Die Messung und Bewertung von Forschungs- und Lehrleistungen hat in den zurückliegenden zwei Jahrezehnten stark an Bedeutung gewonnen. Dies hat Folgen sowohl für die Hochschulgovernance als auch für den Aufbau des nationalen Wissenschaftssystems. Während Hochschulen auf diese Anforderung vor allem mit der Schaffung neuer Managementstrukturen reagieren, hat sich im deutschen Wissenschaftssystem eine Reihe von intermediär tätigen Einrichtungen gebildet, welche Evaluationen durchführen, Daten erheben oder die Lehr- und Forschungsleistungen auf andere Art und Weise untersuchen und bewerten. Dabei handelt es sich um Einrichtungen, die weder Hochschulen noch Ministerien direkt angegliedert sind, sondern aus einer Art "Zwischenstellung" heraus Erkenntnisse produzieren, welche sie teils kostenlos, teils gegen Bezahlung zur Verfügung stellen. Dazu zählen wissenschaftliche Insitute genauso wie Consultingfirmen oder Akkreditierungsagenturen. Ziel der Studie ist es, das Spektrum dieser intermediär tätigen Einrichtungen in Deutschland aufzuzeigen und mit dem anderer europäischer und außereuropäischer Länder zu vergleichen.
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