seien es etwa 30 Prozent.


Auch Hochschulforscher Ulrich Teichler befasst sich in seiner neuesten Publikation mit der Internationalisierung der Hochschulen. Seine Bilanz anlässlich des 20. Jubiläums des europäischen ERASMUS–Programms lautet: "Internationalisierung in Studium und Beruf schreitet so schnell voran, dass die "Internationalisierung daheim" noch stärker wächst als studentische Mobilität."


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10. Weiterbildung für Dekane aus Ostafrika
33 Dekane und Heads of Department aus ostafrikanischen Hochschulen waren vom 7. – 16. Mai 2007 zu einer Hochschulmanagement–Fortbildung in Deutschland. Das CHE hat gemeinsam mit dem DAAD und der FH Osnabrück als Hauptveranstalter sowie der HRK, der Humboldt–Stiftung und Vertretern der Universität Addis Abeba und der Moi Universität in Kenia ein Programm entwickelt, in dem Konzepte und Erfahrungen zu modernem Hochschul– und Fakultätsmanagement vorgestellt werden. "Die mittlere Führungsebene der Dekane wird an Hochschulen immer wichtiger, das ist ein globaler Trend", meinen Dr. Jutta Fedrowitz und Prof. Dr. Frank Ziegele, die für das CHE mitgewirkt haben. "Dekane werden aber mit ihrer Führungsaufgabe meistens ins "kalte Wasser" geworfen. Sie haben viel zu wenig Möglichkeiten, Managementwissen zu erwerben." Der "International Deans' Course" wird nächstes Jahr in Addis Abeba fortgesetzt und soll 2009 mit Dekanen aus Asien neu aufgelegt werden.


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11. Hochschulkurs
Die nächste Veranstaltung:

(Dieser Hochschulkurs ist ausgebucht, er wird im Wintersemester erneut angeboten)

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12. 5./1. Juni 2007: Fakultätsmanagement – von der Verwaltung
zur Geschäftsführung, Basisworkshop Ort: Tagungshotel Lindenhof, Bielefeld Referent/inn/en: Dr. Christian Berthold (CHE Consult), Dipl.– Psych. Maren Hiltmann (Doktorandin Universität Wien), Dr. Ralf Paquin (Fakultätsreferent, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Georg–August–Universität Göttingen), Prof. Dr. Claus–Dieter Wacker (HAW Hamburg)


Das komplette Programm finden Sie unter


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13. In eigener Sache
Das CHE sucht Verstärkung für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Interessenten, die sich darüber hinaus in die Projektarbeit bei den Hochschulen vor Ort einzubringen verstehen, sind herzlich gebeten, sich an Detlef Müller–Böling zu wenden. mailto:detlef.mueller–boeling@che.de

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14. Impressum
Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert Lars Hüning

Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare: mailto: che.ckpoint@che.de

Alle Angaben, speziell URL–Adressen, sind ohne Gewähr.

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Britta Hoffmann-Kobertmehr
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E-Mail: britta.hoffmann-kobert
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Anita Schmitzmehr
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