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Pressemitteilungen

Inhaltsverzeichnis CHEckpoint 159 Ausgabe 01|2013
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1. Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

über Studiengebühren wird derzeit politisch entschieden, sie werden wohl in Kürze von der deutschen Landkarte verschwunden sein. Die Fakten der letzten Jahre, die positiven und negativen Effekte seit ihrer Einführung in einigen Ländern, bleiben leider unberücksichtigt. Politisch klug ist das nicht. Die Hochschulen müssen jetzt mit immer weniger Mitteln immer mehr Studierenden ein gutes Studium bieten. Und der Kuchen, den es aus den Länderhaushalten zu verteilen gibt, wird nicht größer, sondern eher kleiner. Die politischen Zusagen, entfallene Einnahmen auszugleichen, werden spätestens mit der Schuldenbremse bröckeln. Dabei liegt der Ausweg aus dem politischen Lagerkampf doch eigentlich auf der Hand: der echte nachgelagerte Beitrag gutverdienender Absolventen anstelle der direkt zu entrichtenden Studiengebühr. Das wäre ein für alle politischen Seiten gangbarer Weg, mit dem die Finanzierung guter Lehre in Deutschland langfristig möglich wird.

Lesen Sie mehr dazu in dieser Ausgabe des CHEckpoints.

Ihr Jörg Dräger

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2. Studieren ohne Abitur weiter im Aufwind: 4.000 Studiengänge in neuem Online–Studienführer abrufbar
Immer mehr Hochschulen in Deutschland bieten Studienmöglichkeiten, die nicht allein die traditionellen Zugangsbedingungen wie die Allgemeine Hochschulreife und die Fachhochschulreife vorschreiben, sondern auch Personen mit Berufsausbildung offenstehen. Rund 4.000 solcher Studiengänge verzeichnet ein neuer Online–Studienführer von CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.


Immer mehr beruflich Qualifizierte nutzen diese neuen Chancen: Nach aktuellen Berechnungen des CHE ist die Zahl der Studienanfänger(innen) ohne Abitur und Fachhochschulreife weiter gestiegen und liegt jetzt bei 12. 000 bundesweit. Damit ist ein neuer Höchststand erreicht. Unter den Bundesländern hat Nordrhein–Westfalen mit nunmehr 4,7 Prozent beruflich qualifizierten Studienfänger(inne)n seine Spitzenposition weiter ausgebaut. Dahinter folgen Mecklenburg–Vorpommern, das mit einer Quote von 3,7 Prozent ebenfalls erheblich zugelegt hat, und Berlin mit 3,3 Prozent.
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3. Debatte um Studiengebühren geht weiter
In Bayern soll ein Volksbegehren über die Zukunft der Studiengebühren im Land entscheiden. Vom 17. – 30. Januar will eine Initiative gegen Studiengebühren rund 950.000 Stimmen sammeln. Zu einem Volksentscheid über die Abschaffung von Studiengebühren in Bayern würde es kommen, wenn die erforderliche Zahl im Volksbegehren erreicht wird und sich der bayerische Landtag gegen die Abschaffung der Studiengebühren ausspricht.


Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Georg– Simon–Ohm–Hochschule Nürnberg sagt: „Es darf aber nicht vergessen werden, dass mit Hilfe der Studienbeiträge erhebliche Verbesserungen in der Qualität des Studiums an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften erzielt werden konnten. Den Nutzen haben vor allem die Studierenden selbst und die Unternehmen, bei denen sie später arbeiten werden.“
Er mahnt deshalb, dass ein möglicher Wegfall der Studienbeiträge nicht zu Lasten der bayerischen Studierenden erfolgen dürfe.


Für die Beibehaltung der Studienbeiträge in Niedersachsen plädiert auch die scheidende Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka: „Während sich in Bundesländern ohne Studienbeiträge die Situation an den Hochschulen immer mehr zuspitzt, verbessert sich die Lehre in Niedersachsen weiter. Der Wettbewerbsvorteil unserer Hochschulen kommt nicht trotz, sondern wegen der Studienbeiträge immer deutlicher zum Tragen. 171.000 junge Menschen haben sich bewusst in Niedersachsen eingeschrieben, so viele, wie nie zuvor.“ So sei in Niedersachsen das Betreuungsverhältnis seit Einführung der Studienbeiträge deutlich verbessert worden. Mehr als jeder zweite Euro wird von den Hochschulen unter Mitbestimmung der Studierenden für mehr Personal eingesetzt.


Der Präsident der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, äußert sich zu der Debatte im Deutschlandfunk: Er gehe davon aus, dass die Bundesländer langfristig wieder Studiengebühren einführen werden. Angesichts steigender Studentenzahlen und der Schuldenbremse seien die Hochschulen nicht anders finanzierbar.
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4. Bildungsstaatsvertrag soll Mobilität sichern
Bayerns Kultusminister Spaenle, Niedersachsens scheidende Wissenschaftsministerin Wanka und Sachsens Kultusministerin Kurth treten für einen Bildungsstaatsvertrag ein, der eine bessere Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen und die gegenseitige Anerkennung der Lehrerexamen als Zugangsvoraussetzung für den staatlichen Schuldienst bundesweit regeln soll. "Mit dem Bildungsstaatsvertrag setzen wir die beiden Menschenrechte auf Mobilität und Bildung um", sagt Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.


SPD–regierte Länder sehen in dem Vorstoß ein “Wahlkampfmanöver” oder, wie die rheinland–pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen meint, ein Ablenkungsmanöver von der Diskussion um die Aufhebung des Kooperationsverbotes.


Schavan begrüßt den Länder–Vorschlag für einen Bildungsstaatsvertrag „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass Schul– und Lehrerabschlüsse in Deutschland vergleichbar sind.“


Auf der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im April 2013 sollen Regelungen vereinbart werden, die die Lehrermobilität sicherstellen. Davon Abhängig ist auch die Umsetzung des Förderprogramms zur Qualitätsverbesserung der Lehrerausbildung, für die der Bund 500 Millionen Euro bereit stellen würde.
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5. Ticker
KMK: Kultusminister Stephan Dorgerloh übernimmt Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz


GWK: Doris Ahnen ist neue GWK–Vorsitzende im Jahr 2013


GWK–Publikation: "Gemeinsame Forschungsförderung des Bundes und der Länder – Finanzströme im Jahre 2011" ist online
Die Publikation kann auch als Heft 30 der „Materialien der GWK“ beim Büro der GWK angefordert werden


Baden–Württemberg: Temporärer Ausbau von Sozialstudiengängen an nichtstaatlichen Hochschulen


Brandenburg: BTU–Präsident Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli äußert sich zur Landtagsentscheidung für die Zwangsfusion von BTU und Hochschule


Hessen: Ausschreibung für Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre gestartet. Vorschläge können bis zum 8. März 2013 eingereicht werden


NRW: Wissenschaftsministerium startet Online–Dialog zur Weiterentwicklung des Hochschulrechts. Bis zum 7. Februar können sich Interessierte zum geplanten Eckpunktepapier der Ministerin äußern


Wissenschaftsministerin Schulze: Gesamtetat des Ministeriums soll in diesem Jahr um elf Prozent auf 7,4 Milliarden Euro steigen


Schleswig–Holstein: Wissenschaftsministerin will mehr beruflich Qualifizierte für ein Studium gewinnen, die Geschlechtergerechtigkeit fördern, den landesweiten Universitätsrat abschaffen und die universitäre Lehre und die Fachhochschulen stärken


Thüringen: Wissenschaftsministerium und Hochschulleitungen haben die Verhandlungen zu Ziel– und Leistungsvereinbarungen 2012 bis 2015 abgeschlossen


HRK–Fachtagung: Kooperative Promotion als Modell für die Weiterentwicklung des Hochschulsystems. Durch belastbare Kooperationsstrukturen, transparente Entscheidungskriterien und verlässliche Verfahren könnten die Rahmenbedingungen für kooperative Promotionen entscheidend verbessert werden


Gemeinsame Tagung von HRK und DSW:
Hochschulen und Studentenwerke bekennen sich zur Vielfalt der Studierenden


Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft veröffentlicht einen
“Hochschulbildungsreport 2020”


Stifterverband: Bildungsinitiative soll Debatte um eine bessere Bildung in Deutschland mehr Richtung und Substanz geben. Quantitative Bildungsziele für den Hochschulbereich im Jahr 2020 formuliert


HIS–Studie: Ziel– und Leistungsvereinbarungen als Instrument der Hochschulfinanzierung – Studie analysiert, wie diese finanzielle Unterlegung der ZLV in das Gesamtsystem der Hochschulfinanzierung eingebettet ist


CHE Consult: Arbeitsorganisation an der Fakultät Wirtschafts– und Sozialwissenschaften der Hochschule Osnabrück untersucht
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6. Frauen im Wissenschaftssystem: Professorinnenprogramm geht in die zweite Runde
Die Bilanz der ersten Runde sieht Bundesministerin Schavan als erfolgreich an: 260 Professuren wurden geschaffen und mit Frauen besetzt. Schavan: "Das ist ein Erfolg – aber noch lange nicht genug." Für weitere fünf Jahre können sich Hochschulen wieder um Förderung von Professorinnenstellen bewerben. Bedingung ist, dass sie ein überzeugendes Gleichstellungskonzept vorlegen oder ein bereits erfolgreiches Gleichstellungskonzept überzeugend umgesetzt haben. Das wird von einem externen Expertengremium geprüft.


Eine Studierendenbefragung des IHF in Bayern zeigt, dass der Frauenanteil im dualen Studium um einiges höher liegt als gegenüber den regulären, nicht dualen MINT–Fächern. Ihre Schlussfolgerung: Duales Studium bringt junge Frauen in MINT–Fächer.
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7. Tagung: Fachkulturen und weibliche Wissenschaftskarrieren
Im Kontext des Programms „Frauen an die Spitze“ des BMBF ist das CHE der Frage nachgegangen, inwiefern sich Fachkulturen auf die Frauenförderung auswirken. Die Ergebnisse des Projekts „Fachkulturen und weibliche Wissenschaftskarrieren: Erfolgsfaktoren von Frauenförderung sichtbar machen“ werden im Rahmen einer Fachtagung am Montag, den 25. Februar 2013, 9.30–17.00 Uhr, in der Stadthalle Bielefeld vorgestellt.
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8. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft: Qualitätszirkel Studienerfolg
Mit dem Qualitätszirkel Studienerfolg will der Stifterverband gemeinsam mit ausgewählten Hochschulen Strategien und konkrete Maßnahmen entwickeln, mit denen sich bessere Studienerfolge generieren lassen.
Hochschulen können sich bis zum 15. Februar mit Ihren Konzepten zur Verbesserung des Studienerfolges um eine Teilnahme an dem Qualitätszirkel bewerben. Die Arbeit im Qualitätszirkel ist auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt und wird voraussichtlich im April 2013 beginnen. Der Stifterverband hat CHE Consult damit beauftragt, das Projekt zu koordinieren und operativ zu begleiten. Für die teilnehmenden Hochschulen fallen keine Gebühren an.
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9. Welche Auswirkungen zeigen Auslandsaufenthalte?
Die Europäische Kommission hat ein Konsortium damit beauftragt, die Effekte von ERASMUS–Mobilität zu untersuchen. Am Konsortium beteiligt sind das gemeinnützige CHE Centrum für Hochschulentwicklung, die Compostela Group of Universities (CGU), das ESN International Erasmus Student Network und Brussels Education Services (BES). Als assoziierte Partner sind zudem die Hochschulnetzwerke IMPI Alumni Group, Utrecht Network und Santander Group sowie die Universitäten Liechtenstein und Luxemburg eingebunden.
Die Leitung des Projektes liegt bei CHE Consult. Ziel der Untersuchung ist es, einen Einblick zu gewinnen, welche konkreten Lernerfahrungen Studierende und Lehrende machen, die an einem ERASMUS–Austausch teilnehmen. Betrachtet werden Studium und Lehre an der Partnerhochschule, aber auch die äußeren Umstände des Austauschs und die Erfahrungen mit der Studiensituation insgesamt.
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10. Gewinner des Wettbewerbs „EXIST–Gründungskultur – Die Gründerhochschule“ ausgezeichnet
Die Universität Kassel, die Universität Lübeck und die Universität des Saarlandes sind vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) als „EXIST–Gründerhochschulen“ ausgezeichnet worden. Mit dem Programm „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ werden Maßnahmen und Projekte gefördert, um das Gründungsthema an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen deutschlandweit breit zu verankern. An dieser zweiten Wettbewerbsrunde beteiligten sich insgesamt 49 Hochschulen aus ganz Deutschland, wovon 27 Hochschulen aufgerufen waren, eine hochschulweite Gesamtstrategie zur Gründungsprofilierung zu konzipieren. Eine mit unabhängigen Experten besetzte Jury hat die Strategiekonzepte bewertet und die besten Konzepte ermittelt.


Die Universität Kassel wurde in der Antragsphase von CHE Consult beraten.
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11. Jetzt bewerben für Jahresgruppe „QM–Systeme“
2013 startet ein neuer Durchgang des CHE–Jahresprogramms „Aufbau und Implementierung von QM–Systemen in Hochschulen“. Viele Universitäten und Fachhochschulen sind dabei, ein integriertes Qualitätsmanagementsystem (QM–System) aufzubauen oder planen dies. Um die anspruchsvolle Aufgabe möglichst gut und effektiv bewältigen zu können, bietet es sich an, von Erfahrungen anderer zu lernen und sich fachliche Unterstützung zu holen. Hier setzt die CHE–Jahresgruppe an. In einem festen Team entwickeln die Teilnehmer(innen) ihre Projekte ein Jahr lang gemeinsam weiter, tauschen sich aus und profitieren voneinander. Fachlich begleitet wird die Gruppe von einem erfahrenen Expertinnen–Team, welches bedarfsorientierte Inputs liefert und die Projektumsetzung coacht. Zwei Jahresgruppen mit insgesamt 30 Projekten wurden inzwischen erfolgreich durchgeführt. Das Jahresprogramm besteht aus vier Workshops und dazwischen liegenden Arbeitsphasen. Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2013
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12. Hochschulkurs
6./7. März 2013:„Führen im Veränderungsprozess – Theorie, Praxisbeispiele, Training“
Ort: Köln, Maternushaus
Referent(inn)en: Dr. Christina Reinhardt, Hochschule Bochum;
Max Dorando, ConsultContor, Köln


Das gesamte Hochschulkursprogramm für das Sommersemester finden Sie unter

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13. Zum guten Schluss
140 Zeichen für Wissenschaftler(innen) mit Humor: Via Twitter kann man bei #overlyhonestmethods seit neuestem Dinge lesen, die üblicherweise nicht in Versuchsprotokollen zu finden sind. Zum Beispiel:
1. Blood samples were spun at 1500rpm because the centrifuge made a scary noise at higher speeds #OverlyHonestMethods

2. The experiment was left for the exact time that it took for us to get a cup of tea #OverlyHonestMethods

Viel Spaß an der Zitatensammlung


Aktuelle Beiträge
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14. Impressum
Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert

Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare: mailto:che.ckpoint@che.de

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V.i.S.d.P.: die CHEckpoint–Redaktion
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Britta Hoffmann-Kobert
Britta Hoffmann-Kobertmehr
Telefon: 05241 9761-27
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: britta.hoffmann-kobert
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