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Pressemitteilungen

Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 238 Ausgabe 06|2019
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1. Editorial
Dr. Jörg Dräger (Foto: David Ausserhofer) Liebe Leserinnen und Leser,

2019 ist ein besonderes Jahr für die Fachhochschulen in Deutschland, denn vor 50 Jahren wurden die ersten von ihnen in Flensburg, Kiel und Lübeck gegründet.

Fachhochschulen haben seitdem entscheidend dazu beigetragen, akademische Bildung für einen größeren Kreis von jungen Menschen zu öffnen. Mittlerweile gibt es über 200 Hochschulen für angewandte Wissenschaft, in Deutschland. Sie sind unverzichtbar für unser Hochschulsystem und bieten mit ihren vielfältigen Profilen für über eine Million Studierende ein breites Spektrum an Studienmöglichkeiten. Eine ihrer Besonderheiten ist dabei ohne Zweifel der Praxisbezug in der Lehre, ebenso die Anwendungsorientierung in der Forschung, oft auch eine sehr gute regionale Anbindung und immer mehr eine internationale Vernetzung. Kein Wunder, dass sie zu einem „Exportschlager“ in viele Länder geworden sind. Grund genug also, dass die FH/HAW das Jubiläum feiern. Ich gratuliere herzlich dazu!

Lesen Sie mehr dazu in diesem CHEckpoint.

Interessante Lektüre wünscht,

Ihr Jörg Dräger

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2. Festschrift: 50 Jahre Fachhochschulen
Mehr als die Hälfte aller deutschen Hochschulen sind mittlerweile Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) bzw. Fachhochschulen (FHs). Zusammen mit der Technischen Hochschule Lübeck veröffentlicht das CHE die Festschrift „50 Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“. Diese wurde im Rahmen des offiziellen Festaktes zum Jubiläum am 13. Juni 2019 in Lübeck präsentiert. Die 40–seitige Publikation beleuchtet u.a. die Anfänge der deutschen Fachhochschulen, die 1969 aus den damaligen Ingenieurschulen hervorgingen. Zahlreiche Beiträge geben einen Eindruck von der Erfolgsgeschichte des Hochschultyps, der mittlerweile weltweit als Exportschlager kopiert wird.


Die Festschrift als PDF


Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gratulierte ebenfalls zum Jubiläum: "Unsere Fachhochschulen sind ein großartiger Teil unserer Bildungskultur in Deutschland. In einzigartiger Weise verbinden Fachhochschulen Wissenschaft und Praxis. Ihre Bandbreite ist enorm und eindrucksvoll. Sie reicht von forschungsstarken, international kooperierenden bis zu primär auf die Fachkräfteausbildung ausgerichteten Fachhochschulen. Ihre inhaltliche Ausrichtung umfasst ein riesiges Angebot in nahezu allen Lebensbereichen.
Der Erfolg der Fachhochschulen hängt auch in den nächsten 50 Jahren von den Persönlichkeiten ab, die dort lehren. Deshalb unterstützen Bund und Länder die Gewinnung von qualifizierten und praxiserfahrenen Professorinnen und Professoren. Dafür stellen wir insgesamt über 430 Millionen Euro zur Verfügung. Gerade in der letzten Woche hat mein Ministerium dazu eine Förderrichtlinie veröffentlicht.


BMBF zu Personalgewinnung und –entwicklung an Fachhochschulen: Richtlinien für die Förderung „FH–Personal Konzept“


Im Rahmen des Festakts fiel der Startschuss für eine bundesweite Kampagne „Unglaublich wichtig“, mit der in den nächsten drei Jahren die Relevanz und Vielfalt der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bzw. Fachhochschulen gewürdigt werden soll.


Im “Lübecker Manifest” fordern die HAWs unter anderem ein eigenständiges Promotionsrecht für forschungsstarke Fachrichtungen.

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3. Neue U–Multirank–Daten zeigen: International vernetzte Hochschulen haben bessere Ergebnisse bei Forschung und Wissenstransfer
International vernetzte Hochschulen schneiden bei vielen Indikatoren zu Forschung und Wissenstransfer besser ab als Hochschulen mit wenig internationalem Austausch. Sie sind erfolgreicher darin, Forschungsergebnisse in Industrie und Wirtschaft zu transferieren (39% höherer Anteil an gemeinsamen Publikation mit der Praxis), in der Gründung von Spin off Firmen (80 Prozent höher) und im Patentieren ihrer Forschungsergebnisse (2,5 mal mehr Patente). Ebenso haben ihre Forschungsergebnisse einen höheren Impact (der Anteil der Publikation, die zu den weltweit am häufigsten zitierten gehören, ist um 36 Prozent höher). Aber auch in Studium und Lehre stehen sie gut dar: Ihre Studierenden sind zufriedener mit ihren Studienbedingungen und ihrer Lernerfahrung. Dies sind exklusive Ergebnisse der neuen Ausgabe von U–Multirank, die 1.711 Hochschulen aus 96 Länder miteinander vergleicht. In diesem Jahr aktualisiert wurden Fächer der Naturwissenschaften und der Ingenieurwissenschaften.


Zu den Ergebnissen auf umultirank.org


Bericht mit Ergebnissen für Deutschland


Interaktive Weltkarte der U–Multirank Top Performing Universities 2019


Die Top–25 in ausgewählten Leistungsbereichen
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4. Biologie hat die höchste Promotionsquote aller Fächer
In der Medizin und den Naturwissenschaften werden in Deutschland die meisten Doktorarbeiten geschrieben. In der Biologie schließen sogar fast 90 Prozent aller Masterabsolvent(inn)en auch noch eine Promotion ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.
Für die Analyse der Promotionssituation in Deutschland hat das CHE errechnet, wie sich die Situation in den einzelnen Fächern konkret darstellt. Dafür wurde sowohl die Promotionsintensität als auch die Betreuungsquote je Fach ausgewertet. Hierbei zeigte sich: Die höchste Promotionsquote findet sich mit 86,2 Prozent derzeit in der Biologie. Setzt man die Promotionsabschlüsse mit den Masterabsolvent(inn)en ins Verhältnis, erlangen hier fast neun von zehn Masterabsolvent(inn)en auch noch einen Doktorabschluss. Ebenfalls hohe Quoten finden sich in den Fächern Chemie (78,9 %), Physik (64 %) und Medizin (63,3%).
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5. Ticker
BMBF: Für ein neues Rahmenprogramm für Geistes– und Sozialwissenschaften "Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten" sind bis 2025 rund 700 Mio. Euro vorgesehen


BMBF: Bundesrat hat die BAföG–Reform verabschiedet. Änderungen werden am 1. August wirksam


Baden–Württemberg: Neues Programm „Regionale Innovationspartnerschaften“ unterstützt die Hochschulen darin, im Verbund mit ihren Partnerunternehmen Studierenden niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten zu Unternehmen zu eröffnen. Drei Millionen Euro stehen zur Verfügung. Aus den Einreichungen werden maximal drei Verbünde ausgewählt


DAAD: Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus–Liebig–Universität Gießen, wird ab 1. Januar 2020 neuer Präsident des DAAD. Neue Vizepräsidentin wird Dr. Muriel Helbig, Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck


DAAD–Jahresbericht 2018 vorgestellt: Über 145.000 Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Jahr 2018 gefördert, davon rund 63.700 aus dem Ausland. Deutschland weltweit einer der attraktivsten Standorte für internationale Studierende


20 Jahre Bologna–Reform: Eine Bestandsaufnahme mit Sigrun Nickel, Leiterin Hochschulforschung im CHE, im Interview auf tagesschau.de


CHE: 30 Dekane aus afrikanischen Ländern beim IDC International Deans‘ Course
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6. Anerkennung für die Einigung über Hochschulförderung
Bund und Länder haben den Hochschulpakt bis zum Jahr 2020 mit einer Ausfinanzierung bis 2023 beschlossen. Der von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz getroffenen Vereinbarung haben die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern am 6. Juni 2019 zugestimmt.


Die Präsidenten von DFG und HRK dankten den Verantwortlichen der Einigung des ‚Zukunftsvertrags‘ und des ‚Pakts für Forschung und Innovation‘ für deren gemeinsame Kraftanstrengung zugunsten der Hochschulen ausdrücklich in einer Pressemeldung.
HRK–Präsident Prof. Dr. Peter–André Alt: „Dass beide Pakte nun auf höchster Ebene von Bund und Ländern unterzeichnet wurden, unterstreicht deren Bedeutung. Mit dem ‚Zukunftsvertrag‘ ist ein wichtiger Durchbruch gelungen, indem der Bund eine dauerhafte Verpflichtung zugunsten der Hochschulbildung eingegangen ist. Die Länder ihrerseits haben sich kompromissbereit und flexibel gezeigt und so diesen Erfolg erst möglich gemacht. In den Hochschulen werden der ‚Zukunftsvertrag‘ und die langfristige Stärkung der DFG über den ‚Pakt für Forschung und Innovation‘ sehr deutlich als Ermutigung und ziel– und sachorientiertes Handeln wahrgenommen.“ DFG–Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass in einer Zeit großer politischer Veränderungen diese Verständigung erzielt wurde. Es ist eine finanzpolitische Entscheidung von erheblicher Strahlkraft, die Hochschulen in dieser Weise nachhaltig zu fördern.
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7. Kleine Fächer an deutschen Hochschulen sichtbarer machen
HRK und BMBF haben die „Kleine Fächer–Wochen“ gestartet. 17 Projekte erhalten eine Förderung für Präsentation und Vernetzung ihrer Kleinen Fächer im nächsten Wintersemester. Damit soll die Sichtbarkeit der Leistungen der Kleinen Fächer erreicht werden.
„Die gemeinsame Initiative soll diese Fächer stärken, die in der deutschen Hochschullandschaft eine wichtige, aber selten gewürdigte Rolle spielen. Sie will die wissenschaftlichen Leistungen der Kleinen Fächer sichtbarer machen, über Studienmöglichkeiten und Berufsperspektiven informieren und die Alltagsrelevanz der Kleinen Fächer erlebbar machen“, so HRK–Präsident Prof. Dr. Peter–André Alt. HRK und BMBF wollen Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs für die Kleinen Fächer begeistern. Um die Kleinen Fächer in ihrer interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit weiter zu stärken, wird das BMBF in diesem Herbst eine neue Förderrichtlinie veröffentlichen.
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8. Kritik an Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG)
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für die Bundesbildungsministerin beschlossen. Abschlüsse der Berufsbildung sollen künftig die Bezeichnungen „Geprüfte/r Berufsspezialist/in“, „Bachelor Professional“ oder „Master Professional“ tragen. Mit der BBiG–Novelle will Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Attraktivität der beruflichen Bildung steigern und die Gleichwertigkeit von beruflicher Fortbildung und Studium verdeutlichen.
„Die Entscheidung zwischen beruflicher Aus– und Fortbildung oder Studium ist keine Frage eines Mehr oder Weniger. Es ist eine Auswahl zwischen zwei gleichwertigen Wegen zum beruflichen Erfolg“, so Karliczek.


HRK–Präsident Prof. Dr. Peter–André Alt warnt vor einer Begriffskonfusion: „Die im Zuge der Novellierung geplanten neuen Bezeichnungen für berufliche Abschlüsse dürfen so nicht stehen bleiben. Die gute Absicht, den Stellenwert der beruflichen Bildung zu betonen und zu stärken, würde durch die Nachahmung hochschulischer Abschlussbezeichnungen geradezu konterkariert. Warum für die international überaus anerkannte berufliche Bildung nicht ihre eigenen, eindeutigen Marken wie ‚Meister‘, ‚Technikerin‘ oder ‚Fachwirt‘ mit ihren spezifischen Kompetenzen weiter stärken?
Jugendliche, Arbeitgeber und Öffentlichkeit brauchen eindeutige Informationen, die die Qualität und den Chancenreichtum aller Ausbildungs– und Karrierewege verdeutlichen. Die vom Kabinett verabschiedete Novelle muss deshalb in diesem Punkt überarbeitet werden.“
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9. Änderung des HRG beraten: Verfassungsgerichtsurteil zum Zugang zum Medizinstudium soll umgesetzt werden
Die Bundesregierung will das Hochschulrahmengesetz (HRG) ändern. Die dazu angekündigte Novelle hat der Bundestag am Freitag, 7. Juni 2019, in erster Lesung beraten.


Mit der Änderung des HRG durch die Aufhebung des Paragrafen 32 soll ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt werden. Das Gericht hatte die Regelungen über die Studienplatzvergabe in Humanmedizin teilweise für verfassungswidrig erklärt und für die Beseitigung der verfassungswidrigen Rechtslage eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2019 gewährt.
In der jetzigen Debatte ging es auch um Anträge der Fraktion Die Linke, die generell allein die Hochschulzugangsberechtigung ohne weitere Zugangsbeschränkungen als Voraussetzung für die Zulassung zum Studium fordern.


Die FDP hat in der Sitzung einen Antrag mit dem Titel „Ein modernes Kapazitätsrecht für eine zukunftsfähige Hochschullehre“ gestellt. Darin fordert die FDP unter anderem die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Ländern einen Vorschlag zur strukturellen Reform des Kapazitätsrechts zu erarbeiten.

Alle drei Initiativen wurden zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen.
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10. Veranstaltungen, CHE–Foren und Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement
Sechste Jahrestagung Familie in der Hochschule e.V.:
„Quo vadis? Familie in der Hochschule 2030“
Termin: 1. Oktober 2019
Ort: Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Saarbrücken.
Die Jahrestagung 2019 befasst sich mit der Zukunft der Familienorientierung an Hochschulen im deutschsprachigen Raum und den Herausforderungen der Vision „Familie in der Hochschule 2030“.


Hochschulkurs "Zertifikatsprogramm Professionalisierung im Projekt– und Changemanagement an Hochschulen"
27. Oktober 2019 – 29. September 2020, Stadthotel am Römerturm, Köln.
Das Jahresprogramm richtet sich an Mitglieder von Hochschulleitungen, Stabsstellen–Mitarbeiter(innen), Dezernent(inn)en und andere Personen, die ein hochschulweites Veränderungsvorhaben planen oder bereits begonnen haben. Ziel ist eine praxisorientierte Qualifizierung im Projekt– und Changemanagement speziell an und für Hochschulen. Im Mittelpunkt des Jahresprogramms stehen daher die Vermittlung von anwendbarem Fachwissen und die Entwicklung praktischer Kompetenzen in den Feldern Changemanagement, Projektmanagement, Führung und Kommunikation im Hochschulkontext.


Weitere Workshops im Programm „Hochschulkurs – Fortbildung für das Wissenschaftsmanagement“ sowie das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter
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11. Zum guten Schluss
Wissen Sie, welche Hochschule für angewandte Wissenschaften die am niedrigsten oder die am höchsten gelegene in Deutschland ist? Oder welche dem Mittelpunkt Deutschlands am nächsten liegt? Und an welcher Hochschule die Studierenden seit 2008 die meisten Goldmedaillen bei olympischen Sommerspielen errungen haben?
Antworten zu diesen und weiteren Zahlen und Fakten von „einzigartigen“ Hochschulen gibt eine Landkarte, die das CHE im Rahmen des 50–jährigen Jubiläums der Hochschulen für angewandte Wissenschaften zusammengestellt hat.
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12. Impressum
Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert

Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare: mailto:che.ckpoint@che.de

Alle Angaben, speziell URL–Adressen, sind ohne Gewähr.

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