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Die Semesterferien neigen sich dem Ende zu und damit wir unseren Lesern gleich zu Anfang des Wintersemesters ein Highlight präsentieren können, werden wir das für diese Ausgabe angekündigte Interview mit Prof. Dr. Hans Meyer zur Dienstrechtsreform auf die CHE.ckpoint–Ausgabe im Oktober verlegen. Inzwischen beschäftigt uns das "Wie" der Hochschulreform in ihren anderen Schwerpunkten weiter. Ihre Rückmeldungen auf den zur Diskussion gestellten Artikel "Hochschulreform – Volle Kraft voraus!" (Detlef Müller–Böling in "DIE ZEIT" vom 7.8.) haben wir erhalten und möchten mit dieser Ausgabe das Thema und die Diskussion vertiefen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu "Hochschulreform, aber richtig!" und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.
Ihr Detlef Müller–Böling mailto:d.mueller–boeling@che.de
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Im Fokus der Reform steht zur Zeit vor allem die Umsetzung, das "Wie" der Neuen Steuerung: Wie kann man beispielsweise Zielvereinbarungen so konzipieren, dass sie nicht zum neuen Instrument der Zielvorgabe und Detailsteuerung werden? Was bringt ein Globalhaushalt, wenn das Ministerium nicht gleichzeitig Stellenpläne und Genehmigungsvorbehalte abschafft und wenn die Freiheiten nicht in die Fachbereiche hinein weitergegeben werden? Wie kann man verhindern, dass gut gemeinte Evaluationsansätze in übertriebene "Evaluitis" ausarten? Durch solche widersprüchlichen, inkonsequenten oder übertriebenen Umsetzungen werden sinnvolle Reformen im Vor und Zurück zerrieben und sind so letztendlich zum Scheitern verurteilt. Wir möchten Sie dazu aufrufen, uns Ihre Erfahrungen zu mailen, die das Verhältnis Hochschule/Wissenschaftsministerien im Neuen Steuerungsmodell betreffen, aber auch gelungene oder weniger gelungene Beispiele im Verhältnis zentraler/dezentraler Hochschulleitung zu benennen. Wo läuft die Reform schief und wo gibt es vorbildhafte Umsetzungsbeispiele? Die Beispiele möchten wir sammeln, auswerten und an Sie rückkoppeln. Wir erhoffen uns dadurch, in einen vertieften konstruktiven Dialog einzutreten sowie Lerneffekte und Empfehlungen für das richtige "Wie" bei der Umsetzung der aktuellen Hochschulreform ableiten zu können. mailto:d.mueller–boeling@che.de
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Zu den "Untiefen" der Hochschulreform ist eine Reaktion auf den in der ZEIT veröffentlichten Artikel bereits eingegangen, die wir im Folgenden ungekürzt wiedergeben:
"Habe ich richtig gehört? War da von "Autonomie" die Rede? Dürfen die Hochschulen jetzt selbst entscheiden? In der Praxis sieht das so aus: Das Ministerium erläßt eine neue Prüfungsordnung, obwohl das Fach dafür keine Notwendigkeit sieht. Daß die Prüfungsordnung in Kraft ist, erfahren wir an der Universität drei Wochen, nachdem sie in Kraft getreten ist. Gleichzeitig werden wir aufgefordert, eine neue Studienordnung zu entwerfen, denn dafür seien wir zuständig. In der Zwischenzeit herrscht Chaos: Was gilt jetzt für wen? Und als schließlich die neue Studienordnung auf dem Tisch liegt, wird sie vom Ministerium zurückgewiesen! Viel Lärm um nichts wäre als Fazit noch viel zu positiv. Ein anderes Beispiel: Eine Lektorenstelle darf neu besetzt werden, aber die Information kommt für uns – als Anglisten müssen wir in die Ferne schweifen – so spät, daß es schwierig ist, die Stelle zu besetzen. Dabei haben wir eine kompetente Lektorin hier, die gerne weiter machen und die wir gerne weiter beschäftigen würden, aber deren Stelle wird gesperrt, und wir dürfen sie auch nicht auf die "entsperrte" Stelle setzen. Absurdistan! Und dann scheut sich der Minister nicht, hierher zu kommen und, bei einer Festrede, mehr Effizienz von den Hochschulen einzufordern! Der Pyromane schreit "Feuer!""
Dr. Werner Schäfer FB II: Anglistik Universität Trier 54286 Trier
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Eine jüngst veröffentlichte HIS–Studie belegt für die neuen Länder eine zunehmende Studienneigung bei den studienberechtigten Schulabgängern. In den alten Bundesländern scheint die Talsohle erreicht zu sein. Der vollständige Bericht kann bei der HIS GmbH angefordert werden. Link Dem Bedarf an Beratung, Orientierung und "Schnuppern" entsprechen einige interessante Angebote. Studien– und Berufswahl 2000/2001 im Netz Link Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt Link Chemnitzer Herbstuniversität Link
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Die Hochschulen haben die Zeichen der Zeit erkannt, die Boxhandschuhe angezogen und sind in den Ring gestiegen, um sich dort der Konkurrenz im Kampf um Studierende zu stellen. Überschattet wird der akademische Wettkampf bereits in den ersten Runden von einigen Dopingfällen. So verlieh die Dortmunder Universität ihren Werbeargumenten durch die Aussicht auf Kopfgeld für Studienbewerberinnen Nachdruck Link An der UGH Siegen wollte man dem nicht nachstehen und bot in einzelnen Fächern denjenigen, die sich besonders flott immatrikulieren, kostenlose Semestertickets an Link Gespannt warten jetzt die Zuschauer rund um den Ring, ob die TU Clausthal als nächstes Studierwilligen einen Satz Winterreifen für die Einschreibung verspricht oder ob man in Konstanz mit einem kostenfreien Segelkurs an den Bodensee gelockt wird. Kreative Vorschläge für weitere Incentives nimmt die Redaktion des CHE.ckpoint gerne entgegen.
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Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Bibliotheken Bayerns und Nordrhein–Westfalens besiegelt Link
MOVE – TU Chemnitz modernisiert Verwaltung – Andere Hochschulen können davon profitieren Link
Jürgen Heß ist neuer HRK–Generalsekretär Link
Experten–Hearing zum Fernstudium im US–Repräsentantenhaus. Ein überaus lesenswerter Ergebnisbericht aus dem Auswärtigen Amt bewertet Chancen und gibt einen Überblick über private US–Initiativen im Bereich des Distance Learning. Link
Wissenschaftsrat verabschiedet Thesen zur künftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland Link
Fachhochschulen des Landes Mecklenburg–Vorpommern ab 2001 mit budgetiertem Haushalt Link
Wissenschaftler lernen an der Universität Dortmund lehren Link
Initiative D21 präsentiert hochschulpolitisches Memorandum Link
Unternehmen können im EUREGIO Biotech–Zentrum der FH Münster in Steinfurt innovative Ideen testen Link
Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) fragt im Auftrag des BMB+F: Wie nutzen Studierende elektronische Fachinformationen? Link
Hausarbeiten und Thesenpapiere von Betriebswirtschaftsstudenten werden an der Universität Erlangen–Nürnberg in einem Online–Lehrbuch systematisch gesammelt Link
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Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Hochschulkurses, dem Management–Fordbildungsprogramm für Führungskräfte an Hochschulen widmet sich dem Thema "Konfliktmanagement". Ob Mittelverteilung, Zuständigkeitsfragen oder Raumpläne, Konflikpotential gibt es in Hochschulen reichlich. Wie Konflikte sinnvoll gelöst werden können, wie man Konflikten vorbeugt und wie man eigenes Konfliktverhalten analysiert zeigt der Workshop am 21. und 22. September in Bielefeld. Mehr Informationen und Anmeldeformulare finden Sie unter www.hochschulkurs.de
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*Redaktion: Susanne Dopheide Klaus Neuvians Lars Tutt
Wir freuen uns immer über Anregungen und Kommentare: mailto:che.ckpoint@che.de
Alle Angaben, speziell URL Adressen sind ohne Gewähr.
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