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Liebe Leserinnen und Leser,
das CHE hat schon seit zwei Jahren auf das kommende Studierendenhoch hingewiesen – immer jedoch mit dem Hinweis, dass aus den steigenden Abiturientenzahlen nur steigende Studierendenzahlen werden, wenn auch genügend Studienplätze bereit gestellt werden. Nun scheint der Hochschulpakt erste Früchte zu tragen: 2008 gab es an den deutschen Hochschulen mehr Studienanfänger als je zuvor. Bis 2020 erwarten wir aber noch eine knappe halbe Millionen weitere zusätzliche Studienanfänger. Auch für sie dürfen nicht nur die aus dem Konjunkturpaket versprochenen sanierten Hörsäle bereit stehen, sondern ebenso wichtig sind Investitionen in qualifizierte Lehrende. Hier ist der Hochschulpakt II gefordert. Die Politik darf sich jetzt nicht auf den Ausgaben zum Konjunkturpaket ausruhen, denn die Basis für Bildung sind die Menschen, die sie vermitteln – nicht nur Stahl und Glas.
Mehr dazu in dieser Ausgabe.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr Jörg Dräger (mailto: J.Draeger@che.de)
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Am 18. März hat Bundesforschungsministerin Schavan dem Kabinett den Bericht zur Umsetzung der Bologna–Reform vorgelegt. Nach Einschätzung des BMBF ist der Umsetzungsprozess in Deutschland schon weit fortgeschritten. Bachelor– und Masterstudiengänge machen mittlerweile 75 Prozent des gesamten Studienangebots aus. Im Hinblick auf die soziale Dimension des Bologna–Prozesses zeige der Bericht, dass insbesondere durch die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung eine Reihe von wichtigen Maßnahmen zur Verbesserung der Durchlässigkeit des Bildungssystems angestoßen worden sei.
Die Inhalte des Berichts wurden vom Bund und der Kultusministerkonferenz (KMK) unter Mitwirkung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), des Akkreditierungsrates, des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften (fzs) und den Sozialpartnern erstellt.
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Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften äußert sich kritisch zu Art und Stand der Umsetzung des Bologna–Prozesses in Deutschland. Viel zu oft sei versucht worden, alte Diplom–Studiengänge vollständig in einen sechs Semester umfassenden Bachelor–Studiengang zu überführen.
Die daraus resultierende Arbeitsbelastung (Workload) sei oftmals kaum zu bewältigen. Auch die Bewertung der Lissabon Konvention wird kritisch bewertet: "Die Konvention erleichtert seit ihrer Ratifizierung durch die BRD Anrechnungen von Studienleistungen aus dem Ausland – leider ist sie aber in der Praxis vieler Prüfungsämter noch lange nicht angekommen", so Florian Keller, Mitglied des fzs–Vorstands.
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Den Wunsch, nach dem Bachelorstudium einen Master anzuschließen hat die FH Erfurt bei ihren Bachelorstudierenden untersucht. Demnach wollen drei von fünf BA–Studenten ein Master–Studium anhängen, davon knapp drei Viertel weiter an der FH Erfurt. Die Quote schwankt von Fachrichtung zu Fachrichtung. Ein Drittel der Befragten war unentschlossen, wobei die finanzielle oder familiäre Lage der Befragten kaum Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen ein Masterstudium hatte. 85 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Informationen zum Master–Studium.
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Das CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) und CHEPS (Center for Higher Education Policy Studies) haben im Auftrag der EUREGIO eine Studie erstellt, die sich mit der Umsetzung von "Joint Degrees" im europäischen Hochschulraum befasst. Es zeigt sich, dass sich die europäischen Hochschulsysteme durch die gemeinsame Bachelor–Master–Struktur zwar aufeinander zubewegt haben, jedoch insbesondere bei den finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen noch immense Disharmonien zu überwinden sind.
In der Studie zu "Joint Degrees im europäischen Hochschulraum" werden zum einen Erfahrungen aus dem deutsch–niederländischen Projekt CUNE (Companies' and Universities' Network in Europe) ausgewertet, bei
dem die Fachhochschulen Osnabrück und Münster mit der Saxion Hogeschool in Enschede in einem mehrjährigen Projekt verschiedene binationale Studiengangsmodelle und deren Akkreditierung erprobten. Zum anderen werden die Ergebnisse weiterer europäischer Umsetzungsinitiativen analysiert.
Die Studie steht als kostenlose Online–Publikation in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch zur Verfügung.
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Im Studienjahr 2008 (SS 2008 und WS 2008/09) haben sich so viele Studienanfängerinnen und –anfänger wie noch nie an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen rund 386 500 Anfängerinnen und Anfänger ein Studium auf. Damit wurde die bisherige Höchstmarke aus dem Studienjahr 2003 noch einmal um 9 000 Erstimmatrikulierte (+ 2,4 Prozent) übertroffen.
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BMBF: Expertenkommission Forschung und Innovation legt ihr zweites Gutachten vor "Mit Forschung aus der Krise"
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BMBF: Das Bildungskreditprogramm für Auszubildende/Studierende in der Endphase ihrer Ausbildung erhält zum 1. April neue Regelungen
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Berlin: Präsidenten und Kanzler der Berliner Hochschulen setzen Hochschulvertragsverhandlungen zunächst aus
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HRK–Präsidentin Wintermantel in den EUA–Vorstand gewählt
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Gesis: "Recherche Spezial" zum Thema Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft
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Zweite Runde des Erasmus–Mundus–Programms gestartet. Förderung auch auf Doktoranden ausgeweitet
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HoF–Analyse: Neue Personalkategorien mit Schwerpunkt Lehre im Bundestrend
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HRK trifft Abkommen mit chilenischen Universitäten zu gemeinsamen Doktorandenprogrammen
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Universität Witten/Herdecke: Mit Unterzeichnung des neuen Gesellschaftervertrags soll die Finanzierung der privaten Hochschule nun langfristig gesichert sein
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Sechs Hochschulen bilden Netzwerk für ehrenamtliches Engagement als festen Bestandteil des Studiums
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Das CHE–HochschulRanking 2009 erscheint am 6. Mai. Aktualisiert sind in diesem Jahr die Daten für die Fächer Informatik, Mathematik, Physik, Chemie, Pharmazie, Biologie, Human– und Zahnmedizin, Geografie und Geowissenschaften.
Neben zahlreichen Hochschulen aus den Nachbarländern sind erstmalig auch Universitäten aus Ungarn und Rumänien mit deutschsprachigen Studienangeboten dabei. Ebenfalls neu ist das Fach Sportwissenschaft, das in diesem Jahr erstmalig in das Ranking aufgenommen wurde. Damit bietet das CHE–HochschulRanking für 33 Fächer Informationen zu Studium, Lehre und Forschung von mehr als 250 Hochschulen.
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Über das neue Bewerbungssystem bei der Studienplatzvergabe wurde eine Einigung hinsichtlich des Anforderungsprofils erzielt. Damit steht fest, was die von dem Fraunhofer–Institut zu entwickelnde Software bei der Bewerberauswahl berücksichtigen soll. Es wird damit gerechnet, dass das System zum Wintersemester 2011/2012 zum Einsatz kommen kann. Die ZVS soll als Servicestelle bereitstehen.
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Die HRK sieht ihre Wünsche für ein dialogorientiertes Zulassungsverfahren umgesetzt und gibt weitere Vereinbarungen nach einem Gespräch von Bundesministerin Schavan mit Vertretern der KMK und Hochschulleitungen bekannt. Danach haben sich die Hochschulen auf Termine für die Übergangszeit geeinigt. Der Bewerbungsschluss für alle NC–Fächer wird für das WS 09/10 auf den 15. Juli festgelegt, die Bescheide über die Zulassung sollen Mitte August rausgehen. Freigebliebene Plätze sollen über eine Internetbörse bekannt gemacht werden.
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Für circa 120 Fächer sollen die Konsequenzen aus der Bologna–Reform, traditionsreiche Arbeitsgrundlagen – wie etwa alte Bibliotheken oder Labore – sowie der Stand der globalen Vernetzung dokumentiert werden. Ein Projekt an der Uni Potsdam untersucht im Auftrag der HRK die Situation der "Kleinen Fächer" an deutschen Universitäten. Es soll Informationen für überregionale Abstimmungsprozesse liefern und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei Jahre finanziell unterstützt.
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Am 5. und 6. März 2009 fand in Stralsund die 325. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz statt.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen folgende Themen:
– Vereinbarung einheitlicher Kriterien für den Hochschulzugang beruflich qualifizierter Bewerber
– Stralsunder Erklärung: Einstellung und Ausbildung von Lehrern in den Ländern
– Serviceverfahren für die Hochschulzulassung
– Stärkung der Demokratieerziehung
– Stärkere Unterstützung der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf
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CHE und der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft laden ein zu einer Konferenz am 25./26. Mai 2009 in der Berlin–Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Berlin. Unter dem Titel "Vielfältige Exzellenz" wollen die Veranstalter die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Herausbildung exzellenter Hochschulprofile jenseits des auf die Spitzenforschung verengten Exzellenzbegriffes aufzeigen.
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Die nächste Veranstaltung:
14./15. Mai 2009: Fakultätsmanagement – von der Verwaltung zur Geschäftsführung (Basis–Workshop)
Ort: Tagungshotel Lindenhof, Bielefeld;
Referent/innen: Dr. Christian Berthold (CHE Consult),
Dipl.–Psych. Maren Hiltmann (Universität Wien; eligo GmbH, Bochum), Dr. Ralf Paquin (Fakultätsreferent, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Göttingen), Dr. Petra Seling–Biehusen (HAW Hamburg)
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Dieser Kurs ist ausgebucht.
Das neue Hochschulkursprogramm für das Sommersemester 2009 ist erschienen. Basis– und Vertiefungsworkshops sollen die Hochschulen beim Management ihrer Fakultäten und Fachbereiche, bei aktuellen Fragen zur Besteuerung, beim professionellen Umgang mit Konflikten und beim Qualitäts–Management unterstützen.
hochschulkurs.de |
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Nach 40 Jahren ist die Zeit reif, die Beatles zu studieren, soll Mike Brocken, Studienleiter an der Liverpooler Hope University gesagt haben. Ein Masterstudiengang für 3500 Pfund macht es ab September möglich.
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Da stellt sich die Frage, wann die Universität zu Köln den “Master of Bläck Fööss“ anbietet – 2009 feiert die Band 39jähriges Bühnenjubiläum. |
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Redaktion: Britta Hoffmann–Kobert
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