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Liebe Leserinnen und Leser,
wer ohne Abitur in Deutschland studieren möchte, hat es immer noch nicht leicht, einen Zugang zu bekommen. Dennoch erlebt dieser nicht–traditionelle Weg in die Hochschule gerade einen Boom, wie eine aktuelle Studie des CHE zeigt. Durch die neuen Regelungen in den Ländern und durch ein z.T. größeres Engagement in den Hochschulen für diese Zielgruppe konnte der Anteil an Studienanfänger(inne)n verdoppelt werden auf jetzt gut zwei Prozent. Einige Hochschulen entdecken die Durchlässigkeit zwischen Beruf und Studium auch als Profilierungsmöglichkeit. Dies zeigen Beispiele wie die FH Brandenburg, die Hochschule Wismar und die Hochschule Mittweida. In eher strukturschwachen Regionen ziehen sie mit einem speziellen Serviceangebot und einer auf die Zielgruppe ausgerichtete Ansprache zwischen acht bis zehn Prozent an Studienanfänger(innen) ohne Abitur an. Aber auch Universitäten sind auf diesem Feld erfolgreich. So zieht es Studierende ohne Abitur im Bundesland Niedersachsen vor allem an die Universitäten Oldenburg, Hannover und Lüneburg. Diese Entwicklung zeigt, dass das Thema „Lifelong Learning“ immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die traditionelle Vorstellung von einer Erstausbildung, die dann ein Berufsleben lang hält, trägt nicht mehr. Die Zukunft gehört der flexiblen Lerngestaltung, die eine bedarfsorientierte Verknüpfung von Theorie und Praxis ermöglicht – und zwar so durchlässig wie möglich.
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Ihr Frank Ziegele
F.Ziegele |
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Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) hat die Soziologie–Institute aufgerufen, am CHE Ranking nicht teilzunehmen. Dafür werden methodische und wissenschaftspolitische Begründungen angeführt. Die Methodenkritik der DGS wird in einer Stellungnahme des CHE zurückgewiesen. Wissenschaftspolitisch wird vom CHE auf die Bedeutung des Rankings als Orientierung für Studierwillige und auf die Differenziertheit des Systems hingewiesen. Bei Zielen wie der Vermeidung einer Spaltung der Hochschullandschaft in exzellent und nicht–exzellent oder dem Treffen fundierter Entscheidungen an Hochschulen sind sich DGS und CHE einig, kommen allerdings zu entgegengesetzten Schlussfolgerungen, wie dies zu erreichen ist.
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Der Bericht, den die Arbeitsgruppe “Transparency Tools across the European Higher Education Area” im Rahmen der Bologna–Follow–Up Gruppe erarbeitet hat, ist jetzt veröffentlicht. Er würdigt Rankings als geeignetes Instrument für mehr Transparenz, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind. In dem Bericht heißt es dazu: „Classifications and rankings can be reliable transparency tools if the data they provide is accurate, if their indicators are good enough proxies for what they claim to measure and if users understand where the differences in the results provided come from”.
Mit der gewünschten Mobilität im europäischen Hochschulraum steigt sowohl für Nachwuchswissenschaftler(innen) als auch für Studierende die Notwendigkeit einer Orientierung über die vielfältigen Studien– und Forschungsangebote. Welche Instrumente der Vergleichbarkeit besonders geeignet sind, wurde deshalb für das Treffen der Minister im April in Bukarest aufgearbeitet.
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Die Nachfrage nach dem Studium ohne Abitur ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor: Laut den jüngsten Zahlen ist die Nachfrage sprunghaft gestiegen und umfasst jetzt einen Anteil von 2,1 Prozent der Studienanfänger(innen). Damit hat sich die Quote der Studienanfänger(innen) ohne Abitur gegenüber 2007 nahezu verdoppelt, so das Ergebnis einer neuen Studie des CHE. Hauptgründe für diesen Aufwärtstrend sind vor allem erleichterte Zugangsbedingungen und die vermehrte Einrichtung von spezifischen Studienangeboten für diese Zielgruppe.
Der Boom beim Studium ohne Abitur wirkt sich in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus. So besitzen in Nordrhein–Westfalen, Berlin und Mecklenburg–Vorpommern zwischen 4,2 Prozent und 2,2 Prozent aller Studienanfänger(innen) kein Abitur. Mit diesen Quoten nehmen diese Bundesländer im deutschlandweiten Vergleich die drei Spitzenplätze ein.
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An den nordrhein–westfälischen Hochschulen studieren im Bundesvergleich die meisten Personen ohne Abitur.
Beruflich Qualifizierte haben oftmals eine stärkere Bindung durch familiäre, berufliche und finanzielle Verpflichtungen als Studierende, die unmittelbar nach ihrem Schulabschluss ein Studium aufnehmen. "Diesem Umstand wollen wir zukünftig gemeinsam mit den Hochschulen vermehrt durch Teilzeit– und berufsbegleitende Studienangebote Rechnung tragen. Parallel sollen die Beratungsangebote und Vorbereitungskurse für diese Zielgruppe ausgebaut werden", kündigte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze an.
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Auf der Tagung „Biete Vielfalt – suche Normalität!“ diskutierten knapp 200 Teilnehmer(innen) mit Expert(inn)en aus Hochschulen, Politik und Wirtschaft die Grundlagen und Chancen eines systematischen Diversity Managements für Hochschulen. Mit der Tagung sind zwei mehrjährige Projekte von CHE Consult zu Ende gegangen. Das Projekt „Vielfalt als Chance“, gefördert von der Bertelsmann Stiftung, sowie das mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam betriebene Programm „Ungleich besser! Verschiedenheit als Chance“.
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Der Stifterverband hat im Rahmen dieses Projekts auf Basis eines Auditierungsverfahrens acht Diversity–Hochschulen ausgezeichnet. Im Sommer 2010 hatten sich 58 Hochschulen um die Mitwirkung im sogenannten Benchmarking–Club beworben; die jetzt zertifizierten acht Hochschulen wurden damals ausgewählt. Die Zertifikate wurden bei der Veranstaltung "Biete Vielfalt – Suche Normalität" am 2. und 3. Juli 2012 in Berlin verliehen.
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Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK): Monitoring–Bericht 2012 zum Pakt für Forschung und Innovation
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GWK beschließt vier Milliarden für die Forschungsförderung
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Baden–Württemberg: Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft und Stärkung der akademischen Weiterbildung beschlossen
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NRW: Grundsteinlegung in Hamm und Lippstadt: 177 Millionen Euro für neuen Hochschulcampus
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NRW: Hochschulen verschicken bis zum 5. August Studienplatzzusagen – Studieninteressierte haben so frühzeitig Klarheit über Studienoptionen
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NRW: Ausschreibung "Genderforschung" ist gestartet – Bewerbungsfrist 31.8.2012
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WR: Ergebnisse der Sommersitzungen des Wissenschaftsrates (Berlin, 11. – 13. Juli 2012) zur Akademisierung der Gesundheitsberufe und der Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen
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DFG: Ab dem 1. Januar 2013 wird Peter Strohschneider der neue Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
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Prof. Dr. Udo Hebel zum neuen Rektor der Universität Regensburg gewählt
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Michael Stückradt wird neuer Kanzler der Universität zu Köln
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2011 3 Prozent mehr wissenschaftliches Personal an Hochschulen als 2010
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HIS: Knapp drei Viertel der Bachelorabsolvent(inn)en entscheiden sich gegenwärtig für ein Masterstudium
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Fachgespräch im Bildungsausschuss des Bundestages: Experten begrüßen Vorschlag für Exzellenzinitiative bei Lehrerausbildung
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IHF kompakt: „Bachelor– und Masterstudiengänge in Bayern – vielfältig und verbesserungsfähig“. Studie zum „Stand und Perspektiven bayerischer Bachelor– und Masterstudiengänge“ veröffentlicht
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Auf der Jahresversammlung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) haben die Hochschulen und Studierendenvertretungen eine Resolution zur Zukunft des erfolgreichen EU–Hochschulprogramms Erasmus beschlossen. Die aktuellen EU–Bildungsprogramme, darunter auch Erasmus, enden im Dezember 2013. Für ihre Nachfolge von 2014 bis 2020 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag zu einem Dachprogramm "Erasmus für alle" vorgelegt, das alle Bildungsbereiche umfassen soll. Die Mitgliederversammlung des DAAD unterstützt viele Punkte des Programmvorschlags, sieht aber auch Nachbesserungsbedarf bei der Programmarchitektur.
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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat die Fortsetzung des 2007 ins Leben gerufenen Professorinnenprogramms beschlossen. Das Programm habe „einen Bewusstseinswandel in Hochschulen und Politik angestoßen“, sei jedoch „noch nicht am Ziel“ begründete die GWK–Vorsitzende Annette Schavan die Entscheidung. Das Ziel des Programmes ist es mehr Frauen in Führungspositionen an Hochschulen zu bringen und die Gleichstellungspolitik an Hochschulen auszuweiten. Beschlossen wurde, weitere fünf Jahre mit insgesamt 150 Millionen Euro zu fördern. Diese Mittel kommen je zur Hälfte vom Bund und den Ländern.
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Der Allgemeine Fakultätentag (AFT), die Fakultätentage und der Deutsche Hochschulverband (DHV) haben unter Einbeziehung der fachspezifischen Besonderheiten und Belange gemeinsame, für alle Wissenschaftsdisziplinen geltende Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis für das Verfassen wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Dissertation und Habilitationsschrift) formuliert. Diese Grundsätze seien als Handreichungen für Prüfer und Prüflinge, Wissenschaftler und Studierende konzipiert, da die Wissenschaft angesichts von Plagiats– und Fälschungsaffären der Selbstvergewisserung bedürfe. Für die Definition und Einhaltung wissenschaftlicher Standards, so die unterzeichnenden Institutionen, trage nicht der Staat, sondern die Gemeinschaft der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Verantwortung. Insbesondere den Professor(inn)en als Betreuern und Prüfern obliege es, allgemeine Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zu formulieren und in ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in Forschung und Lehre anzuwenden.
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Studierende an Fachhochschulen kommen mit dem Studium besser zurecht und sind insgesamt zufriedener als ihre Kommiliton(inn)en an den Universitäten. Obwohl FH–Studierende mit durchschnittlich etwas schlechteren Zugangsnoten ins Studium starten, müssen an Universitäten 7,5 Prozent der Studierenden als unterstützungsbedürftig angesehen werden, an den Fachhochschulen jedoch nur 5,3 Prozent. Dies sind Ergebnisse einer empirischen Studie von CHE Consult, an der ca. 25.000 Studierende teilgenommen haben. In der Studie hat CHE Consult Studierendentypen beschrieben. Sie kommen in unterschiedlicher Art und Weise mit dem Studium zurecht und haben verschiedene Strategien entwickelt, um sich an die Anforderungen im Studium anzupassen. Die Fachhochschulstudierenden schneiden bei vielen untersuchten Faktoren besser ab als Studierende an Universitäten. Dazu zählen u.a. die Identifikation mit der Hochschule, ihre Zielstrebigkeit und ihre soziale Integration.
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Im Best Practice–Club „Familie in der Hochschule“ arbeiten deutschlandweit Hochschulen an der Entwicklung ihrer Familienorientierung und am hochschulübergreifenden Austausch und Transfer ihrer Erkenntnisse und Erfahrungen. Auf einer Abschlusstagung im November sollen die Ergebnisse der fünfjährigen Arbeit vorgestellt werden. Initiiert wurde das Programm vom Beauftragten für die Neuen Bundesländer im Bundesministerium des Innern und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem CHE. Auf der Tagung am 21./22. November, die mit Unterstützung der Fachhochschule Potsdam durchgeführt wird, kann man sich vor Ort über gute Praxis in den verschiedenen Themenfeldern der Familienorientierung informieren und auf einer Ausstellung mit den Clubhochschulen zu diesen Themen ins Gespräch kommen. Außerdem steht das Thema Familienorientierung und Führung in Vorträgen und Diskussionen im Vordergrund.
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Studiengangmarketing – Trotz doppelter Abiturjahrgänge und Rekordeinschreibezahlen bleiben immer noch Studienplätze unbesetzt oder es gelingt nicht, die am besten geeigneten Bewerber für das Studium zu interessieren. Nur konsequentes Denken von den Interessen, Verhaltensweisen und Wünschen der Studieninteressierten als Nachfrager her verbunden mit harter Arbeit an Darstellung und Kommunikation sowie Inhalten des betreffenden Studiengangs führen zu Rekrutierungserfolgen. Wer zum Wintersemester 2013/14 erfolgreich sein will, sollte schon im Herbst 2012 beginnen, sein Studiengangmarketing konzeptionell auf eine solide Basis zu stellen bevor im ersten Halbjahr 2013 dann die operative Umsetzung folgt. Im Herbst 2013 steht dann schon die Nachsteuerung für das kommende Jahr auf dem Programm. Das Jahresprogramm Studiengangmarketing begleitet interessierte Verantwortliche bei dieser Arbeit über ein Jahr. Das Jahresprogramm beginnt mit dem ersten Modul am 29./30. Oktober 2012 in Bielefeld. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
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Die nächste Veranstaltung:
06./07.09.2012:
Finanz– und Rücklagenmanagement
Referent(inn)en: Andrea Güttner, CHE Consult, Gütersloh;
Dr. Rainer Ambrosy, Kanzler, Universität Duisburg Essen
Markus Hoppe, Vizepräsident, Universität Göttingen
Ort: Tagungshotel Lindenhof, Bielefeld
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"Dieser Sommer ist keine Katastrophe"
Der verregnete Sommer hat es jetzt auch auf die erste Seite beim BMBF geschafft. Dort wird erklärt, warum wir trotz allem optimistisch bleiben können, dass es auch mal wieder richtig heiß wird.
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Allen CHEckpoint–Lesern eine schöne Sommerpause! |
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Redaktion:
Britta Hoffmann–Kobert
Nina Kothy
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