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Liebe Leserinnen und Leser,
nun ist Eile geboten. Nach dem langen Ringen um die Exzellenzinitiative, müssen die Hochschulen jetzt bis zum 1. August eine Absichtserklärung abgeben, wenn sie sich für die erste Förderperiode bewerben wollen. Und das tun sie auch. Die vermeintlich schweren Tanker starten ihre schnellen Schlauchboote und nehmen Kurs auf die anvisierten Mittel. Es wird sich zeigen, ob bei der Verteilung der Gelder wirklich allein wissenschaftliche Exzellenz im Vordergrund stehen wird oder, wie von einigen befürchtet, das Gieskannenprinzip angewendet wird, um keinen Unmut einzelner Länder heraufzuschwören. Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil zum Hochschulzugang in Österreich deutlich gemacht, dass wir nicht mehr in engen Grenzen denken dürfen, wenn wir uns wirklich als Teil eines europäischen Hochschulraums sehen. Hier und da müssen dann andere Auswahlkriterien angewandt werden als bisher. Lesen Sie mehr dazu und zu weiteren Themen in dieser Ausgabe des CHE.ckpoint.
Viel Spaß dabei wünscht
Ihr Detlef Müller–Böling (mailto:d.mueller–boeling@che.de) und die CHE.ckpoint–Redaktion
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Nach dem Beschluss über den Pakt für Forschung und Innovation, hat die BLK am 4. Juli beschlossen, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Max–Planck–Gesellschaft 2006 mit insgesamt 2,6 Milliarden Euro zu fördern. Das entspricht einer Steigerung der bisherigen Mittel um 3 Prozent. Für die Durchführung des Wettbewerbs zur Exzellenzinitiative werden der DFG zudem Mittel zur Verfügung gestellt. Link
Die Mitgliederversammlung der DFG begrüßt die Vereinbarungen zur Forschungsförderung an deutschen Universitäten. An die Länder wird appelliert, für die Finanzierung der Exzellenzinitiative nicht auf die Hochschuletats zuzugreifen, sondern zusätzliche Mittel dafür zu erschließen. Link
Für die erste Förderrunde in 2006 soll die Ausschreibung noch in diesem Jahr erfolgen. Eine zweite Ausschreibungsrunde für 2007 soll folgen. Bis zum 1. August können die Universitäten Absichtserklärungen für eine Teilnahme abgeben. Die genauen Förderbedingungen werden durch eine gemeinsame Kommission von DFG und Wissenschaftsrat im Laufe des August 2005 festgelegt. Link
Mehrere Hochschulen haben sich für eine Bewerbung ausgesprochen, einige kündigten dabei auch Kooperation mit anderen Hochschulen oder Forschungseinrichtungen an. Auf einer Veranstaltung der HRK formulierten die Rektoren Forderungen an die Umsetzung der Exzellenzinitiative. Link
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Am 7. Juli hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Österreichs Hochschulen für alle EU–Bürger die gleichen Zugangsvoraussetzungen schaffen müssen. Damit wurde der Weg frei für deutsche Studieninteressierte, die wegen des Numerus clausus im Fach, wie z.B. in Medizin, im eigenen Land keine Chance auf einen Studienplatz haben. Nach Pressemeldungen waren die österreichischen Studienplätze für Medizin schon einen Tag nach dem Urteil überbelegt. Österreichs Regierung hat es den Hochschulen durch eine Gesetzesänderung jetzt freigestellt, eigene Zulassungsbeschränkungen zu erlassen. Wien und Innsbruck wollen in diesem Jahr den Zeitpunkt der Anmeldung als Auswahlkriterium nehmen. Die Universität Graz kündigte an, nach dem ersten Semester durch verschärfte Prüfungen die Besten "herausfiltern" zu wollen. Link
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Orientierungen
An den Universitäten sind die Studierenden mit durchschnittlich 23,8 Jahren jünger als an den Fachhochschulen mit im Schnitt 25 Jahren. Dies zeigt eine Langzeitstudie des BMBF, welche die Studiensituation und die studentischen Orientierungen seit Anfang der 80er Jahre in einem Rhythmus von zwei bis drei Jahren ermittelt. Nach den neuesten Ergebnissen sind mehr Studierende zufrieden mit der Qualität ihrer Studieninhalte und mit dem Studienaufbau als noch im Wintersemester 2000/01. Die Fächerwahl ist bei einigen Fächern sehr stark geschlechtsspezifisch und in hohem Maße von den in der Schule gewählten Leistungskursen geprägt. Link
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BMBF und mehrere Ingenieursverbände sprechen sich gemeinsam für den Bologna–Prozess aus. Eine Quotierung von Studienplätzen für einzelne Studiengänge wird von den Verbänden abgelehnt Link
BLK: Übergang von der Schule ins Studium muss erleichtert werden Link
Australische und deutsche Rektoren fordern Gestaltungsspielräume für die Hochschulen Link
NRW: Kabinett bestätigt Qualitätspakt zwischen dem Land und den Hochschulen. Hochschulen bleiben von der Haushaltssperre und dem Einstellungsstopp ausgenommen Link
Niedersachsen: Zukunftsvertrag soll Hochschulen Planungssicherheit bis 2010 bringen Link
Niedersachsen: Landeshochschulkonferenz begrüßt Kabinettsbeschluss zum Zukunftsvertrag Link
Baden–Württemberg: Weitere Diskussionsveranstaltungen zu Studiengebühren angekündigt Link
Universität Hohenheim verfasst Resolution zu Studiengebühren Link
Baden–Württemberg: Land stellt 13 Mio. Euro für Forschung von Juniorprofessoren zur Verfügung Link
Wissenschaftsrat akkreditiert die Privatuniversität Witten/ Herdecke. Erhebliche Mängel bei der Medizinerausbildung festgestellt Link
Studierende der Privatuniversität Witten/ Herdecke sprechen sich für eine Erhöhung ihrer Studiengebühren aus Link
Lehrerverbände wollen am Staatsexamen festhalten Link
KfW verschiebt Start für Studienkredite Link
DAAD und Humboldt–Stiftung veröffentlichen 10–Punkte–Memorandum zur Konkurrenzfähigkeit Deutschlands als Wissenschaftsstandort Link
DFG wird Partner im Netzwerk "Knowledge Exchange". Internationale Vernetzung soll Zugang zu Informationen verbessern Link
HIS–Studie – Studienberechtigte 2004 zeigt: Studienbereitschaft erstmals wieder gesunken Link
Hochschule und Professionen – das neue Heft der Zeitschrift "die hochschule" handelt von Professionalisierungstheorien und Hochschulforschung Link
Frauenanteil bei den Professoren steigt auf 14 Prozent Link
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Die Akkreditierung von Studiengängen ist ein wichtiger Baustein in der Modernisierung der Hochschulen: Qualitätssicherung, Leistungstransparenz für Studierende und Arbeitgeber sowie wissenschaftsnahe Verfahren statt staatlich–bürokratischer Genehmigung sind die zentralen Anliegen.
Die Mitgliedsuniversitäten von TU 9 halten das bisherige Verfahren zur Akkreditierung für zu bürokratisch, zu aufwändig und nicht qualitätsfördernd. Sie fordern, dass geprüft werden müsse, ob die Hochschulen die selbst gesetzten Bildungsziele erreichen und ein angemessenes Qualitätsmanagement ihrer Studienprogramme betreiben. Die Akkreditierung müsse die eigene Gestaltung der Studiengänge erlauben. Link
Im Juni hatte der Mathematisch–Naturwissenschaftliche Fakultätentag ein vereinfachtes Verfahren für die Reakkreditierung gefordert, um die Kosten für die Hochschulen zu verringern. Link
Wie steht es um die Praxis der Akkreditierung in Deutschland? Werden die Ziele erreicht? Das CHE will Erfahrungen sammeln. Es stellt daher in seinem Online–Forum CHE.tboard diese Fragen zur Diskussion. Positive wie negative Erfahrungen mit der Akkreditierung können an dieser Stelle vorgestellt und diskutiert werden. Link
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Stefan Hornbostel wird Leiter des neu gegründeten Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung. Aufgabe des IFQ soll die Erhebung, Aufbereitung und Analyse von Daten sein, die es erlauben, empirisch fundierte Aussagen über Ergebnisse und Erfolge der deutschen Forschung im nationalen und internationalen Vergleich zu treffen. Die Leitung des Instituts ist mit einer Berufung an die Humboldt–Universität verknüpft, die Hornbostel zum Wintersemester 2005/2006 antreten wird. Link
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Das Informationsportal der HRK "Service–Stelle Bologna" soll Hochschulen, Studierende und Wirtschaft unterstützen und liefert Informationen über mögliche individuelle Studienwege, die Einordnung der Abschlüsse am Arbeitsmarkt, die arbeitsmarktorientierte Ausrichtung einzelner Studiengänge sowie die Studienfinanzierung. Das Informationsportal bietet außerdem eine Auflistung der Beschlüsse der KMK zur Studienreform und umfangreiche Link– und Literaturlisten. Aktuelle Termine und Veranstaltungen der Service–Stelle Bologna können abgerufen und die dazugehörigen Tagungsdokumentationen heruntergeladen werden. Link
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Rechenzentren
Die informationsverarbeitenden Technologien haben mittlerweile Einzug in alle Bereiche der Hochschule gehalten. Rechenzentren sind heute in der Rolle eines Dienstleisters, an den von allen Seiten unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Elf Fachhochschulen haben sich in einem Benchmarking–Club zusammen getan, um sich über die daraus ergebenden Fragen auszutauschen: Welche basalen Dienste müssen vom Rechenzentrum angeboten werden, welche zusätzlichen Aufgaben werden übernommen? Was für ein personeller und finanzieller Aufwand ergibt sich aus den gewachsenen IT–Strukturen der Hochschulen? Wie kann die IT in das strategische Konzept einer Hochschule eingepasst werden? Ein Bericht über den Erfahrungsaustausch liegt nun vor. Link
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Die letzte Veranstaltung des Sommersemesters ist am:
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Fakultätsmanagement – von der Verwaltung zur Geschäftsführung (Basisworkshop) Ort: Hotel Lindenhof, Bielefeld Referent/innen: Dr. Christian Berthold, CHE Consult, Gütersloh; Maren Hiltmann, Universität Wien; Nikolas Lange, TU Braunschweig; Prof. Dr. Bernd Thum, Universität Karlsruhe; Prof. Dr. Claus–Dieter Wacker, HAW Hamburg (angefragt) Link
Das neue Programm für das Wintersemester 2005/2006 beginnt im Oktober.
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Während noch über institutionelle Akkreditierung oder Akkreditierung auf der Ebene einzelner Studiengänge diskutiert wird, hat sich die Helmut–Schmidt–Universität/Universität der Bundeswehr eindeutig entschieden. In einer Einladung zum Beförderungsappell heißt es:
"Die Akkreditierung muss für jede Person separat beantragt werden." Link
Zum Glück waren dabei nur die Medienvertreter angesprochen.
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Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert Lars Hüning Meike Siekermann
Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare: mailto: che.ckpoint@che.de
Alle Angaben, speziell URL–Adressen, sind ohne Gewähr.
Sie können den CHE.ckpoint abonnieren, kündigen, Ihre Adresse ändern und kommentieren über Link V.i.S.d.P.: die CHE.ckpoint–Redaktion –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
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